Hessen-Nassau
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Einordnung: Preußische Provinz | Hessen
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Die preußische Provinz Hessen-Nassau und ihre Nachfolgeprovinzen Kurhessen und Nassau bestanden von 1868 bis 1944/1945.
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Geschichte
Königreich Preußen
1867 gelangten das Kurfürstentum Hessen (Residenzstadt Cassel), das Herzogtum Nassau (Residenzstadt Wiesbaden), die Freie Stadt Frankfurt am Main, die Landgrafschaft Hessen-Homburg und die bayerischen Orte Gersfeld und Orb nebst Umgebung unter preußische Herrschaft. Ferner erfolgte ein Gebietsaustausch zwischen Preußen und dem Großherzogtum Hessen.
Die neuen preußischen Gebiete wurden zunächst in den Regierungsbezirken Cassel und Wiesbaden unter einem vorläufigen preußischen Oberpräsidium in Cassel vereinigt.
Am 7. Dezember 1868 entstand hieraus die neue preußische Provinz Hessen-Nassau. Sie gliederte sich wie sonst in Preußen in Stadtkreise und Landkreise.
1886 wurde die Stadt Hanau kreisfrei.
Republik und Nationalsozialismus
Stadt-, Landkreis und Regierungsbezirk Cassel führten seit dem 4. Dezember 1926 ihren Namen mit K am Anfang.
Zum 1. April 1928 vergrößerten sich die Stadtkreise Wiesbaden und Frankfurt am Main durch Eingemeindungen; aus den Resten des Kreises Höchst a. M. und des Landkreises Wiesbaden entstand der neue Main-Taunuskreis.
Am 1. April 1929 wurde die Stadt Fulda kreisfrei.
Der Freistaat Waldeck wurde nach einem Volksentscheid am 1. April 1929 in den Staat Preußen eingegliedert und dem Regierungsbezirk Kassel zugeordnet. Gleichzeitig wurde die Stadt Marburg a. d. Lahn kreisfrei.
Zum 1. Oktober 1932 trat der Kreis Wetzlar von der Rheinprovinz, Regierungsbezirk Koblenz, zur Provinz Hessen-Nassau und zum Regierungsbezirk Wiesbaden, während der Kreis Grafschaft Schaumburg aus der Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, in die Provinz Hannover und den Regierungsbezirk Hannover eingegliedert wurde.
Aufgrund der Vorgaben in den Sparvorordnungen des Reichspräsidenten wurden die Kreise Gersfeld, Homberg, Kirchhain und Westerburg aufgelöst und mit den benachbarten Kreisen vereinigt.
In der nationalsozialistischen Zeit wurde der Stadt Frankfurt am Main die Zusatzbezeichnung Stadt des deutschen Handwerks beigelegt.
Zum 1. Februar 1942 bildeten die bisherigen Landkreise der Eder, des Eisenberges und der Twiste den neuen Landkreis Waldeck mit dem Sitz in Korbach.
Zum 1. Juli 1944 wurde die Provinz Hessen-Nassau in Anlehnung an die Reichsverteidigungsbezirke und die Gaue der NSDAP in die neuen Provinzen Kurhessen und Nassau geteilt. Dabei wechselten von der Provinz Kurhessen, Regierungsbezirk Kassel, der Kreis Herrschaft Schmalkalden zum Regierungsbezirk Erfurt, Provinz Sachsen, und der Stadtkreis Hanau und die Landkreise Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern zum Regierungsbezirk Wiesbaden, Provinz Nassau.
Zum Oberpräsidenten in Wiesbaden wurde für die Provinz Nassau der Reichsstatthalter und Gauleiter der NSDAP Jakob Sprenger in Darmstadt bestellt.
Mit der stellvertretenden Wahrnehmung der Geschäfte des Oberpräsidenten in Kassel für die Provinz Kurhessen wurde der Gauleiter der NSDAP Karl Gerland in Kassel beauftragt.
Land Hessen
Hessen-Nassau wurde 1945 Teil der amerikanischen Besatzungszone. Der westliche Teil des Regierungsbezirks Wiesbaden gehörte jedoch zur französischen Zone, nämlich die Kreise Ober- und Unterwesterwald, Unterlahn und Sankt Goarshausen.
Die amerikanisch besetzten Landesteile wurden 1946 mit dem Volksstaat Hessen zum Land "Groß-Hessen" vereinigt, das kurze Zeit später in Hessen umbenannt wurde. Innerhalb von Hessen bestanden zunächst die beiden Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden weiter.
Die französische Besatzungsmacht vereinigte den nördlichen Teil ihres Gebiets, darunter die genannten nassauischen Landkreise, zum Land Rheinland-Pfalz. Dort bildete dieses Gebiet den Regierungsbezirk Montabaur, der 1968 Teil des Regierungsbezirks Koblenz wurde.
Siehe auch: Großherzogtum Hessen, Volksstaat Hessen, Geschichte Hessens
Verwaltungsgliederung der Provinz Hessen-Nassau 1944
Regierungsbezirk Kassel
Stadtkreise
Landkreise
- Eschwege
- Frankenberg (Eder)
- Fritzlar-Homberg [Sitz: Fritzlar]
- Fulda
- Gelnhausen
- Hanau
- Herrschaft Schmalkalden [Sitz: Schmalkalden]
- Hersfeld
- Hofgeismar
- Hünfeld
- Kassel
- Marburg a. d. Lahn
- Melsungen
- Rotenburg i. Hessen-Nassau
- Schlüchtern
- Waldeck [Sitz: Korbach]
- Witzenhausen
- Wolfhagen
- Ziegenhain
Regierungsbezirk Wiesbaden
Stadtkreise
- Frankfurt am Main, Stadt des deutschen Handwerks
- Wiesbaden
Landkreise
- Biedenkopf
- Dillkreis [Sitz: Dillenburg]
- Limburg a. L.
- Main-Taunus-Kreis [Sitz: Frankfurt-Höchst]
- Oberlahnkreis [Sitz: Weilburg]
- Obertaunuskreis [Sitz: Bad Homburg vor der Höhe]
- Oberwesterwaldkreis [Sitz: Westerburg]
- Rheingaukreis [Sitz: Rüdesheim a. Rh.]
- Sankt Goarshausen
- Unterlahnkreis [Sitz: Diez]
- Untertaunuskreis [Sitz: Bad Schwalbach]
- Unterwesterwaldkreis [Sitz: Montabaur]
- Usingen
- Wetzlar
Verwaltungsgliederung der Provinz Kurhessen 1945
Regierungsbezirk Kassel
Stadtkreise
Landkreise
- Eschwege
- Frankenberg (Eder)
- Fritzlar-Homberg [Sitz: Fritzlar]
- Fulda
- Hersfeld
- Hofgeismar
- Hünfeld
- Kassel
- Marburg a. d. Lahn
- Melsungen
- Rotenburg i. Hessen-Nassau
- Waldeck
- Witzenhausen
- Wolfhagen
- Ziegenhain
Verwaltungsgliederung der Provinz Nassau 1945
Regierungsbezirk Wiesbaden
Stadtkreise
- Frankfurt am Main, Stadt des deutschen Handwerks
- Hanau
- Wiesbaden
Landkreise
- Biedenkopf
- Dillkreis
- Gelnhausen
- Hanau
- Limburg a./L.
- Main-Taunuskreis [Sitz: Frankfurt am Main-Höchst]
- Oberlahnkreis [Sitz: Weilburg]
- Obertaunuskreis [Sitz: Bad Homburg vor der Höhe]
- Oberwesterwaldkreis [Sitz: Westerburg]
- Rheingaukreis [Sitz: Rüdesheim a. Rh.]
- Sankt Goarshausen
- Schlüchtern
- Unterlahnkreis [Sitz: Diez]
- Untertaunuskreis [Sitz: Bad Schwalbach]
- Unterwesterwaldkreis [Sitz: Montabaur]
- Usingen
- Wetzlar
Weblinks
- weitere Weblinks
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