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Hoffnung für Alle

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Die Bibelübersetzung Hoffnung für Alle ist eine sogenannte kommunikative Bibelübersetzung. Hierzu wurden die bekannten griechischen und hebräischen Urtexte des Alten und Neuen Testament der Bibel gesichtet und übersetzt. Diese Übersetzung legt mehr Wert auf inhaltliche Verständlichkeit als auf Worttreue. Das Neue Testament wurde 1982, das Alte Testament 1996 fertiggestellt und veröffentlicht. 2002 wurde das Neue Testament in einer ersten Überarbeitung veröffentlicht.

Die Übersetzung wurde vom Brunnen Verlag und der International Bible Society herausgegeben.

Ebenso wie die zweite wichtige kommunikative Bibelübersetzung im Deutschen Sprachraum, die Gute Nachricht, wird die "Hoffnung für Alle" kritisiert. Die prinzipbedingten Interpretationen des Bibeltextes - was aber wohl für jede Übersetzung gilt- werden von manchen Christen abgelehnt, besonders dort, wo Vereinfachungen vorgenommen werden, die nicht notwendig erscheinen und den Urtext entstellt wiedergeben können. Ein Beispiel:

In den meisten Übersetzungen steht in Jesaja 8,17 wörtlich, dass sich Gott vor dem Haus Jakob verbirgt. In der Hoffnung für alle steht aber, dass Gott sich von seinem Volk Israel abgewandt hätte. Warum man das Wort Jakob, welches der Autor des Urtextes für gebraucht, hier nicht verwendet, wird nicht erklärt, zumal das Wort Israel besonders in diesem Kontext nicht die selbe Bedeutung hat. Die Formulierung Haus ist leicht verständlich und alltäglich (z.B. aus dem Hause Hohenzollern, aus gutem Hause, aus dem Hause VW usw.). Es bedeutet im Gegensatz zu Volk die Abstammung von einem gemeinsamen Vorfahren und soll in diesem Kontext eine Besinnung auf historische Begebenheiten bewirken. Volk enthält diesen Hinweis dagegen nur noch wage, da Volk auch nur die gegenwärtig exitierende Nation zu bedeuten braucht.

Trotz aller Kritik werden beide Übersetzungen in vielen christlichen Gemeinden wie der evangelischen Landeskirche, der katholischen Kirche und einigen Freikirchen eingesetzt. Beide Übersetzungen ermöglichen einen einfacheren Zugang zum Bibeltext und dies wiegt vielfach die möglichen Auslegungsschwierigkeiten auf.

Während "Die Gute Nachricht" eher dem christlichen "Mainstream" der Großkirchen folgt, ist "Hoffnung für Alle" eher evangelikal ausgerichtet.

Im Zweifel lohnt es sich in theologischen Fragen andere, wortgetreuere Bibelübersetzungen wie die Elberfelder Bibel, die Lutherbibel, die Zürcher Bibel oder die Einheitsübersetzung zu Rate zu ziehen.

Siehe auch

Weblinks








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Hoffnung für Alle aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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