Hoher Meißner
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Einordnung: Berg | Sendeturm | Hessen | Nordhessen
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Der Hohe Meißner genannte Berg befindet sich im Kaufunger Wald in Nordost-Hessen, Deutschland. Dort liegt der äußerst wuchtige, sehr weitläufige und recht stark bewaldete, rund 10 km lange und 5 km breite Gebirgsstock zwischen Eschwege und Großalmerode sowie Bad Sooden-Allendorf und Waldkappel.
1913 fand auf dem Hohen Meißner der Erste Freideutsche Jugendtag der Wandervogel-Bewegung statt. Erst bei diesem Treffen wurde der zuvor nur "Meißner" genannte Berg zum "Hohen Meißner" gekürt.
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Geografie
Der Hohe Meißner ist mit maximal 753,6 m Höhe der Kasseler Kuppe das höchste Bergmassiv in Nordosthessen. Zusammen mit großen Teilen des Kaufunger Walds und des Söhrewalds bildet er den sehr weitläufigen Naturpark Meißner-Kaufunger Wald.
Geologie
Im Tertiär war das Gebiet durch üppigen Wald bedeckt. Aus diesem entstanden Braunkohlelager, die durch Sand und Lava bedeckt wurden. Die Basaltformationen sind durch Verwitterung erodiert und waren einst viel höher gewesen.
Märchen / Sage
Der Meißner liegt auch im Land der Frau Holle am Frau-Holle-Pfad. Daher wurde nach dieser Sagengestalt auch ein dortiges, unter Naturschutz stehendes Gewässer benannt - der Frau-Holle-Teich.
Meißner - der höchste Berg in Nordosthessen
Die Kassler Kuppe ist nicht die höchste Erhebung Nordhessens, auch wenn dies die landläufige Meinung ist und auch in vielen Publikationen so dargestellt wird. In Nordwesthessen liegen einige Berge, die noch wesentlich höher sind. Daher befindet sich auf dem Hohen Meißner nur die höchste Erbebung von Nordosthessen - die Kasseler Kuppe.
Bergbau am Meißner
Der Braunkohlebergbau begann bereits nach 1560, nachdem man in einem Bach so genannte Glanzkohlestückchen gefunden hatte, und dauerte bis 1929 ausschließlich unter Tage an. Die Kohle wurde beispielsweise für den Salzsiedebetrieb in Bad Sooden-Allendorf und das große Kraftwerk in Kassel gefördert.
- Stinksteinwand & Schwalbenthal:
Ein guter Hinweis auf den jahrhundertelangen Ex-Bergbau am Meißner ist die so genannte Stinksteinwand, die sich im Schwalbenthal hoch oben am Osthang des Berges befindet: Früher wurde dort unter Tage Kohle abgebaut. Nachdem der Bergbau eingestellt wurde, haben sich dort bereits vor Jahrhunderten einige Kohleflöze entzündet, deren Abgase an die Oberfläche treten. Auch in jüngerer Zeit scheiterten sämtliche Versuche, diese schwelenden Flöze zu löschen, so dass man am Parkplatz im Schwalbenthal oft einen schwefelartigen Geruch von nicht völlig verbrannter Braunkohle wahrnehmen kann - teils sogar sehr stark. Das etwas unterhalb der Stinksteinwand am Berghang stehende Gasthaus Schwalbenthal ist das letzte Überbleibsel einer einstigen rund 10 Häuser umfassenden Bergbausiedlung, deren Häuser infolge von Erdrutschen abgerissen werden mussten.
- Bransrode
Auf der Nordwestseite des Bergmassivs wurde 1929 bezüglich des Braunkohleabbaus bei Bransrode - eine ehemalige Bergarbeitersiedlung - der letzte Untertagestollen geschlossen, doch man begann sogleich mit dem Basaltabbau, der dort sogar noch bis 2003 betrieben wurde.
- Kalbe:
Von 1949 bis 1974 wurde über Tage an der Kalbe Braunkohle gefördert, was nach wie vor noch gut zu erkennen ist: Nachdem die Pumpen abgestellt waren, bildete sich im ehemaligen Tagebau, dessen recht gleichmäßig abgestufte und recht hohe Basaltwände sehr beeindruckend sind, ein bis zu 30 m tiefer See. Nordöstlich und oberhalb dieses rund 20.000 m² großen Sees befindet sich die Basaltkuppe Kalbe, nach dem das Ex-Bergwerk benannt wurde. Um die Kohleflöze frei zu legen, mussten die darüber lagernden Basaltmassen abgebaut und wegeschafft werden: Diese wurden dann einfach über die Berghänge geschüttet, was auch heute noch an den dadurch entstandenen Halden gut zu erkennen ist. Meterhoch türmen sich an den Hängen oberhalb des Frau-Holle-Teichs teils große Basaltbrocken auf.
Sendeanlage
Der Hohe Meißner ist ein wichtiger Sendestandort des Hessischen Rundfunks. Er beherbergt neben Sendern für UKW und TV auch einen 200 Kilowatt starken Sender für die Mittelwellenfrequenz 594 kHz, der mit dem Sender Weiskirchen im Gleichwellenbetrieb betrieben wird.
Bergkuppen & Berge
- Kasseler Kuppe (753,6 m)
- Kasseler Stein (748 m)
- Kalbe (720 m)
- Heiligenberg am Meißner (583 m)
- Bühlchen am Meißner (537 m)
Aussichtsmöglichkeiten
Von verschiedenen Standorten auf dem Bergmassiv Meißner kann man herrliche Ausblicke genießen:
- Kalbe: Von der rund 720 m hohen Basaltkuppe blickt man hinüber zum Werratal, zum Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal, außerdem reicht der Blick bis zum Harz, zum Thüringer Wald und zur Rhön. Dieser Aussichtspunkt ist nur zu Fuß zu erreichen - z.B. am Frau Holle Teich vorbei.
- Schwalbenthal: Einfacher zu erreichen als die Kalbe befindet sich 100 m tiefer an einer Straßengabelungen ein ähnlich guter Aussichtspunkt: nur wenig unterhalb der bereits erwähnten Stinksteinwand befindet sich ein Parkplatz, von dem man aus rund 620 m Höhe eine herrliche Aussicht u.a auf das rund 420 m tiefer liegende Vockerode genießen kann, aber auch Richtung Thüringen hinüber blickt.
- Meißnerhaus: Von der südwestlichen Seite des Berges schaut man unter anderem zum Kellerwald, zum Habichtswald und zum Kaufunger Wald.
Weblinks
- Regierungspräsidium Kassel / Meißner* Werra-Meißner-Kreis
- Suche nach Hoher Meißner Infos mit: Yahoo
