Holunder
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| Holunder | ||||||||||||
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| Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) | ||||||||||||
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| Arten (Auswahl) | ||||||||||||
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Der Holunder (Sambucus) ist eine Gattung aus der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Er enthält insgesamt 25 Arten und kommt in Mitteleuropa in drei Arten vor, von denen die bekannteste der Schwarze Holunder ist.
| Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Schwarzer Holunder bildet große, rasch wachsende bis etwa sechs Meter hohe Sträucher. Auch bis etwa sechs Meter hohe Bäume mit mehr oder weniger ausladender Krone und meist krummen, oft verkrüppelten bis 40 cm starken Stämmen sind nicht selten. Die Krone, gleichgültig ob beim Strauch oder beim Baum, ist meist sehr ungleichmäßig entwickelt, lappig und häufig durch äußere Einwirkungen einseitig geworden. Seine weißen Blüten stehen in flachen, doldenähnlichen Blütenständen.
Kulturgeschichtliche Bedeutung
Der Schwarze Holunder hat viele volkstümliche Namen. Im Althochdeutschen bezeichnet man ihn als holantar oder holuntar. (»hohl«). Die Nachsilbe -tar bedeutet dabei Baum. Im mittel- und oberdeutschen Sprachraum ist das Wort Holunder, oft verändert durch dialektische Abwandlungen, allgemein üblich. Im Niederdeutschen, aber auch oft in Sachsen, spricht man von »Flieder«. Diese Bezeichnung gibt jedoch zu Verwechslungen mit dem Gemeinen Flieder Anlass. Als landschaftsgebundene Abwandlung des Wortes Holunder gelten zum Beispiel in Thüringen Hulandr, im bayrisch-österreichischen Dialekt Holler oder Hulla, im Elsaß Hollert, Hauler(t) oder Holdert, in der Schweiz und in Schwaben Holder(stock).
Anwendung
Die Blätter des Holunder wirken als Tee blutreinigend. Ein aus den Blüten gebrühter Tee wirkt dagegen schweißtreibend und die Abwehrkräfte aktivierend. Die gekochten Beeren regen den Stoffwechsel an und wirken gegen Rheuma und Ischias. Im unverarbeitenen Zustand führen die Pflanzenteile jedoch zu Brechreiz.
Holundersaft wird in der Getränkeindustrie teils ohne Zusätze, meist jedoch wegen der ergiebigen Farbe zusammen mit anderen Säften zu Süßmost verarbeitet. Bei der Ernte ist darauf zu achten, dass keine unreifen Beeren und Laubbestandteile mit verarbeitet werden. Unreife Beeren und grüne Pflanzenbestandteile enthalten das giftige, zum Erbrechen reizende Glykosid Sambunigrin.
Das markreiche Holz wurde nach Tacitus zur Bestattung verwendet. Heute nutzen es Bastler gerne zur Fertigung von Spielzeugen wie Pfeifen, Wasserspritzen sowie Knall- und Pusterohren. Es lässt sich gut schnitzen.
Systematik
Man unterscheidet unter anderem die folgenden Arten:
- Attich oder Zwergholunder (Sambucus ebulus)
- Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
- Roter Holunder (Sambucus racemosa)
- Kanadischer Holunder (Sambucus canadensis)
- Blauer Holunder (Sambucus caerulea)
Weblinks
- weitere Weblinks
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