Holzminden
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Einordnung: Ort in Niedersachsen
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| Wappen | Karte | ||
|---|---|---|---|
| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Niedersachsen | ||
| Regierungsbezirk: | Hannover | ||
| Landkreis: | Holzminden | ||
| Fläche: | 88,25 km² | ||
| Einwohner: | 21.215 (31.12.2002) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 240 Einwohner je km² | ||
| Höhe: | 115 m ü. NN | ||
| Postleitzahl: | 37603 | ||
| Vorwahl: | 05531 | ||
| Geografische Lage: | 51° 49' 0'' n. Br. 09° 26' 60'' ö. L. | ||
| Kfz-Kennzeichen: | HOL | ||
| Gemeindeschlüssel: | 03 2 55 023 | ||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Neue Straße 12 37603 Holzminden | ||
| Offizielle Website: | www.holzminden.de---- bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | stadt@holzminden.de |
| Politik | |||
| Bürgermeister: | Dr. Wolfgang Bönig (SPD) | ||
Holzminden liegt in Niedersachsen und ist Kreisstadt des Landkreises Holzminden.
Die Stadt liegt an der östlichen Uferseite der Ober-Weser am Nordwestrand des Solling.
| Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Erstmals erwähnt wurde Holzminden im 9. Jahrhundert als Holtesmeni, seit 1245 hat es die Stadtrechte. Im 13. Jahrhundert wurde die Burg der Grafen von Everstein gebaut, deren Ruinen erst 1860 endgültig abgebrochen wurden.
Von 1408 an gehörte die Stadt den Welfen, seit dem frühen 16. Jahrhundert zu deren Wolfenbütteler Linie (seit 1815 unter der Benennung Herzogtum Braunschweig, 1918 bis 1941 Freistaat Braunschweig).
Im Dreißigjährigen Kriege wurde Holzminden 1640 von kaiserlichen Truppen zerstört und niedergebrannt und erholte sich davon nur langsam.
Bis ins 20. Jahrhundert war es im wesentlichen eine Ackerbürgerstadt mit zahlreichen Handwerkern und einigem Handel.
Im 18. Jahrhundert erlebte Holzminden, besonders durch die Bemühungen des Oberjägermeisters Johann Georg von Langen, mit der Gründung des Eisenwerks und anderen Gewerbezweigen einen Aufschwung.
1831 wurde hier die älteste Baugewerkschule Deutschlands gegründet (heute die Fachhochschule Hildesheim-Holzminden, Fachbereiche Architektur und Bauingenieurwesen). Infolge von Reformen wurde die Stadt 1832 Sitz der Verwaltung des Kreises Holzminden. 1865 erhielt die Stadt Bahnanschluß.
Während einst die bodenständige Verarbeitung von Holz und Sollingsandstein eine beträchtliche Rolle spielte, sind es heute verschiedenartige Industrien. Schon 1874 wurde die Geruchs- und Geschmackstoff-Firma Haarmann & Reimer gegründet, in welcher das künstliche Vanillinaroma erfunden wurde. Dazu kam in der gleichen Branche das Dragoco-Werk. Im Jahr 2002 fusionierten die beiden Firmen zu dem Unternehmen Symrise. Noch heute gilt Holzminden als Zentrum der deutschen Riechstoff-Industrie.
In der Literatur ist Holzminden bekannt durch Wilhelm Raabe (1831 bis 1910),
der hier Kindheitsjahre verlebte und dessen Erzählungen teilweise hier spielen
Partnerstädte
Französische Partnerstadt ist Cherbourg in der Normandie.
Nachbarstädte
Auf der anderen, westlichen Uferseite liegt etwas weiter südlich und flussaufwärts Höxter, dort beginnt Nordrhein-Westfalen.
Geografie
Holzminden liegt an der Weser im Weserbergland. Südlich von Holzminden beginnt der Gebirgszug Solling, nördlich Vogler und Ith.
Ortsteile
- Allersheim eine Domäne, der Ort hat eine Brauerei
- Neuhaus und Silberborn sind Erholungsorte im Solling
Wappen
Persönlichkeiten
- Robert Wilhelm Bunsen (* 30. März 1811 †16. August 1899), deutscher Chemiker, entwickelte Bunsenbrenner
- Uwe Schünemann, niedersächsischer Innenminister (CDU)
- Eberhard Itzenplitz, Filmregisseur
- Nicolas Kiefer, Tennisspieler
Sehenswürdigkeiten
Das Tilly-Haus; hier wohnte der Feldherr Tilly während des Dreißigjährigen Krieges.
Wirtschaft
Holzminden ist das internationale Zentrum der Riech- und Geschmackstoffindustrie.
Den Grundstein für diesen Industriezweig legte 1874 Dr. Wilhelm Haarmann, dem gemeinsam mit Prof. Ferdinand Tiemann die Synthese von Vanillin - dem typgebenden Geschmackstoff der Vanilleschote - aus dem Rindensaft von Fichten gelang.
Er war auch der Gründer der Firma Haarmann & Reimer, die zusammen mit der auch in Holzminden ansässigen Firma Dragoco hier allein mehr als 2000 Mitarbeiter beschäftigte. 2003 haben diese beiden Firmen sich verbunden und das neue Unternehmen symrise ist entstanden. symrise steht an der Weltspitze der Duft- und Geschmackstoff-Herstellung, mit etwa 6000 Mitarbeitern.
Ein weiterer weltweit bekannter Konzern hat sein Hauptwerk ebenfalls in Holzminden, der Warmwassergeräteherstellers Stiebel Eltron mit etwa 1200 Mitarbeitern.
Verpackungsglas für die Spirituosen- und Nahrungsmittelindustrie erzeugen die Glashüttenwerke Holzminden mit etwa 500 Mitarbeitern. Besonderer Wert wird hierbei auf den hohen Einsatz von Altglas gelegt, um Energie und Rohstoffe optimal zu nutzen.
1906 gründeten in Holzminden Benno Heyne und Heinrich Penke die Firma Heyne & Penke mit dem Zweck der Herstellung imprägnierter Papiere. Alles fing mit der Veredelung von Papieren an, die für die Lebensmittelindustrie und im besonderen für die Süßwarenindustrie bestimmt waren. Heute kann Heyne & Penke eine breite Produktpalette vorweisen. Neben Papier werden auch weitere Rohstoffe wie Kunststofffolien, Aluminium und Zellglas verarbeitet.
Im Ortsteil Allersheim ist die gleichnamige Brauerei Allersheim ansässig, die mit ihrem Allersheimer Urpils weit über den Raum Holzminden bekannt ist. Die Industrie- und Gewerbestruktur Holzmindens wird darüber hinaus von weiteren zum Teil international bekannten Firmen der Elektroindustrie, Elektronik, Glasverarbeitungsindustrie, des Maschinenbaues und der Druckindustrie zusammen mit einer großen Anzahl leistungsstarker mittelständischer Handwerks-, Dienstleistungs- und Einzelhandelsbetriebe entscheidend mitbestimmt.
Schulen
Die so genannte Baugewerkschule wurde 1831/32 vom Kreisbaumeister Friedrich Ludwig Haarmann gegründet und ist somit die zweitälteste Bauschule Deutschlands, heute: Fachhochschule Hildesheim-Holzminden-Göttingen Studiengänge: Architektur, Bauingenieurwesen, Immobilienwirtschaft, Internationales Bauen, Bauchemie, ab WS 2003/04 auch ein Teil der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit. Die Fachhochschule wurde nun in die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst umbenannt.
= Weblinks
- weitere Weblinks
=
- offizielle Internetpräsenz der StadtFachhochschule Hildesheim-Holzminden-Göttingen
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