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Isländisches Hochland

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Das isländische Hochland muss begrifflich in zwei Bereiche unterteilt werden: 1)"heiði", das eigentliche Hochland; 2)"háls", worunter man einen breiten Gebirgssattel versteht, der eine gewisse Höhe von ca. 400 m überschreitet und unbewohnt ist. Ein Beispiel für letzteren wäre etwa die Gegend um den Langavatn nördlich von Borgarnes.

Das eigentliche Hochland (isl. "hálendið" oder "heiði") umfasst den Großteil des Landesinneren von Island, d.h. 56% der Fläche der Insel. Es liegt auf Höhen ab etwa 500 m und zeichnet sich durch seine Unbewohnbarkeit aus. Es handelt sich um eine durch das vulkanische Gesteinsmaterial der Insel meist grau-schwarz gefärbte edaphische Inlandswüste, in der zwar Niederschläge niedergehen, diese jedoch meist spurlos im Boden versickern.

Zum Hochland zählen im Grunde auch die zahlreichen Gletscher wie der Großteil des Vatnajökull, der Langjökull oder der Hofsjökull. An den Gletscherflüssen findet man auch etwas Vegetation. Andererseits sind sie wegen der immer wieder auftretenden Gletscherläufe, Flutwellen, die durch vulkanische Tätigkeit ausgelöst werden, auch recht gefährlich.

Einige ausgesprochen reizvolle Gegenden mit vulkanischer Aktivität liegen im Hochland wie Landmannalaugar oder die Gegend um Askja und Herðubreið.

Das Hochland kann nur während des isländischen Sommers (Juni - August) mit Fahrzeugen durchquert werden. Ansonsten sind die Hochlandpisten gesperrt. Die bekanntesten dieser Pisten sind die Kaldidalur, die Kjölur und die Sprengisandur-Route.


Für den KFZ-Verkehr im Hochland gilt generell, dass die Pisten nicht verlassen werden dürfen. Von Zerstörungen erholt sich die karge Vegetation erst nach Jahren. Auf manchen Routen existieren nicht überall Brücken, so daß Flüsse in Furten zu durchqueren sind.

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