John B. Watson
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Einordnung: Mann | Psychologe (20. Jh.) | US-Amerikaner
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John Broadus Watson (* 9. Januar 1878; †25. September 1958) war ein amerikanischer Psychologe, der die psychologische Schule des Behaviorismus begründete (1913: Behaviorism, 1919: Psychology from the Standpoint of a Behaviorist).
Watson übertrug das Konzept der Reiz-Reaktions-Steuerung von Verhalten und das Pavlow'sche Prinzip des klassischen Konditionierens von der Tier-Psychologie auf die Psychologie des Menschen, insbesondere auf die Kleinkindforschung. Pavlow ließ stets, wenn ein Hund gefüttert wurde, eine Klingel ertönen. Nach einiger Zeit reagierte der Hund bereits nur auf das Klingeln mit der Absonderung von Speichel, was sonst stets nur mit dem Füttern einherging. Der instinktive, unbedingte Reflex (Speichelfluss bei Fütterung) verbindet sich durch die wiederholte Präsentation jenes Reizes, der den bedingten Reflex auslöst (Futter), mit einem neutralen Reiz (Klingel), zu einem bedingten Reflex (Speichelfluss bei Klingeln). Watson präsentierte nun analog dazu wiederholt eine weiße Ratte (neutraler Reiz) stets mit einem furchterregend lauten Hammerschlag (Erschrecken als unbedingter Reflex) dem kleinen Jungen Albert sobald dieser die Ratte berührte. In der Folge entstand der bedingte Refelex des Erschreckens nur bei Anblick der weißen Ratte ohne Hammerschlag. Watson war der Auffassung, dass jegliches Verhalten und soziales Handeln - wogegen der Pragmatismus (John Dewey) und der Sozialbehaviorismus (George Herbert Mead) vehement Einspruch erhoben - auf entsprechende Reiz-Reaktionsverknüpfungen zurückgeht.
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