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John Maynard Keynes

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(* 5. Juni 1883 in Cambridge; † 21. April 1946 in Firle, East Sussex) war ein englischer Mathematiker und Ökonom.

Überblick

Keynes wurde als Sohn eines Verwaltungsbeamten geboren.

Er genoss eine Ausbildung an den Elite-Instituten Eton und King's College in Cambridge. Seine radikalen Ideen haben bis heute einen großen Einfluss auf ökonomische und politische Theorien (s.u. Weblinks!).

Mit dem Aufsatz Die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages kritisierte er 1919 die Deutschland auferlegten Reparationszahlungen als ökonomisch widersinnig.

Er wurde Mitglied des Bloomsbury-Kreises. Darin wurde ein liberales Gesellschaftsbild geübt. Dazu zählten gleichgeschlechtliche Erfahrungen und intellektueller Austausch. Zum Kreis zählten auch Virginia Woolf, Bertrand Russell und Ludwig Wittgenstein.

In der Abhandlung über Geldreform (1923) stellte Keynes die Zinsparitätentheorie vor.

Im Jahr 1925 heiratete er die Balletttänzerin Lydia Lopokova.

Sein Buch The General Theory of Employment, Interest and Money (1936) veränderte nachhaltig die Makroökonomik und wird häufig als das einflussreichste sozialkundliche Werk des 20. Jahrhunderts zitiert. Dies war stark vom schwarzen Freitag im Jahr 1929 geprägt.

Im Jahr 1942 wurde Keynes geadelt.

Keynes war englischer Verhandlungsführer bei der Reform des Weltwährungssystems in Bretton Woods (1944), konnte sich jedoch nicht gegen die US-amerikanische Position unter Harry Dexter White durchsetzen.

Im Speziellen assoziiert man seinen Namen meist mit seiner Wirtschaftstheorie bzw. mit seiner vehementen Befürwortung der Intervention des Staates in das Wirtschaftsgeschehen. Laut Keynes solle der Staat fiskalpolitische und monetäre Maßnahmen anwenden um die Auswirkungen von Rezessionen und Booms abzuschwächen. Â»Deficit spending« lautet seine Maxime. In schlechten Zeiten wird die Wirtschaft durch eine expansive Fiskalpolitik gestützt und Arbeitsloskeit verringert. In guten sollen die angehäuften Defizite durch verstärkte Sparanstrengungen wieder abgebaut werden (»Surplus saving«). Die Schwankungen der Wirtschaft können dadurch abgemildert werden.

Seine Ideen legten den Grundstein des heutigen Keynesianismus (auch keynesianische Schule) und wurden seither von Ökonomen dieser Schule weiterentwickelt.

Die eigentliche Botschaft seines Werkes ist, dass mikroökonomische Ideen im makroökonomischen Kontext völlig falsch sein können.

Akademisch gesehen ist der Keynesianismus eine Mischung aus Neoklassik und Keynesschen Einsichten (Allgemeine Theorie). Analytisch bietet er keine neuen Einsichten. Für ihn ist die Marktwirtschaft mit staatlicher Wirtschaftspolitik stabilisierbar. Keynes dagegen diagnostizierte die grundsätzliche Unfähigkeit der Marktwirtschaft, eine stabile Entwicklung zu garantieren.

In seiner Multiplikatortheorie griff er auch Ideen der Physiokratie François Quesnays auf.

Bertrand Russell bezeichnete Keynes als den intelligentesten Menschen, den er je traf.

Siehe auch: Keynesianisches Totalmodell

Werke

--InfoG 17:30, 24. Mär 2005 (CET)

Weblinks









--InfoG 16:30, 24. Mär 2005 (CET)






Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel John Maynard Keynes aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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