José Luis Borau
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Einordnung: Mann | Spanier | Filmregisseur
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José Luis Borau Moradell (* 8. August 1929 in Saragossa) ist ein spanischer Filmregisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent und Schauspieler. 2001 erhielt er den spanischen Filmpreis Filmpreis Goya für seinen Film Leo.
Borau begann 1949 zunächst ein Jurastudium in Saragossa. Nachdem er eine kurze Zeit als Filmkritiker der Tageszeitung Heraldo de Aragón gearbeitet hatte, besuchte Borau seit 1957 die Escuela Oficial de CinematografÃa in Madrid, die er 1961 mit dem Kurzfilm El RÃo (Der Fluss) erfolgreich abschloss.
Er galt als Hoffnungsträger des "Neuen Spanischen Kinos" in den 1960er Jahren, wandte aber im Gegensatz zu seinen auf psychologische Filme orientierten Zeitgenossen dem von Hollywood beeinflussten Spaghettiwestern (Brandy, 1963) bzw. Thriller (Crimen de doble filo, 1965) zu, allerdings mit bescheidenem kommerziellem Erfolg.
Aus der Arbeit an diesen Filmen zog er den Schluss, dass er ihn wirklich zufriedenstellende Filme nur unter eigener Kontrolle drehen könne und gründete 1967 seine eigene Produktionsfirma El Imán. Zehn Jahre lang drehte er vor allem Werbespots und produzierte Filme fremder Regisseure. Daneben war er Dozent für Drehbuch an der Escuela Oficial de CinematografÃa.
Sein erster Film unter vollständiger eigener Kontrolle ist 1973 der Polit-Thriller Hay que matar a B., der in Regie, Erzählkonstruktion und Schnitt seinen präzisen, minutiösen Stil erstmals zur vollen Geltung brachte.
Seinen größten kommerziellen Erfolg hatte Borau 1975 mit dem Krimi-Drama Furtivos, das als bedeutendstes Beispiel des spanischen Films im Spätfranquismus angesehen wird. Besonders die visuelle Inszenierung der Handlungen in den waldreichen Landschaften in der Umgebung von Madrid beeindruckt.
Nach La Sabina (1979) war er 1984 Regisseur der spanisch-amerikanischen Koproduktion Rio Abajo (US-Titel: On the Line) mit David Carradine und Victoria Abril. Nachdem er 1986 mit Tata mÃa (mit Imperio Argentina und Carmen Maura) einen weiteren großen Erfolg bei Kritikern und Publikum erzielt hatte, drehte er bis 1997, als Niño nadie erschien, keinen weiteren Film.
1993 machte Borau mit der TV-Serie Celia nach Geschichten von Elena Fortún auf sich aufmerksam, die er eigentlich nur schreiben und produzieren wollte, bei der er letztlich aber auch zum Teil Regie führte. Sie fand im spanischen Fernsehen ein beachtliches Publikum.
Von 1994 bis 1999 war er Präsident der Academia de las Artes y Ciencias Cinematográficas, 1995 gründete er seinen eigenen Verlag für Filmbücher, Ediciones El Imán.
2001 erhielt er für seinen Film Leo (2000) den Goya (Filmpreis) für die beste Regie.
Borau ist auch der Name eines Ortes in der spanischen Provinz Huesca und eines Ortes in Sachsen-Anhalt. Deutsch Borau ist darüber hinaus der deutsche Name des Ortes Beranovka in der Tschechischen Republik
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