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Josef Anton Poniatowski

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Fürst Józef Antoni Poniatowski (* 7. Mai 1763 in Wien; † 19. Oktober 1813 in Leipzig) war ein polnischer General, Marschall von Frankreich.

Poniatowski wurde als Sohn des Andreas (Andrzej) Poniatowski und seiner Gemahlin Thérèse Gräfin Kinský von Wchinitz und Tettau geboren und entstammte einer verhältnismäßig alten (notiert erst 1522), aber wenig bekannten polnischen Adelsfamilie des Mitteladels, die erst durch die Unterstützung des Schwedenkönigs Karl XII. für Josefs Großvater, den späteren Wojewoden Stanisław Poniatowski, der als Diplomat im Dienste Schwedens wirkte, nach oben kam. Josefs Vater gelang es 1765, neben dem polnischen Fürstentitel auch den deutschen Reichsfürst en -Titel zu bekommen. Josefs Onkel war der letzte gewählte polnische König Stanislaus II. August, Regent von 1764-95 (der allerdings die drei polnischen Teilungen nicht verhindern konnte und letztlich abdankte, aber bei seiner Krönung seine drei Brüder zu Fürsten erhob, trotz des Widerstandes des Sejm).

Josefs Vater war General in österreichischen Diensten, starb aber bereits als sein Sohn 10 Jahre alt war. Deshalb übertrug ihm der Onkel mehrere Güter zur finanziellen Absicherung und überwachte dessen Erziehung. 1779 wurde er nach Warschau geholt und mit dem Hofleben vertraut gemacht.

Am 7.2.1780 tritt Poniatowski in das österreichische Heer ein, 1781 wird er zum Sekondrittmeister, 1782 zum Eskadronchef und 1784 zum Major befördert. 1784 geht er nach Lemberg in Galizien, um dort in der neuen Ulanendivision polnische Soldaten auszubilden. 1785 wird er zum zweiten und 1786 zum ersten Oberstleutnant im Chevaulegersregiment des österreichischen Kaisers ernannt und schließt in dieser Zeit Freundschaft mit dem späteren österreichischen General Mack.

Mit Kaiser Joseph II. geht er im Januar 1788 zur Vorbereitung des Krieges gegen die Türken nach Pest, im April 1788 wird Poniatowski bei der Erstürmung der Festung Sabac (in der Nähe von Belgrad) am Oberschenkel schwer verwundet.

Am 19. Mai 1792 erklärt Rußland Polen den Krieg. Fürst Poniatowski, zum Oberbefehlshaber des polnischen Heeres ernannt, gewinnt am 18. Juni die Schlacht bei Zielence und wird zum Urheber der Stiftung des Orden Virtuti Militari. Er erhält auch das einzige im 18. Jahrhundert verliehene Komturkreuz dieses Ordens. Nach dem verlorenen Krieg und der 2.Teilung Polens in 1793 geht Fürst Josef ins Exil nach Wien und Brüssel, kehrt jedoch 1794 nach Polen zurück, um am Tadeusz Kosciuszko s - Aufstand teilzunehmen, wo er u.a. an den Kämpfen um Warschau teilnimmt. Mit der dritten Teilung endet 1795 die Existenz Polens. Als 1798 sein Onkel und polnischer König Stanislaw August in Rußland stirbt, reist Poniatowski nach St. Petersburg und wird vom neuen russischen Zaren Paul I. empfangen.

1802 reist er nach Berlin und knüpft durch Vermittlung seines Freundes Fürst Anton Radziwill Beziehungen zum preußischen Hof; im Ergebnis wird ihm ein Teil seiner konfiszierten Güter wieder zurückgegeben. Gleichzeitig erhält er von König Friedrich Wilhelm III. die Ritterwürde des Schwarzer Adlerordens und des Roter Adlerordens.

Nach der Niederlage 1806 Preußens gegen Napoleon wird Poniatowski polnischer Kriegsminister und baut eine neue polnische Armee mit 40.000 Mann auf. Napoleon selbst und einige seiner Marschälle bestimmen aber, was Poniatowski zu tun hat. Nach dem Tilsiter Frieden 1807 wird das Herzogtum Warschau unter dem Szepter des sächsischen Königs gebildet und Poniatowski wird Kriegsminister der Regierung in Warschau sowie Oberbefehlshaber der polnischen Truppen.

Im Krieg mit Österreich 1809 konzentriert Poniatowski 15.000 Mann vor Warschau, im Ergebnis eines Waffenstillstandes mit Erzherzog Ferdinand muß er aber das rechte Weichselufer räumen obwohl er die Schlacht bei Raszyn gewinnt. Danach beginnt er einen erfolgreichen Eroberungsfeldzug in Galizien; am 2.6. müssen die Österreicher Warschau räumen. Nun marschieren aber die Russen in Galizien ein; Verhandlungen Poniatowskis mit ihnen scheitern. Nach dem Sieg Napoleons in der Schlacht bei Wagram ändert sich aber die Lage und am 15.7.1809 kann Fürst Poniatowski an der Spitze seiner Vorhut in Krakau einziehen. Napoleon ehrt ihn mit der Übersendung eines goldenen Ehrensäbels und ernennt ihn zum Großoffizier der französischen Ehrenlegion.

Im Januar 1810 kehrt er nach Warschau zurück und fährt im Februar nach Dresden, um mit dem sächsischen König eine erneute organisatorische Veränderung in der Armee zu besprechen; dieser besucht noch im gleichen Jahr Warschau und Krakau.

Im März 1812 wird unter Louis-Alexandre Berthier aus den drei Divisionen des Herzogtums das V. Korps der Großen Armee gebildet. Im Juni übernimmt Poniatowski den Oberbefehl über das Korps und rückt unter dem Kommando des Königs von Westfalen, Jerome (einem Bruder Napoleons), ins Feld.

Er nimmt mit seinen Truppen an den Schlachten von Smolensk und Borodino teil und zieht am 15. September 1812 mit Napoleon in Moskau ein. Dort bleibt er aber nur zwei Tage und verfolgt anschließend die russischen Truppen au der Kalugaer Chaussee.

Nach der Überquerung der Beresina erreicht Poniatowski über Wilna am 13.12. Warschau und begibt sich von dort nach Krakau, wo er sofort mit dem Aufbau einer neuen polnischen Armee beginnt.

Ein Angebot Preußens und Rußlands (Anfang 1813) zum Abfall von Napoleon lehnt er wieder strikt ab, seine 14.000 Mann starke Truppe wird im Juni 1813 als VIII. Korps in die Große Armee Napoleons eingegliedert und er selbst wird den französischen Marschällen gleichgestellt.

Während des Waffenstillstandes trifft er in Dresden mit Napoleon zusammen. Beim Marsch auf Leipzig bildet sein Korps die Nachhut.

In der Völkerschlacht bei Leipzig bilden seine Truppen den rechten Flügel der im Süden und Südosten von Leipzig aufgestellten Truppen Napoleons.

Am 15. Oktober 1813 ernennt der französische Kaiser Poniatowski zum Marschall von Frankreich.

Nach der verlorenen Schlacht wird Poniatowski Befehlshaber der Nachhut und deckt den Rückzug Napoleons.

Durch die vorzeitige Sprengung der Elsterbrücke ist ihm selbst der Rückweg abgeschnitten; als er nach mehren Verwundungen versucht, die Elster mit dem Pferd zu überqueren, ertrinkt er im Fluss. Erst am 24.10. wird sein Leichnam von Fischern gefunden. Die Leiche wird in der Johanniskirche der Grimmaischen Vorstadt aufgebahrt, einbalsamiert und nach der Überführung nach Polen am 10.September 1814 mit Zustimmung des russischen Zaren im Gewölbe der Heiligkreuzkirche im Zentrum von Warschau bestattet, später nach Krakau überführt und am 22.Juli 1817 in der Königskrypta der Wawel -Kathedrale beigesetzt. Die Ehre, neben Königen und Königinnen zu ruhen, wurde nur ihm, Tadeusz Kościuszko und Józef Piłsudski zuteil.

Im Jahre 1829 errichtete man sein schönes Reiterdenkmal in Warschau, eine Arbeit des dänischen Bildhauers Bertel Thorwaldsen, die der Mark Aurel Statue auf dem Kapitol in Rom nachempfunden war. Von den Nazis zerstört, wurde die Statue 1947 nachgegossen und als Geschenk des dänischen Volkes nach Warschau übersandt. Heute steht sie auf dem Ehrenhof des Präsidentenpalais in Warschau.

Fürst Josef Poniatowski (genannt Le bel Prince Pepi ) hat bei unzähligen Liebesgeschichten niemals geheiratet und nur einen einzigen Sohn mit einer seiner Freundinnen, Zofia Czosnowska geb.Gräfin Potocka gezeugt: Józef Karol Maurycy Ponitycki (*am 18. Dezember 1809 in Warschau, † am 18.Februar 1855 in Tlemcen, Provinz Oran), der nach 1830 in die französische Armee eintrat und es zum Generalmajor und Offizier der Ehrenlegion brachte.

Literatur









Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Josef Anton Poniatowski aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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