Kairo
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Einordnung: Hauptstadt | Ort in Ägypten
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Kairo (arab. القاهرة, al-Q�?hira - "die Siegreiche") ist die Hauptstadt von Ägypten und größte Stadt Afrikas. Von Ägyptern wird die Stadt oftmals auch einfach mit dem Landesnamen - مصر, hocharabisch Misr, ägyptisch-arabisch Masr - bezeichnet.
Kairo hat 7.609.700 Einwohner, als Agglomeration 15.863.300 (Stand jeweils 1. Januar 2004).
Es liegt im Nordosten des Landes auf dem rechten Nilufer und umfasst auch die beiden Inseln Gezīra (الجزيرة, mit dem Stadtteil Zamalek) und R�?da (الروضة). Ihr gegenüber liegt am linken Ufer Gizeh.
Nördlich der Stadt erstreckt sich bis zum Mittelmeer das Nildelta. Im Westen befinden sich die Pyramiden von Gizeh. Im Süden liegt das alte Memphis.
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Geschichte
Im Ägypten des Altertums spielte Kairo keine große Rolle. Im heutigen Stadtgebiet lag der Ort Cheri-aha, wo nach der ägyptischen Mythologie die Götter Horus und Seth einander bekämpfen. Die erste griechische Siedlung wurde um 100 n. Chr. unter dem Namen Babylon errichtet. 641 eroberten die Araber das römische Lager, das am selben Ort errichtet wurde. Der Eroberer Amr ibn al-As gründete hier die erste arabische Stadt in Ägypten unter dem Namen al-Fustat. Der mächtige Feldherr der Fatimiden, Gawhar ("Dschafar"), eroberte die Stadt 969. Gawhar, ein ehemaliger sizilianischer Sklave, der zum Islam übergetreten war, gründete eine neue Residenzstadt und nannte sie al-Q�?hira. Das ist der bis heute gültige Name für die Stadt. Kairo wurde in seiner Geschichte mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Unter den Fatimiden wurde der Komplex der Azhar-Moschee gebaut, in dem sich später die sunnitische Lehranstalt und heutige Al-Azhar-Universität befindet.
Stadtteile
Innenstadt
Die Innenstadt lässt sich grob in einen traditionellen und einen modernen Teil einteilen. Das traditionelle Kairo liegt abseits des Nils vor der Zitadelle und dem Berg Muqattam (المقطّم). Es umfasst hauptsächlich das islamische Kairo rund um die Azhar- und andere Moscheen. Des Weiteren sind hier die Wohnviertel nördlich, östlich und südlich des Viertels um die Azhar-Moschee zu nennen, so etwa B�?b el-Khalq (باب الخلق), Darb el-Ahmar (الدرب الأØÙ…ر), el-MÅ«skÄ« (الموسكي) oder Sayyida Zeinab (السيّدة زينب, es-Sayyeda ZÄ“nab). Neben den Ausgrabungen von al-Fustat im Süden liegt das koptische Viertel oder Alt-Kairo (مصر القديمة, hocharabisch Misr al-qadÄ«ma, ägyptisch-arabisch Masr el-edÄ«ma). Eine Besonderheit ist die sog. "Totenstadt" südöstlich des islamischen Viertels, eine Nekropole, die bewohnt ist und sich heute (fast) wie ein normales Stadtviertel gibt.
Das moderne Kairo besteht aus den Geschäftsvierteln, die vom MÄ«d�?n et-TahrÄ«r (ميدان Ø§Ù„ØªØØ±ÙŠØ±), dem MÄ«d�?n el-ÅŒper�? (ميدان الأوبرا), dem Ramses-Bahnhof (Ù…ØØ·Ø© رمسيس, Mahattat RamsÄ«s) und dem Nil eingegrenzt werden. Westlich davon befindet sich das Viertel Zamalek (الزمالك, ez-Zam�?lek) auf der Insel GezÄ«ra, südwestlich Garden City (جاردن سيتي), wo viele Botschaften untergebracht sind.
Ob für jung oder alt, Kairo bietet etwas für alle Altersklassen.
Die Pyramiden als kulturelles Erbe oder das heiße Nachtleben Kairos.
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Vororte
Der wohl bekannteste Vorort ist Heliopolis (مصر الجديدة, hocharabisch Misr al-DschadÄ«da, ägyptisch-arabisch Masr el-GedÄ«da) im Nordosten der Stadt. Im Süden liegt das relativ teure Maadi (المعادي, al-Ma'�?dÄ«). Andere Vororte sind Shubr�? (شبرا, Shubr�?) im Nordwesten mit einem großen Anteil von Kopten oder Helw�?n (ØÙ„وان) südlich von Maadi. Weiter außerhalb ist zu unterscheiden zwischen ehemaligen Dörfern und Städten, die sich in die Peripherie Kairos integriert haben, und den auf dem Reißbrett geplanten Satellitenstädten, die sich teilweise direkt an Kairo anschließen, teilweise bis zu 100 km von der Innenstadt entfernt in der Wüste liegen. Für letztere sind auf der rechten Nilseite u.a. Nasser City (مدينة الناصر, MedÄ«net en-N�?ser) oder 15th of Ramadan City (مدينة ١٥ من رمضان, MedÄ«net Chamastaschar men Ramad�?n) zu nennen, auf der linken Seite 6th of October City (مدينة Ù¦ أكتوبر, MedÄ«net Sitta Okt�?bar) oder Sadat City (مدينة السادات, MedÄ«net es-S�?d�?t).
Verkehr
Die Hauptstadt besitzt einen internationalen Flughafen (im Stadtteil Heliopolis). Das ägyptische Niltal kann von Alexandria im Norden bis Assuan im Süden mit der Eisenbahn befahren werden. Ansonsten ist das gesamte Land von Kairo aus mit Fernbussen zu erreichen.
Rund zwei Millionen Autos blockieren die sehr dicht besiedelte Stadt mit einem gigantischen Hupkonzert. In der Stadt bewegt man sich mit Bus, Metro oder Taxi. Die Metro besteht momentan aus zwei Linien:
- Linie 1 führt in Nord-Süd-Richtung von New El Marg (المرج الجديدة el-Marg el-dschadÄ«da) nach Helw�?n (ØÙ„وان). Sie besteht aus zwei Vorortlinien, die bis 1989 durch einen Innenstadttunnel miteinander verbunden wurden.
- Linie 2 ist im Gegensatz dazu eine Voll-U-Bahn: sie wurde in den 1990er Jahren gebaut und verläuft in der Innenstadt unterirdisch, in den Außenbezirken oberirdisch. Die Linienführung ist ebenfalls Nord-Süd - von Shubra (شبرا الخيمة Shobr�? el-ChÄ“ma) nach Giza Suburban (ضواØÙŠ Ø§Ù„Ø¬ÙŠØ²Ø© Daw�?hÄ« el-GÄ«z�?) -, jedoch verläuft sie in der Innenstadt in Ost-West-Richtung. Sie kreuzt zweimal mit Linie 1 (Stationen أنور السادات Anwar as-S�?d�?t und ØØ³Ù†ÙŠ Ù…Ø¨Ø§Ø±Ùƒ HosnÄ« Mub�?rak). Die Linie kreuzt den Nil in einem Tunnel.
- Linie 3 ist im Bau. Sie verläuft in Ost-West-Richtung und soll im Nordosten den Flughafen anbinden. Auch hier ist eine Untertunnelung des Nils geplant.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter
- Miguel Abloniz, (*29. Mai 1917) - italienischer Musiker und Komponist
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