Kajak
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Einordnung: Schiffstyp | Sportgerät | Kanusport
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Dies ist der Artikel über Kajak-Boote. Kajak ist auch der Name einer Musikgruppe. Eine weitere Musikgruppe schreibt sich Kayak.
Kajaks sind kleine kiellose Boote. Sie werden in Fahrtrichtung sitzend mit einem Doppelpaddel bewegt und sind meist für eine oder zwei Personen, im Rennsport bis zu vier Personen, ausgelegt. Kajaks wurden in der Arktis von den Inuit (Eskimos) entwickelt. Dort wurden schnelle und wendige Kanus für die Jagd benötigt.
Die Inuit bauten die Kajaks aus Holz und Knochen. Der Rahmen wurde mit Tierfellen bespannt. Ähnliche Boote verwendete auch die Bevölkerung der Aleuten für die Jagd auf dem Meer: die so genannten Baidarkas.
Im 20. Jahrhundert: Blütezeit der Faltboote (faltbare Kajaks aus Holz- oder Metallgerüst und mit PVC-beschichtetem Stoff bespannt). Moderne Kajaks sind aus Kunststoff (meist Polyethylen oder glas-, kohlenstoff- bzw. aramidfaserverstärktem Kunststoff) oder Holz gefertigt. Aber v.a. in Grönland wird auch die traditionelle Kajakbauweise immer noch angewendet, wobei die Haut heute meist aus imprägnierter Leinwand besteht.
Die Inuit entwickelten auch eine Technik, um sich bei Kenterung schnell und ohne aussteigen zu müssen wieder aufrichten zu können. Der Begriff Eskimorolle (auch Kenterrolle genannt) stammt daher.
Es gibt heute verschiedene Kanusportarten.
Das Seekajak und der Seekajaksport
Das Seekajak ist entsprechend der besonderen Situation auf dem Meer zu paddeln konstruiert und ausgerüstet. Merkmale sind Länge und guter Gradeauslauf. Es fehlt bei diesem Sport im Gegensatz z.B. zum Flusswandern in der Regel das nahe Ufer.
Das handelsübliche Seekajak hat die Form des ursprünglichen Kajaks der Inuit. Ursprünglich war es ein Jagdgerät, das Seekajak ist ein Sportgerät, welches Ausrüstungsgegenstände wie Zelt, Schlafsack und Verpflegung aufnehmen können muss. Das Seekajak muss den besonderen Bedingungen auf See, den Wetterveränderungen, eventuellen Kenterungen und dem erforderlichen Sicherheitsstandards entsprechen. Der Fahrer muss in der körperlichen Verfassung sein die vorgenommene Strecke auch bei Veränderungen der Umgebungsbedingungen zu bewältigen.
Der Fahrer soll mit besonderer Kleidung, Signalmitteln, Funkgerät o.ä. ausgerüstet sein. Er sollte durch Beherrschung von Techniken wie Eskimorolle oder Wiedereinstieg mit oder ohne Hilfsmittel in der Lage sein Situationen wie eine Kenterung in kaltem Wasser sicher zu beherrschen. Alleinfahrten sind nicht zu empfehlen.
Der Seekajaksport wird in Europa seit ca. 1930 aktiv betrieben. Früher zumeist in Faltbooten, heute werden GFK- oder PE-Boote verwendet, wenngleich das Faltboot besonders bei Bahn- und Fernreisen nach wie vor Vorteile hat. Spektakuläre Reisen per Seekajak sind beispielsweise Fahrten in Feuerland, Arktis und Antarktis, Küstenfahrten um Großbritannien.
Wildwasserkajak
Das Wildwasserkajak ist für Fahrten auf dem Wildwasser konstruiert. Merkmale sind Kürze und Wendigkeit. Wildwasserkajaks werden in mehrere Untergruppen unterschieden: Rodeoboot, Riverrunner (Funcruiser), Creeker, Slalomboot und Squirter. Die einzelnen Typen sind für verschiedene Wildwasser-Schwierigkeitsgrade des Wildwasserpaddelns ausgelegt.
Vertretung in Deutschland:
- SALZWASSERUNION e.V. Verband der Seekajakfahrer
- DKV Deutscher Kanuverband.
Weblinks
- weitere Weblinks
- Deutscher Kanu Verband www.kanu.de/
- Kajak-Channel www.kajak-channel.de/
- Österreichische Kajak Site www.kajak.at/
- International Canoe Federation www.canoeicf.com
- European Canoe Association www.canoe-europe.org
- Selbstbau von Kajaks und Kanadier www.harpoon-boats.de
- Suche nach Kajak Infos mit: Yahoo
