Kamenz
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Einordnung: Ort in Sachsen
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| Wappen | Karte | ||
|---|---|---|---|
| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Sachsen | ||
| Regierungsbezirk: | Dresden | ||
| Landkreis: | Kamenz | ||
| Fläche: | 53,15 km² | ||
| Einwohner: | 18.606 (31. Dezember 2002) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 350 Einwohner je km² | ||
| Höhe: | 173 m ü. NN | ||
| Postleitzahl: | 01917 | ||
| Vorwahl: | 03578 | ||
| Geografische Lage: | 51° 16' n. Br. 14° 51' ö. L. | ||
| Kfz-Kennzeichen: | KM
| ||
| Amtlicher Gemeindeschlüssel: | 14292210 | ||
| Gliederung des Stadtgebiets: | 11 Stadtteile | ||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 01917 Kamenz | ||
| Offizielle Website: | www.kamenz.de---- bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | stadtverwaltung@kamenz.de |
| Politik | |||
| Bürgermeister: | Roland Dantz (parteilos) | ||
Die Lessingstadt Kamenz (obersorbisch Kamjenc, wörtlich kleiner Ort am Stein) ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises am Hutberg in der westlichen Oberlausitz im Freistaat Sachsen. Etwa 40 km südwestlich liegt Dresden und etwa 25 km nordöstlich Hoyerswerda.
| Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Die Stadt liegt an der Nahtstelle zwischen Flacher Teichlandschaft im Norden und dem Lausitzer Bergland im Süden und flachwelliger Heide. Durch Kamenz fließt die Schwarze Elster.
Geschichte
- Ende des 12. Jahrhunderts Errichtung einer Burg zur Sicherung des Übergangs der Via Regia (Hohe Straße) über die Schwarze Elster, und planmäßige Verlegung der Stadt (heutige Altstadt).
- 1225 zum ersten Mal urkundlich erwähnt,
- seit 1319 freie Stadt
- 1346 im Oberlausitzer Sechsstädtebund
Wirtschaft
Die Stadt beherbergt vorwiegend kleinere und mittlere Betriebe aus den Bereichen Textil, Maschinenbau, Kaolinverarbeitung und Plastikverarbeitung. Weiterhin liegt hier der Sitz einiger sächsischer Landesbehörden (z.B. Landesamt für Statistik). Zunehmend gewinnt der Tourismus an Bedeutung.
Stadtgliederung
Die Stadt besteht neben Kamenz aus den Stadtteilen Jesau, Wiesa, Thonberg, Lückersdorf, Gelenau, Bernbruch, Deutschbaselitz, Zschornau, Schiedel und Hennersdorf.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
- Stadttheater
- Hutbergbühne Kamenz (eine Open-Air Waldbühne für bis zu 10.000 Zuschauer)
Museen
- Museum der Westlausitz
- Lessingmuseum
Bauwerke
- Kamenzer Rathaus (erbaut 1848 bis 1849, italienischen Neorenaissance)
- Andreasbrunnen
- Rote Turm, Mönchsmauer, Pichschuppen (erhaltener Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung)
- Evangelische Hauptkirche St. Marien (erbaut 1275 - 1479, spätgotische Hallenkirche)
- Klosterkirche St. Annen (geweiht 1499)
- Katechismuskirche (Wehrkirche aus dem Jahr 1358)
- Lessing-Gedenkstätte (an dem Ort stand das Geburtshaus Lessings)
- Lessing-Haus
Natur
- Parkanlage - Hutberg (294 m) - mit Rhododendren, Azaleen und verschiedenartigen Gehölzen.
- Etwa 32% des umgebenden Landkreises stehen unter Landschafts- bzw. Naturschutz mit gut ausgebauten Rad- und Wanderwegen.
Regelmäßige Veranstaltungen
- Kamenzer Lessing-Tage (jahrlich im Januar und Februar)
- Kamenzer Forstfest (jährlich in der Woche in die der 24. August (Sankt Bartholomäustag) fällt)
- Kamenzer Nasenfest (Stadtfest mit dem so genannten Nasenmarkt, jeden 3. Oktober)
- Karneval in Kamenz
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
Bekannt ist die Stadt als Geburtsort des Dichters Gotthold Ephraim Lessing, dessen Vater, Johann Gottfried Lessing, Pastor an der Hauptkirche St. Marien war. Das Geburtshaus Lessings wurde beim letzten großen Stadtbrand 1842 vernichtet, doch erinnert heute ein sorgfältig geführtes Museum an den berühmtesten Sohn der Stadt.
Einer der bedeutendsten deutschen Maler der Moderne, Georg Baselitz ist 1938 als Hans-Georg Kern in Deutschbaselitz (heute ein Ortsteil von Kamenz) geboren.
Bruno Richard Hauptmann, der wegen der Entführung und der Ermordung des Lindberghs Kindes verurteilt und hingerichtet wurde, wurde am 26. November 1899 in Kamenz geboren.
Sonstiges
Kulinarische Spezialitäten
Eine besondere Kamenzer Spezialität sind die Kamenzer Würstchen. Eine sehr würzige Mischung aus Wiener und Knacker die warm gegessen wird.
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