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Kanban

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--InfoG 17:00, 24. MĂ€r 2005 (CET)
- Kanbansteuerung -- 16:55, 22. Okt 2004 (CEST)

Kanban (japanisch = Karte) ist eine Methode der Produktionsablaufsteuerung nach dem Hol- beziehungsweise Zurufprinzip und orientiert sich ausschließlich am Bedarf einer verbrauchenden Stelle im Fertigungsablauf. Selbststeuernde Regelkreise auf Workflow-Ebene bilden das Kernelement dieser flexiblen Produktionssteuerung. Es ermöglicht eine nachhaltige Reduzierung der BestĂ€nde bestimmter Zwischenprodukte.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Kanban wurde in den 1950er (genauer 1947) Jahren vom Toyota Konzern in Japan entwickelt.

Ablauf

Eine Standardmenge wird entnommen, an die vorgelagerte Produktionsstufe wird im Gegenzug eine Karte zurĂŒckgegeben. Material- und Informationsfluss verlaufen also in gegenlĂ€ufige Richtungen.

Auf der Karte befinden sich normalerweise mindestens die Teilebezeichnung, die StandardfĂŒllmenge pro BehĂ€lter, die Materialquelle und die Materialsenke.

Es wird im Allgemeinen zwischen "Karten-Kanban" und "Kisten-Kanban" unterschieden. Beim "Kisten-Kanban" ist die Karte als Etikett fest an der Kiste angebracht. Die Kiste kehrt zwangslĂ€ufig als auslösendes Element zur Quelle zurĂŒck und wird dort neu befĂŒllt. Im "Karten-Kanban" kann der BehĂ€lter den gleichen Weg nehmen wie die Karte, der BehĂ€lterverkehr kann aber auch völlig unabhĂ€ngig von den KanbanablĂ€ufen geregelt sein.

Ziele

Neben einer hohen Liefertreue soll Kanban insbesondere fĂŒr einen geringen Lagerbestand und somit geringe Kapitalbindung sorgen. Materialforderungen an vorgelagerte Abteilungen erfolgen gleichmĂ€ĂŸiger. Die Mitarbeiter in diesen Abteilungen sind gleichmĂ€ĂŸig ausgelastet.

Probleme

Obwohl sich das System einfach anhört, ist die Umsetzung ein sehr komplexes Thema. An der Verbrauchsstelle muss Platz sein fĂŒr mindestens zwei Gebinde jeden Teils. Die GebindegrĂ¶ĂŸe und die Anzahl der Gebinde ist abhĂ€ngig, von den rĂ€umlichen Maßen der einzelnen Artikel, dem Materialbedarf pro Tag, dem angestrebten Sicherheitsbestand, der angestrebeten Reichweite des Vorrats und somit der Frequenz des AuffĂŒllens und dem Platzangebot an der Verbrauchsstelle. Die Vorfertigung und der innerbetriebliche Transport mĂŒssen abgewickelt werden können, ehe der Vorrat an der Verbrauchsstelle erschöpft ist.

Es gibt zudem auch ProduktionsablĂ€ufe wo statt nach Verbrauch auf Halde produziert wird; beispielsweise Kunstoffteile oder Stanzteile. Das Einrichten der Maschinen (Formenwechsel beziehungsweise Werkzeugwechsel) dauert lange und die Anlaufverluste (Ausschuss) sind einfach zu hoch. Hier wird entweder nach Durchschnittsverbrauch, aufgrund eines Absatzplans oder eines Regelkreises mit Auslösebestand, Mindestbestand, Höchstbestand und eventuell optimaler LosgrĂ¶ĂŸe der Bedarf einer bestimmten Periode befriedigt.

Einsatzgebiete

Das System lÀsst sich sehr gut bei einstufiger Produktionstiefe (Endproduktfertigung) zur Versorgung der Fertigungseinrichtungen mit Teilen aus dem Lager einsetzen. Eine Reduzierung des Lagerbestands ist dann allein damit aber nicht möglich.

Kanban lĂ€sst sich generell in den meisten Fertigungsbereichen einsetzen, unabhĂ€ngig ob die Teile aus dem Lager entnommen oder erst gefertigt werden. In grĂ¶ĂŸeren FertigungsstĂ€tten muss das Holen der Teile (und damit die automatische Bedarfsmeldung) durch ein selbststĂ€ndiges innerbetriebliches Transportwesen erfolgen. Insbesondere fĂŒr relativ standardisierte Produkte mit geringer Variantenanzahl bei relativ konstanter Nachfrage ist Kanban geeignet.

Letztlich eignet sich Kanban insbesondere fĂŒr Reihenfertigung, aber auch fĂŒr Werkstattfertigung.

Kanban ist ungeeignet fĂŒr Einzelfertigung. Auch der Einkauf von Rohmaterial und Teilen lĂ€sst sich darĂŒber nicht abwickeln. Ebenso ist es nicht geeignet bei Großabnehmern, wo just in time angeliefert wird oder bei sperrigen Teilen (beispielsweise Verpackungen), die jeweils in LKW- beziehungsweise ContainergrĂ¶ĂŸe angeliefert werden.

EinfĂŒhrung

Um Kanban in Unternehmen einzufĂŒhren, ist neben einer Reorganisation logistischer Begebenheiten die Ausgestaltung eines adĂ€quaten Verfahrens zur Produktionsplanung und -regelung erforderlich.





Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Kanban aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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