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Kanton Waadt

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|- !colspan="2" align=center bgcolor="#DEFFAD" | Basisdaten |- |Hauptstadt: || Lausanne |- |Fläche: || 3'212 km² |- |Einwohner: || 626'200 (2002) |- |Bevölkerungsdichte: || 195 Einw./km² |- |Beitritt zur Eidgenossenschaft: || 1803 |- |Abkürzung: || VD |- |Sprachen: || Französisch |- |Website: || Kanton Waadt- !colspan="2" align=center bgcolor="#DEFFAD" | Karte |- |colspan="2" align=center | |} Der Kanton Waadt ist ein Kanton im Westen der Schweiz.

Deutsch: Waadt; Französisch: Vaud; Italienisch: Vaud; Rätoromanisch: Vad; Englisch: Vaud.

Der Kanton wird als die Waadt oder auch als das Waadtland bezeichnet, im Französischen Pays de Vaud. Die Einheimischen werden als Waadtländer, im Französischen als Vaudoises bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Kanton Waadt liegt im Westen der Schweiz. Die Waadt erstreckt sich vom Genfersee zum Neuenburgersee. Sie grenzt im Norwesten an die französischen Départements Ain, Jura, und Doubs, im Südwesten an den Kanton Genf, im Südosten an das Wallis, im Osten an die Kantone Freiburg und Bern und im Nordosten an Neuenburg. Über dem Genfersee hinaus grenzt das Waadtland an das Département Haute-Savoie.

Der Nordosten des Waadtlands befindet sich in der Jura, der Südwesten in den Alpen. Der Rest befindet sich im Mittelland.

Im Nordosten bildet der Bezirk Avenches eine vom Kanton Freiburg umgeschlossene Exklave. Auf der anderen Seite besitz Freiburg drei Enklaven in der Waadt. Es existiert zudem die Genfer Enklave Céligny im Südosten des Waadtlands.


Lage des Kantons

Bevölkerung

Der Kanton in der Suisse Romandie ist französischsprachig und vorwiegend protestantisch.

Die meisten Waadtländer leben in der Agglomeration Lausanne mit rund 275'000 Einwohnern, in der Agglomeration Montreux-Vevey (70'000 E.) sowie in Yverdon-les-Bains. Nyon wiederum gehört eher zur Agglomeration Genfs.

Weitere bedeutende Ortschaften sind Morges, Renens sowie Rolle.

Wirtschaft

Die Hauptstadt Lausanne ist das wirtschaftliche Zentrum der Waadt. Um die Hauptstadt ist der Industriesektor tätig. In der Stadt selbst hat der Dienstleistungssektor mit einem Anteil von 72% die Oberhand. In Lausanne ist die EPFL, die École Polytechnique Fédérale de Lausanne (Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne) und die UNIL (Université de Lausanne) mit zusammen über 20 000 Studenten.

Die Waadt ist nach dem Wallis der zweitgrösste Weinhersteller der Schweiz. Waadtländer Wein ist meistens Weisswein und die Reben dazu befinden sich bevorzugt an den Steilhängen oberhalb des Genfersees. Landwirdschaft wird im Waadtländischen ausserhalb des Genfersees betrieben. Zuckerplantagen befinden sich um Orbe, Tabak in der Broye-Gegend. Früchte wachsen vorwiegend am Fusse der Juraberge. In Bex existiert zudem eine Salzmine.

Tourismus

In verschiedenen Ortschaften am Genfersee ist der Tourismus ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft. Dies betrifft vorwiegend die Regionen um Lausanne, Montreux und Vevey.

Geschichte

In prähistorischen Zeiten war der Genfersee bewohnt. Zu keltischen Zeiten haben sich die Helvetier dort angesiedelt. Unter Julius Cäsar wurde Helvetien 58 v. Chr. unterworfen und seitdem war die Gegend von den Römern beherrscht. Viviscus (Vevey) und Lausonium/Lausonna (Lausanne) wie auch weitere Waadtländer Ortschaften waren durch Römern gegründete Städte.

Heute findet man römsiche Spuren vor allem in Avenches und dessen Umgebung. Avenches war unter Kaiser Vespasian eine Kolonie geworden.

Mit dem Einzug der Alemannen im 2. bis ins 4. Jahrhundert wurden die Römer vertrieben. Im 5. Jahrhundert eroberten die Burgunder das Waadtland.888 wurde die Gegend der heutigen Waadt von den Karolingern übernommen. 1032 waren die Zähringer an der Reihe. Deren Nacheroberer waren die Savoyer 1218. Unter den Savoyern hatte der Kanton Waadt fast die heutige Form.

Ab 1536 war die Waadt Untertanengebiet des Kanton Bern und die Reformation setzte sich dort ein.

Im Januar 1798, als die alte Eidgenossenschaft zusammenbrach und die französischen Truppen näher kamen, gab es in der Waadt eine kleine Revolution und schickten die bernischen Landvögte, welche die "LL. EE. de Berne" (Leurs Excellences de Berne) vertraten, zurück nach Hause und riefen die République lémanique aus. Die Révolution vaudoise wird heute noch am 24. Januar meistens mit Bernerplatte und Sauerkraut gefeiert.

Besonders wichtig war in der Endphase der Zugehörigkeit zu Bern der freiheitlich gesinnte Major Davel, der von den Bernern als Aufrührer hingerichtet wurde und in der Waadt als Volksheld gilt.

Mit dem endgültigen französischem Einmarsch im April 1798 wurde in der Helvetik aus der Waadt und dem Genf der neugeschaffene Canton du Léman gebildet. 1803 wurde die Waadt durch die Mediationsakte von Napoleon Bonaparte zusammen mit den Kantonen Thurgau, St. Gallen, Aargau, Graubünden und Tessin selbstständig.

Im Sonderbundskrieg 1847 war die Waadt auf der Seite der Gegner der katholischen Bewegung.

Die heutige Verfassung des Waadtlands datiert vom 14. April 2003, welches die alte von 1885 ersetzte.

Städte und Orte

Vollständige Liste unter: Gemeinden des Kantons Waadt

Bezirke mit Hauptort


Der Kanton ist seit 1803 in 19 Distrikte unterteilt, die districts wiederum in cercles (Kreise).

Siehe auch: Liste der Bezirke und Kreise des Kantons Waadt


Weblinks









Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Kanton Waadt aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

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