Krosno Odrzańskie
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Einordnung: Ort in Polen | Ort der Woiwodschaft Lebus
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| Krosno Odrzańskie / Crossen | |||
| Karte fehlt noch | |||
| Basisdaten | |||
|---|---|---|---|
| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Lebus | ||
| Landkreis: | Krośnieński | ||
| Einwohner: | 19.450 (2001) | ||
| Fläche: | xx,x km² | ||
| Höhe: | ? m ü. NN | ||
| Postleitzahl: | 66-600 bis 66-603 | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 68 | ||
| Geografische Lage: | 52° 02' nördl. Breite 15° 06' östl. Länge | ||
| KFZ-Kennzeichen: | FKR
| ||
| Wirtschaft & Verkehr | |||
| Zweige: | |||
| Verkehrsweg: | Zielona Góra - Berlin | ||
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Posen | ||
| Stadtverwaltung | |||
| Bürgermeister: | Andrzej Chinalski (2004) | ||
| Adresse: | ul. Parkowa 1 66-600 Krosno Odrzańskie | ||
| Homepage: | ----- bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail: | sekretariat@krosnoodrzanskie.pl |
Krosno Odrzańskie Dieser Artikel enthält IPA-Lautschrift. Bei einigen Browsern muss für die fehlerfreie Darstellung eine entsprechende Unicode-Schriftart einmalig manuell eingestellt werden.
(deutsch.: Crossen an der Oder) ist eine Stadt in der polnischen Woiwodschaft Lebus an der Mündung des Bober in die Oder.
| Inhaltsverzeichnis |
Kleine Zeittafel zur Geschichte von Crossen
- 1005: Bolesław I. von Polen errichtet hier eine hölzerne Festung, die den Ansturm des Heeres des Kaisers Heinrich II. aufhält
- 1015: Boleslaws Sohn, der spätere Mieszko II., besiegt hier die böhmischen Verbündeten des Kaisers.
- 1159: nach der Wiedereinsetzung der Söhne des Herzogs Władyslaw II. des Vertriebenen in ihre Rechte in Schlesien kommt Crossen zum Herzogtum Breslau.
- um 1230: Herzog Heinrich I. der Bärtige von Schlesien verleiht Crossen das Stadtrecht, errichtet die Wehrmauern, befestigt das Schloss und lässt die Stadtpfarrkirche zur Heiligen Jungfrau Maria und eine neue Oderbrücke erbauen.
- 1238: Heinrich der Bärtige stirbt in Crossen. Die Leiche wird nach Trebnitz überführt.
- 1241: während der Mongoleninvasion flüchten die Trebnitzer Nonnen, die Heilige Hedwig und Herzogin Anna (Gemahlin Heinrich des Frommen) aus Trebnitz und Liegnitz nach Crossen. Im selben Jahre, nach dem Tode Heinrich II. in der Schlacht bei Wahlstatt, kommt Crossen zum Herzogtum Glogau unter seinem Bruder Konrad I..
- um 1290: Crossen wird an die Brandenburger Askanier verpfändet, die es um 1314 im Austausch gegen Gebiete um Züllichau an die Glogauer Piasten zurückgeben.
- 1476: der kinderlose Herzog Konrad XI. von Glogau testamentiert die Stadt und das Land Crossen an seine Gemahlin Barbara von Brandenburg.
- 1477: Kampf um Crossen zwischen Barbaras Vater, dem Kurfürsten von Brandenburg Albrecht Achilles und dem Herzog von Sagan Johann. Johann belagert und zerstört die Stadt.
- 1481: ein riesiger Brand verheert die Stadt. Alle Häuser und die Marienkirche gehen verloren.
- 1482: Vertrag von Kamenz. Man einigt sich schließlich so, dass Barbara auf Glogau und Crossen verzichtet, während Kurfürst Albrecht das Herzogtum Crossen mit den Städten Crossen, Züllichau, Bobersberg und Sommerfeld als Pfand übernimmt, wofür er der Tochter 50.000 Taler jährlich zahlen soll.
- 1538: Kaiser Ferdinand I. verzichtet auf alle böhmischen Rechte auf Crossen. Das Herzogtum und die Stadt kommen nun endgültig zu Brandenburg, dessen Kurfürsten dadurch das Recht auf den Titel "Herzog von Schlesien" erwerben und den schlesischen Adler in ihr Großes Staatswappen aufnehmen. (Nach einigen Hypothesen soll der spätere einköpfige schwarze Adler von Preußen von diesem Crossener Adler abstammen). Obwohl historisch zu Schlesien gehörig, wird Crossen ab nun als Teil der Neumark angesehen. Das Herzogtum bleibt indessen bis 1742 unter böhmischer Lehnshoheit.
- 1631: die von den Schweden belagerte Stadt wird in Brand gesetzt, alles, Stadt, Schloss und die Marienkirche geht verloren.
- 1634-1642: die mühevoll wiederaufgebaute Stadt wird in den Gefechten zwischen den Schweden und den Brandenburgern mehrmals geplündert und zerstört.
- 1742: mit der Übergabe Schlesiens an Preußen hört die böhmische Lehnshoheit auf.
- 1807: preußische Verwaltungsreform. Crossen verliert seinen Rang als Fürstentumshauptstadt und wird zu einer Kreißtadt im Regierungsbezirk Küstrin.
- 1830-1880: zögernder und langsamer Aufbau der Industrie (Holz-und Fleischverarbeitungsindustrie)
- nach 1918: kleine Metallindustrie entsteht in Crossen
- 1939 - Crossen hat 10.800 Einwohner
- 1945: Frühjahr- heftige Kämpfe in und um Crossen. 499 Häuser (65% der Bausubstanz der Stadt) gehen verloren
- 1945 - deutsche Gebiete rechts der Oder und der Lausitzer Neiße werden an Polen übergeben. Die polnische Besitzergreifung beginnt.
- 1946: Crossen hat 2000 Einwohner.
- ab 1955: langsamer Aufbau der Stadt
Industrie
Das heutige Crossen hat Holz- Maschinen- und Baumaterialindustrie, alles in bescheidenem Umfang.
Sehenswürdigkeiten
- Katholische (bis 1945 evangelische) Stadtpfarrkirche zur Jungfrau Maria (gotisch um 1450, umgebaut im Barock -Stil, 1705-1707]
- Ruinen des Schlosses
Partnerstädte
- Stadt Schwarzheide (Deutschland)
- Gemeinde Eemsmond (Holland)
Literatur
- Jan Władysław Grabski, Dwieście miast wróciło do Polski, Poznań 1949;
- Otto Hintze, Die Hohenzollern und ihr Werk, Berlin 1915
Städte und Gemeinden im Powiat Krośnieński
Bobrowice (Bobersberg) | Bytnica (Beutnitz) | Dąbie (Gersdorf) | Gubin (Guben) - Stadt | Gubin-Gmina (Guben-Land) | Krosno Odrzańskie (Crossen an der Oder) - Stadt | Maszewo (Messow)
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