Krupp
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Einordnung: Familie | Industrieller
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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Industriellendynastie Krupp und ihren Unternehmungen. Für die gleichnamige Krankheit(en) siehe Diphterie bzw. Pseudokrupp
. Von links nach rechts: Berthold Krupp von Bohlen und Halbach (†1987), Irmgard (†1998), Alfried (†1967), Harald (†1987), Waldtraut, Eckbert (†1945), Bertha (†1957), Gustav (†1950), Claus (†1940)]]
Krupp ist der Name einer deutschen Familiendynastie von Industriellen des 19. und 20. Jahrhunderts, die mit dem Krupp-Konzern das zeitweise größte Unternehmen Europas aufbauten. Diese Unternehmen sind heute in der ThyssenKrupp AG aufgegangen. Der Erfolg der von Friedrich Krupp gegründeten, und von seinem Sohn Alfred zu wirtschaftlicher - wenn auch nicht unbedingt moralischer - Blüte geführten Unternehmungen, die schiere Größe des Kruppschen Werksgeländes, prägte maßgeblich das Bild der Stadt Essen ab der Zeit der Hochindustrialisierung bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Krupps waren - mit Ausnahme der Zeit der Weimarer Republik- mit jeder deutschen Regierung von Kaiser Wilhelm I. bis zu Konrad Adenauer eng verbunden. Die von ihnen hergestellten Waffen prägten die Kriege Europas von 1866 bis 1945.
Wichtige Familienmitglieder:
- Friedrich Krupp
- Alfred Krupp
- Friedrich Alfred Krupp
- Margarethe Krupp
- Bertha Krupp von Bohlen und Halbach
- Gustav Krupp von Bohlen und Halbach
- Alfried Krupp von Bohlen und Halbach
- Arndt von Bohlen und Halbach
Nicht mit der Familie Krupp verwandt, doch in engstem Kontakt zu Alfried Krupp von Bohlen und Halbach stehend und maßgeblich an den Geschicken des Unternehmens zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beteiligt ist Berthold Beitz, früher Generalbevollmächtigter von Alfried, heute Vorsitzender des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, einem Hauptaktionär des Thyssen-Krupp-Konzerns.
Zitat
"... ein Fabrikat der Firma Krupp aus Essen, und nicht zum KrĂĽppel zu machen."
(Alois Brandstetters Erinnerungen an einen Traktor seiner Kindheit in Oberösterreich ("Über den grünen Klee")
Literatur
- Lothar Gall: Krupp im 20. Jahrhundert. 2002, Siedler Verlag. ISBN 3886807428 (Aktueller Forschungsstand)
- Lothar Gall: Krupp. 2000, Siedler Verlag. ISBN 3886805832 (Aktueller Forschungsstand)
- Diana M. Friz: Die Stahlgiganten. 1990, Ullstein TB-Verlag. ISBN 354834691X (Doppelbiographie von Alfried Krupp und Berthold Beitz)
- William Manchester: Krupp. 1968, Kindler Verlag. ISBN B0000BSHGF (Oft zitiert, trotz zahlreicher inhaltlicher Fehler)
- Frank Stenglein: Krupp - Höhen und Tiefen eines Industrieunternehmens. 1998, München / Düsseldorf. ISBN 3430187621 (Sehr kruppfreundlich)
Trivia
Krupp als Pseudonym für die Diphterie ist nicht auf etwaige schädlichen Einflüsse der kruppschen Fabriken auf die Gesundheit der Menschen in den umliegenden Gegenden zurückzuführen, sondern vermutlich auf das schottische croup für "Heiserkeit".
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