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Kyrillisches Alphabet

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Hinweise zur Schreibweise kyrillischer Namen in der Wikipedia (bzw. www.infos-aus-germanien.info) finden sich in den Kyrillisch-Namenskonventionen.


Das kyrillische Alphabet (Asbuka, Azbuka) wird für viele slawische Sprachen verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Es wurde im 10. Jahrhundert am Hof des bulgarischen Zaren Simeon des Großen durch Clemens (Kliment) von Ohrid, einem Schüler Kyrills, entwickelt. Die meisten Buchstaben wurden aus dem griechischen Alphabet (in seiner byzantinischen Schriftform) übernommen oder abgeleitet. Für Laute, die im Griechischen nicht vorkamen, wurden Zeichen aus der glagolitischen Schrift (Glagolica) verwendet, die etwas früher vom griechischen Mönch Konstantin, der später den Namen Kyrill annahm, entwickelt worden war. Nach ihm wurde die kyrillische Schrift benannt, obwohl sie sich sehr von der glagolitischen Schrift unterscheidet.

Mehrere Buchstaben dieser ursprünglichen kyrillischen Schrift werden heute nicht mehr verwendet.

Um 1700 wurde die kyrillische Schrift im Zuge der Reformen Peters des Großen vereinfacht und an die lateinische Schrift angepasst.

1917 erfolgte unter Lenin eine weitere Schriftreform, bei der einige durch die Lautentwicklung nicht mehr notwendige Schriftzeichen abgeschafft wurden, beispielsweise das "i". Außerdem wurde die kyrillische Schrift in einer Reihe von nichtslawischen Gebieten der Sowjetunion eingeführt, die zum Teil erstmals eine Schriftsprache erhielten. Dabei wurden ebenfalls Anpassungen vorgenommen.

Das Rumänische schaffte 1865 das kyrillische Alphabet zugunsten der Lateinschreibung ab.

Heutige Verbreitung

Heute werden Russisch, Ukrainisch, Weißrussisch, Bulgarisch, Serbisch, Mazedonisch und das moderne Kirchenslawisch sowie zahlreiche weitere Sprachen in den osteuropäischen und zentralasiatischen Staaten mit kyrillischen Zeichen geschrieben.

Die Alphabete der einzelnen Sprachen sind im Wesentlichen gleich, unterscheiden sich nur durch einige wenige Zeichen, ähnlich wie auch in der lateinischen Schrift manche Sprachen Sonderzeichen eingeführt haben, etwa Umlaute. Allerdings werden in der kyrillischen Schrift im Gegensatz zur Lateinschrift nur selten beigefügte Akzente, Punkte, Cedillen oder ähnliches verwendet, sondern eher ganz neue Buchstabenformen eingeführt. Die kirchenslawische Schrift enthält eine ganze Reihe von Zeichen, die in den modernen Schriften nicht mehr üblich sind.

Eine Besonderheit des kyrillischen Alphabets ist, dass sich die kursiven Formen der Kleinbuchstaben teilweise stark von den aufrechten Formen unterscheiden, etwa vergleichbar dem unterschiedlichen Erscheinungsbild der Majuskeln und Minuskeln des lateinischen Alphabets (wohingegen die kyrillischen Minuskeln meist wie kleinere Versionen der entsprechenden Majuskeln aussehen). Im Bulgarischen und Serbischen werden diese alternativen Formen oft auch für die aufrechte Schrift verwendet – was regelmäßig zur Ratlosigkeit von Touristen führt, da in Deutschland gedruckte Lexika fast immer nur die Standard-Druckschrift verwenden.

Wiedergabe mit lateinischen Buchstaben

Für die graphische Wiedergabe der kyrillischen Schrift mit lateinischen Buchstaben gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten:

  1. die wissenschaftliche Transliteration, für die es eine internationale Norm gibt, die graphisch auf dem Tschechischen beruht.
  2. die Transkription, für die jede Kombination von Ausgangs- und Zielsprache jeweils ihre eigene Norm hat. Bei der Transkription wird versucht, mit den in den einzelnen Zielsprachen vorhandenen Möglichkeiten zur graphischen Darstellung von Lauten möglichst nahe an die Aussprache in der Ausgangssprache (Russisch, Bulgarisch, Ukrainisch usw.) heranzukommen.
  3. im Serbischen bietet sich außerdem die Verwendung der offiziellen lateinschriftlichen Schreibung an, da in dieser Sprache beide Schriften gleichberechtigt nebeneinander stehen.

In der Literatur und der Tagespresse findet man oft falsche Transkriptionen, die aus Unkenntnis der russischen Sprache (oder einer anderen Sprache mit kyrillischen Buchstaben) entstanden sind. Da eine exakte Wiedergabe der Aussprache ohne Kenntnis der Originalsprache oft auch gar nicht möglich ist, sollte man beim Schreiben von Texten – je nach Zielgruppe – entweder die genau definierte wissenschaftliche Transliteration, die eine exakte Rückübertragung in kyrillische Buchstaben ermöglicht, oder die offizielle Transkription der jeweiligen Zielsprache (also Deutsch, Englisch usw.) verwenden.

Die deutsche Transkription, wie sie auch im Duden verwendet wird, gilt als Richtlinie für die Wiedergabe kyrillisch geschriebener Namen in der deutschsprachigen Wikipedia (bzw. www.infos-aus-germanien.info). Es hat sich jedoch als hilfreich herausgestellt, Wikipedia (bzw. www.infos-aus-germanien.info)-Umleitungen anzulegen, die die englische Transkription enthalten, insbesondere bei Wissenschaftlern, die ja sehr oft auch aus englischsprachigen Publikationen bekannt sind (beispielsweise Markov/Markow). Näheres dazu siehe unter Namenskonventionen/Kyrillisch!

Eine Besonderheit bei der Transliteration und Transkription stellt das Serbische dar, da es offiziell in beiden Schriften, das heißt Lateinschrift und kyrillischer Schrift, geschrieben wird. In Belarus ist neben dem kyrillischen Alphabet auch eine lateinische Umschrift nach ſacinka verbreitet, die an das Polnische angelehnt ist. Daher sollte man hier für die Umschreibung immer die offizielle lateinschriftliche Variante verwenden. Für das Mazedonische hat sich aufgrund der langen Zugehörigkeit des Landes zu Jugoslawien ebenfalls eine an die serbische und kroatische Lateinschrift angelehnte Transliteration und Transkription eingebürgert.

Beispiele für die Transliteration/Transkription von Namen

Transliteration Transkription
deutsch englisch französisch
Aleksandr Solženicyn Alexander Solschenizyn / Solshenizyn ~ Solzhenitsyn ~ Soljenitsyne
Michail ZošĿenko / Mihail Zoſenko ~ Soschtschenko / Sostschenko Mikhail Zoshchenko ~ Zochtchenko
Michail GorbaĿëv / Mihail ~ Gorbatschow Mikhail Gorbachev ~ Gorbatchev
Boris NikolaeviĿ El'cin ~ Nikolajewitsch Jelzin ~ Nikolayevich Yeltsin ~ Nikolaïevitch Eltsine
U: Ruslana LyžyĿko ~ Lyschytschko / Lyshytschko ~ Lyzhychko Rouslana Lyjytchko
R: Ruslana LyžiĿko ~ Lyschitschko / Lyshitschko ~ Lyzhichko Rouslana Lyjitchko

Rechts vom Schrägstrich: bei Deutsch DDR-Transkriptionen, bei Transliteration die strengere, neuere ISO, die jedem kyrillischen genau ein lateinisches Zeichen zuordnet.

Erscheinungsformen in einzelnen Sprachen


Bulgarisch


Buchstabe HTML wissenschaftliche
Transliteration
Transkription SAMPA-Wert
üblich ISO deutsch englisch
п а А а A a A a /a/
Б б Б б B b B b /b/
Ð’ в В в V v W w V v /v/
Г г Г г G g G g /g/
Д д Д д D d D d /d/
Е е Е е E e E e /E/
Ж ж Ж ж Ž ž Sch sch (Sh sh)1 Zh zh /Z/
З з З з Z z S s Z z /z/
И и И и I i I i /i/
Й й Й й J j J j Y y /j/
К к К к K k K k (ks: x)2 K k /k/
Л л Л л L l L l /l/
М м М м M m M m /m/
п н Н н N n N n /n/
О о О о O o O o /O/
П п П п P p P p /p/
Р Ñ€ Р р R r R r /r/
С Ñ¿ С с S s S s (ss)3 S s /s/
Т Ñ‚ Т т T t T t /t/
У у У у U u U u /u/
Ф Ñ„ Ф ф F f F f /f/
Ð¥ Ñ… Х х Ch ch4 H h Ch ch Kh kh /x/
Ц ц Ц ц C c Z z Ts ts /ts/
Ч ч Ч ч ÄŒ Ä¿ Tsch tsch Ch ch /tS/
Ш ш Ш ш Å  Å¡ Sch sch Sh sh /S/
Щ щ Щ щ Å t Å¡t Åœ Å¿ Scht scht Sht sht /St/
Ъ ÑŠ Ъ ъ Ä‚ (&amp#258;) ă (&amp#259;)5 A a6 A a /@/
Ь ÑŒ Ь ь ' (weich) (-) (J j)7 (Y) (y) /j/ - palatal
Ю ÑŽ Ю ю Ju ju Û û Ju ju Yu yu /ju/
Я Ñ¿ Я я Ja ja  â Ja ja Ya ya /ja/

Hinweise:

  1. Der Duden nennt 'sch' als herkömmliche Transkription, da ein "stimmhafter Sch-Laut" (wie in "Journal") im Deutschen nicht eindeutig und verständlich mit Buchstaben ausgedrückt werden könne. Die als zweite Variante im Duden genannte und in der DDR übliche Transkription 'sh' (als Unterscheidung zum stimmlosen 'sch') wird von einigen als Notbehelf angesehen, da sie nur von Menschen mit Kyrillisch-Kenntnissen verstanden und richtig ausgesprochen würde, andere argumentieren jedoch, eine Unterscheidung sei durchaus sinnvoll und solle auch in der Transkription wiedergegeben werden.
  2. Falls die kyrillische Buchstabenverbindung "кѿ" aus einem griechischen oder lateinischen 'x' hervorgegangen ist, wird oftmals bei der "Rücktranskription" wieder ein 'x' benutzt. Bei Namen wie "Alexandra", die auch in lateinisch-schriftlichen Regionen als "Aleksandra" existieren, kann jedoch keine allgemein empfehlenswerte Transkription erfolgen.
  3. Zwischen Vokalen zur Kennzeichnung der stimmlosen Aussprache gewöhnlich 'ss'.
  4. Gelegentlich wird auch 'H' beziehungsweise 'h' verwendet.
  5. Gelegentlich wird auch 'Â' (&amp#194;) beziehungsweise 'â' (&amp#226;) verwendet.
  6. Früher war auch die Transkription mit 'u' gebräuchlich.
  7. Weichheitszeichen. Kommen nur vor den Vokalen и und о vor und wird am besten mit 'ji' und 'jo' transkribiert statt ein Apostroph zu benutzen.

Mazedonisch


Buchstabe HTML Transliteration und Transkription deutsche lautliche Entsprechung
п а А а A a a
Б б Б б B b b
Ð’ в В в V v w
Г г Г г G g g
Ѓ ѓ &amp#1027; &amp#1107; Gj gj, Ŀ (&amp#272;) đ (&amp#273;)1 zwischen gj und dj
Д д Д Ҙ D d d
Е е Е е E e e
Ж ж Ж ж Ž (&amp#381;) ž (&amp#382;) stimmhaftes sch
З з З з Z z stimmhaftes s
Ѕ ѕ &amp#1029; &amp#1109; Dz dz, Dz (&amp#498;) dz (&amp#499;)3 stimmhaftes ds
И и з и I i i
Ј ј Ј ј J j j
К к К к K k k
Ќ ќ &amp#1036; &amp#1116; Kj kj, Ć (&amp#262;) ć (&amp#263;)2 zwischen kj und tj
Л л Л л L l l
Љ Ñ™ Љ ѭ Lj lj, Lj (&amp#456;) lj (&amp#457;)3 lj
М м М м M m m
п н Н н N n n
Њ Ñš Њ њ Nj nj, Ç‹ (&amp#459;) ÇŒ (&amp#460;)3 nj
О о О о O o o
П п П п P p p
Р Ñ€ Р р R r r
С Ñ¿ С с S s stimmloses s
Т Ñ‚ Т т T t t
У у У у U u u
Ф Ñ„ Ф ф F f f
Ð¥ Ñ… Х х H h Rachen-ch
Ц ц Ц ц C c z
Ч ч Ч ч ÄŒ (&amp#268;) Ä¿ (&amp#269;) tsch
п (Џ) ÑŸ (џ) Dž (D&amp#382;) dž (d&amp#382;), Ç… (&amp#453;) dž (&amp#454;)3 dsch
Ш ш Ш ш Å  (&amp#352;) Å¡ (&amp#353;) sch

Hinweise:

  1. In den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens ist auch die am serbischen und kroatischen Lateinalphabet orientierte Transkription Ŀ (&amp#272;) đ (&amp#273;) üblich ...
  2. ... ebenso Ć (&amp#262;) ć (&amp#263;).
  3. Damit die Darstellung als ein Zeichen erfolgen kann, gibt es in Unicode entsprechende, die bisher aber eher schlecht unterstützt werden.

Russisch


Buchstabe HTML Transliteration Transkription SAMPA-Wert
üblichISO deutschenglisch
п а А а A a A a /a/
Б б Б б B b B b /b/
Ð’ в В в V v W w V v /v/
Г г Г г G g G g (w)8 G g /g/
Д д Д д D d D d /d/
Е е Е е E e E e (Je je)1 E e (Ye ye)1 /jE/
п Ñ‘ Ё ё Ë ë Jo jo (O o)2 E e (auch Yo yo) /jO/
Ж ж Ж ж Ž ž Sch sch (Sh sh)3 Zh zh /Z/
З з З з Z z S s Z z /z/
И и И и I i I i11 /i/
Й й Й й J j I i (-)4 Y y /j/
К к К к K k K k5 K k /k/
Л л Л л L l L l /l/
М м М м M m M m /m/
п н Н н N n N n /n/
О о О о O o O o /o/
П п П п P p P p /p/
Р Ñ€ Р р R r R r /r/
С Ñ¿ С с S s S s (ss)5, 10 S s /s/
Т Ñ‚ Т т T t T t /t/
У у У у U u U u /u/
Ф Ñ„ Ф ф F f F f /f/
Ð¥ Ñ… Х х Ch ch H h Ch ch Kh kh /x/
Ц ц Ц ц C c Z z Ts ts /ts/
Ч ч Ч ч ÄŒ Ä¿ Tsch tsch Ch ch /tS/
Ш ш Ш ш Å  Å¡ Sch sch Sh sh /S/
Щ щ Щ щ Å Ä¿ šĿ Åœ Å¿ Schtsch schtsch (Stsch stsch)9 Shch shch /Sj/
Ъ ÑŠ Ъ ъ " (-) (hart) (-)6 -
Ы Ñ‹ Ы ы Y y Y y /1/, IPA: /i/
Ь ÑŒ Ь ь ' (weich) (-) (J j)7 (Y) (y) /j/ - palatal
Э Ñ¿ Э э Ä– Ä— È è E e /E/
Ю ÑŽ Ю ю Ju Ju Û û Ju ju Yu yu /ju/
Я Ñ¿ Я я Ja ja  â Ja ja Ya ya /ja/

Hinweise:

  1. Nach russ. Vokalen, am Wortanfang und nach ÑŒ sowie ÑŠ wird mit 'je' beziehungsweise 'Je' (engl. 'ye' beziehungsweise 'Ye') transkribiert, sonst mit 'e'. Beispiel: "Ельцин" -> "Jelzin". Wenn im Russischen für Е е auch Ё ё geschrieben werden kann, wird Е е wie Ё ё wiedergegeben.
  2. Nach russ. Vokalen, am Wortanfang, nach den meisten Konsonanten und nach ь sowie ъ wird mit 'jo' beziehungsweise 'Jo' transkribiert; nur nach ж (sch/sh), ч (tsch), ш (sch), und щ (schtsch/stsch) jedoch mit 'o'. Beispiel: "Горбачёв" -> "Gorbatschow"
  3. Der Duden nennt 'sch' als herkömmliche Transkription, da ein "stimmhafter Sch-Laut" (wie in "Journal") im Deutschen nicht eindeutig und verständlich mit Buchstaben ausgedrückt werden könne. Die als zweite Variante im Duden genannte und in der DDR übliche Transkription 'sh' (als Unterscheidung zum stimmlosen 'sch') wird von einigen als Notbehelf angesehen, da sie nur von Menschen mit Kyrillisch-Kenntnissen verstanden und richtig ausgesprochen würde, andere argumentieren jedoch, eine Unterscheidung sei durchaus sinnvoll und solle auch in der Transkription wiedergegeben werden. In der Wikipedia (bzw. www.infos-aus-germanien.info) wird jedoch aus Gründen der Einheitlichkeit die Schreibung mit sch verwendet.
  4. Der Duden schreibt: "й wird nach и und nach ы nicht wiedergegeben" und "й = i am Wortende sowie zwischen russischem Vokalbuchstaben und russischem Konsonantenbuchstaben". Beispiele: "Горький" -> "Gorki", "пндрей" -> "Andrei", "Чуйков" -> "Tschuikow".
  5. Der Duden schreibt vor, dass "in allen Fällen" "кѿ" als "x" transkribiert werden soll. In der Wikipedia (bzw. www.infos-aus-germanien.info) wenden wir diese Regel nur dann an, wenn es um Wörter griechischen oder lateinischen Ursprungs geht (плекѿей -> Alexei), in echt russischen Wörtern wie etwa dem Ortsnamen "Выкѿа" wird die Schreibung mit "ks" verwendet (also "Wyksa").
  6. Härtezeichen. Hebt die Palatalisierung des voranstehenden Konsonanten auf. Wird i. A. nicht transkribiert. Siehe aber 1.
  7. Weichheitszeichen. Palatisiert den vorangegangenen Konsonanten. Wird im Allgemeinen nicht transkribiert, da die Ausspracheunterschiede für Nicht-Sprachkundige kaum auffallen und ein Apostroph im Wort den Lesefluss nur erschwert. Beispiel: "Gorki" statt "Gor'ki". Ausnahmen sind die Verbindungen ьи und ьо, die als ji beziehungsweise jo transkribiert werden.
  8. In der Genitivendung der Adjektive -ого/-его jedoch (im Einklang mit der Aussprache) 'w': "-owo/-(j)ewo".
  9. In der DDR war auch die Transkription 'stsch' üblich.
  10. Zwischen Vokalen zur Kennzeichnung der stimmlosen Aussprache gewöhnlich 'ss'.
  11. Siehe aber Ь ь und 7.

Serbisch


Buchstabe HTML serbische (und kroatische) Lateinschrift deutsche lautliche Entsprechung
п а А а A a a
Б б Б б B b b
Ð’ в В в V v w
Г г Г г G g g
Д д Д Ҙ D d d
Ђ Ñ’ Ђ ђ Ä¿ (&amp#272;) Ä‘ (&amp#273;) 1 dj 2
Е е Е е E e e
Ж ж Ж ж Ž (&amp#381;) ž (&amp#382;) stimmhaftes sch
З з З з Z z stimmhaftes s
И и з и I i i
Ј ј Ј ј J j j
К к К к K k k
Л л Л л L l l
Љ Ñ™ Љ ѭ Lj lj 4 lj
М м М м M m m
п н Н н N n n
Њ Ñš Њ њ Nj nj 4 nj
О о О о O o o
П п П п P p p
Р Ñ€ Р р R r r
С Ñ¿ С с S s stimmloses s
Т Ñ‚ Т т T t t
Ћ Ñ› Ћ ћ Ć (&amp#262;) ć (&amp#263;) tch 3
У у У у U u u
Ф Ñ„ Ф ф F f f
Ð¥ Ñ… Х х H h Rachen-ch
Ц ц Ц ц C c z
Ч ч Ч ч ÄŒ (&amp#268;) Ä¿ (&amp#269;) tsch
п ÑŸ Џ џ Dž dž 4 dsch
Ш ш Ш ш Å  (&amp#352;) Å¡ (&amp#353;) sch

Hinweise:

  1. Kann bei typographischen Problemen auch durch Dj beziehungsweise dj ersetzt werden.
  2. Sehr weich, zwischen dj und dsh
  3. Wie tch in Brötchen, tj in tja. In der Aussprache oft schwer von Ŀ zu unterscheiden.
  4. Werden auch in lateinischer Schreibweise als jeweils nur ein Buchstabe betrachtet.

Ukrainisch


Buchstabe HTML wissenschaftliche Transliteration Transkription
üblich ISO deutsch englisch
п а А а A a A a
Б б Б б B b B b
Ð’ в В в V v W w V v
Г г Г г H h G g H h
Ò¿ Ò‘ Ґ ґ G g Ç´ ǵ 1 G g
Д д Д д D d D d
Е е Е е E e E e
Є Є Є Є Je je Ê ê Je je Ye ye
Ж ж Ж ж Ž ž Sch sch (Sh sh) Zh zh
З з З з Z z S s Z z
И и И и Y y I i Y y
І Ñ– І і I i ÃŒ ì I i
Ї Ñ— Ї ї Ji ji ÿ ï Ji ji Yi yi (ÿ ï)
Й й Й й J j 2 J j Y y
К к К к K k K k (ks: x) K k
Л л Л л L l L l
М м М м M m M m
п н Н н N n N n
О о О о O o O o
П п П п P p P p
Р Ñ€ Р р R r R r
С Ñ¿ С с S s S s 5 S s
Т Ñ‚ Т т T t T t
У у У у U u U u
Ф Ñ„ Ф ф F f F f
Ð¥ Ñ… Х х Ch ch H h Ch ch Kh kh
Ц ц Ц ц C c Z z Ts ts
Ч ч Ч ч ÄŒ Ä¿ Tsch tsch Ch ch
Ш ш Ш ш Å  Å¡ Sch sch Sh sh
Щ щ Щ щ Å Ä¿ šĿ Åœ Å¿ Schtsch schtsch (Stsch stsch) Shch shch
ÑŒ (ь) ' beziehungsweise j 3 (weich) (-) beziehungsweise j (-) beziehungsweise y
Ю ÑŽ Ю ю Ju Ju Û û Ju Ju Yu yu
Я Ñ¿ Я я Ja ja  â Ja ja Ya ya
' ' (Apostroph) 4 (-) (-)

Hinweise:

  1. In der entsprechenden ISO-Tabelle wird statt des Akuts ein Gravis verwendet.
  2. kommt nur vor o vor
  3. Weichheitszeichen, nur nach Konsonanten; ein Großbuchstabe existiert nicht; palatisiert den vorangehenden Konsonanten; "j" vor "o", sonst (im Auslaut und vor Konsonanten) "'"; in der Transkription "j" vor "o", sonst nicht wiedergegeben.
  4. nur zwischen labialem Konsonanten und "j" + Vokal; in der Transkription gewöhnlich nicht wiedergegeben.
  5. Zwischen Vokalen zur Kennzeichnung der stimmlosen Aussprache auch 'ss'.


Weißrussisch (Belarussisch, Belorussisch)


Buchstabe HTML Transliteration Transkription SAMPA-Wert
üblichISO deutschenglisch
п а А а A a A a /a/
Б б Б б B b B b /b/
Ð’ в В в V v W w V v /v/
Г г Г г H h G g H h /h\/
Ò¿ Ò‘ Ґ ґ G g Ç´ ǵ 1 G g /g/
Д д Д д D d D d /d/
ДЖ дж ДЖ дЖ Dž dž Dsch dsch Dzh dzh /Z/
ДЗ дз ДЗ дЗ Dz dz Ds ds Dz dz /dz/
Е е Е е E e E e (Je je) 2 E e (Ye ye) 2 /jE/
п Ñ‘ Ё ё Ë ë Jo jo (O o) 3 E e (auch Yo yo) /jO/
Ж ж Ж ж Ž ž Sch sch (Sh sh) 4 Zh zh /Z/
З з З з Z z S s Z z /z/
І Ñ– І і I i ÃŒ ì I i /i/
Й й Й й J j I i (-) 5 Y y /j/
К к К к K k K k 6 K k /k/
Л л Л л L l L l /l/
М м М м M m M m /m/
п н Н н N n N n /n/
О о О о O o O o /o/
П п П п P p P p /p/
Р Ñ€ Р р R r R r /r/
С Ñ¿ С с S s S s (ss) 7 S s /s/
Т Ñ‚ Т т T t T t /t/
У у У у U u U u /u/
ÐŽ Ñž Ў ў Ŭ Å­ U u /Å­/
Ф Ñ„ Ф ф F f F f /f/
Ð¥ Ñ… Х х Ch ch H h Ch ch Kh kh /x/
Ц ц Ц ц C c Z z Ts ts /ts/
Ч ч Ч ч ÄŒ Ä¿ Tsch tsch Ch ch /tS/
Ш ш Ш ш Å  Å¡ Sch sch Sh sh /S/
Ы Ñ‹ Ы ы Y y Y y /1/, IPA: /i/
Ь ÑŒ Ь ь ' (weich) (-) (J j) 8 (Y) (y) /j/ - palatal
Э Ñ¿ Э э Ä– Ä— È è E e /E/
Ю ÑŽ Ю ю Ju Ju Û û Ju ju Yu yu /ju/
Я Ñ¿ Я я Ja ja  â Ja ja Ya ya /ja/

Hinweise:

  1. In der entsprechenden ISO-Tabelle wird statt des Akuts ein Gravis verwendet.
  2. Nach weißruss. Vokalen, am Wortanfang und nach ÑŒ wird mit 'je' beziehungsweise 'Je' (engl. 'ye' beziehungsweise 'Ye') transkribiert, sonst mit 'e'. Beispiel: "Ельцін" -> "Jelzin". Wenn im Weißrussischen für Е е auch Ё ё geschrieben werden kann, wird Е е wie Ё ё wiedergegeben.
  3. Nach weißruss. Vokalen, am Wortanfang, nach den meisten Konsonanten und nach ь wird mit 'jo' beziehungsweise 'Jo' transkribiert; nur nach ж (sch/sh), ч (tsch) und ш (sch) jedoch mit 'o'. Beispiel: "Горбачёв" -> "Gorbatschow"
  4. Der Duden nennt 'sch' als herkömmliche Transkription, da ein "stimmhafter Sch-Laut" (wie in "Journal") im Deutschen nicht eindeutig und verständlich mit Buchstaben ausgedrückt werden könne. Die als zweite Variante im Duden genannte und in der DDR übliche Transkription 'sh' (als Unterscheidung zum stimmlosen 'sch') wird von einigen als Notbehelf angesehen, da sie nur von Menschen mit Kyrillisch-Kenntnissen verstanden und richtig ausgesprochen würde, andere argumentieren jedoch, eine Unterscheidung sei durchaus sinnvoll und solle auch in der Transkription wiedergegeben werden. In der Wikipedia (bzw. www.infos-aus-germanien.info) wird jedoch aus Gründen der Einheitlichkeit die Schreibung mit sch verwendet.
  5. й wird nach i und nach ы nicht wiedergegeben. й = i am Wortende sowie zwischen weißrussischem Vokalbuchstaben und weißrussischem Konsonantenbuchstaben. Beispiele: "Горькій" -> "Gorki", "пндрей" -> "Andrei", "Чуйков" -> "Tschuikow".
  6. Der Duden schreibt vor, dass "in allen Fällen" "кѿ" als "x" transkribiert werden soll. In der Wikipedia (bzw. www.infos-aus-germanien.info) wenden wir diese Regel nur dann an, wenn es um Wörter griechischen oder lateinischen Ursprungs geht (плекѿей -> Alexei), in echt russischen Wörtern wie etwa dem Ortsnamen "Выкѿа" wird die Schreibung mit "ks" verwendet (also "Wyksa").
  7. Zwischen Vokalen zur Kennzeichnung der stimmlosen Aussprache gewöhnlich 'ss'.
  8. Weichheitszeichen. Palatisiert den vorangegangenen Konsonanten. Wird im Allgemeinen nicht transkribiert, da die Ausspracheunterschiede für Nicht-Sprachkundige kaum auffallen und ein Apostroph im Wort den Lesefluss nur erschwert. Beispiel: "Gorki" statt "Gor'ki". Ausnahmen sind die Verbindungen ьі und ьо, die als ji beziehungsweise jo transkribiert werden.


Zeichenkodierung

Kyrillisch ist in Unicode in den Bereichen U+0400-U+04FF (Cyrillic) und U+0500-U+052F (Cyrillic Extensions, zur Zeit nur belegt mit speziellen Schriftzeichen für Komi) alloziert. Der Bereich Cyrillic ist weiter unterteilt in

Die verbreitetesten 8-Bit-Kodierungen für Kyrillisch sind ISO 8859-5, Microsoft Codepage 1251, Apple MacCyrillic, KOI8-R und KOI8-U.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Kodierung kyrillischer Zeichen in Unicode, als numerische Zeichenreferenzen (HTML, SGML, XML) und in den 8-Bit-Kodierungen.


  UnicodeHTML ISO 8859-5 CP1251 MacKOI8-R KOI8-U
А аU+0410 U+0430&1040; &1072;0xB0 0xD00xC0 0xE00x80 0xE00xE1 0xC10xE1 0xC1
Б бU+0411 U+0431&1041; &1073;0xB1 0xD10xC1 0xE10x81 0xE10xE2 0xC20xE2 0xC2
В вU+0412 U+0432&1042; &1074;0xB2 0xD20xC2 0xE20x82 0xE20xF7 0xD70xF7 0xD7
Г гU+0413 U+0433&1043; &1075;0xB3 0xD30xC3 0xE30x83 0xE30xE7 0xC70xE7 0xC7
Д дU+0414 U+0434&1044; &1076;0xB4 0xD40xC4 0xE40x84 0xE40xE4 0xC40xE4 0xC4
Е еU+0415 U+0435&1045; &1077;0xB5 0xD50xC5 0xE50x85 0xE50xE5 0xC50xE5 0xC5
Ж жU+0416 U+0436&1046; &1078;0xB6 0xD60xC6 0xE60x86 0xE60xF6 0xD60xF6 0xD6
З зU+0417 U+0437&1047; &1079;0xB7 0xD70xC7 0xE70x87 0xE70xFA 0xDA0xFA 0xDA
И иU+0418 U+0438&1048; &1080;0xB8 0xD80xC8 0xE80x88 0xE80xE9 0xC90xE9 0xC9
Й йU+0419 U+0439&1049; &1081;0xB9 0xD90xC9 0xE90x89 0xE90xEA 0xCA0xEA 0xCA
К кU+041A U+043A&1050; &1082;0xBA 0xDA0xCA 0xEA0x8A 0xEA0xEB 0xCB0xEB 0xCB
Л лU+041B U+043B&1051; &1083;0xBB 0xDB0xCB 0xEB0x8B 0xEB0xEC 0xCC0xEC 0xCC
М мU+041C U+043C&1052; &1084;0xBC 0xDC0xCC 0xEC0x8C 0xEC0xED 0xCD0xED 0xCD
Н нU+041D U+043D&1053; &1085;0xBD 0xDD0xCD 0xED0x8D 0xED0xEE 0xCE0xEE 0xCE
О оU+041E U+043E&1054; &1086;0xBE 0xDE0xCE 0xEE0x8E 0xEE0xEF 0xCF0xEF 0xCF
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