Laki-Krater
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Die Laki-Krater (isl. Lakagigar) liegen im Süden Islands in der Nähe der Eldgjá. Sie werden in der geologischen Literatur dem Vulkansystem der GrÃmsvötn zugerechnet.
Sie haben den größten nachgewiesenen Vulkanausbruch auf der Erde in geschichtlicher Zeit verursacht. Zwischen dem Mýrdalsjökull und dem Vatnajökull verläuft das sog. "Streifenland" mit zahlreichen von Südwesten nach Nordosten ausgerichteten Spalten. Die Gegend, zu der auch die Eldgjá gehört, hält den Weltrekord bezüglich des Förderns von Lavamassen. So produzierten im Winter 1782/83 insgesamt ca. 130 Krater eine Gesamtmasse von 14 Milliarden m/3 an Lava. Lavafontänen von mehreren 100 Metern Höhe wurden aus weiter Entfernung gesichtet. Dazu kamen Gas- und Aschewolken.
Das hatte verheerende Folgen für das ganze Land: Aufgrund von Vergiftungen siechte das Vieh dahin und die ausgelöste Hungersnot bewirkte, dass mehr als ein Fünftel der Landesbevölkerung in den folgenden Jahren starb.
Berühmtheit erlangte der Pfarrer Jón Steingrimsson wegen seiner sog. "Feuerpredigt". Während die Gemeinde in der Kirche versammelt war, hielt der Lavastrom kurz vor Kirkjubæjarklaustur an.
Literatur
- Manfred Vasold: Die Eruptionen des Laki von 1783/84. Ein Beitrag zur deutschen Klimageschichte. Naturwissenschaftliche Rundschau 57(11), S. 602 - 608 (2004), ISSN 0028-1050
Siehe auch
Weblinks:
- Informationen zum Vulkanismus der Gegend, engl* Bericht über Wanderung mit Photos, engl.
- Suche nach Laki-Krater Infos mit: Yahoo
