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Landwirtschaft

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Landwirtschaft ist der Prozess Nahrungsmittel, Futter, Fasern und andere gewünsche Produkte durch den gezielten Anbau von Pflanzen (Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Weinbau, nicht jedoch Waldbau) sowie die Nutzung und Zucht von domestizierten Tieren (Viehzucht) zu produzieren.

Inhaltsverzeichnis

Einordnung

Allgemein

Landwirtschaft beinhaltet beides: Subsistenzwirtschaft, hierbei produziert der Landwirt genug Nahrungsmittel für sich und seine Familie(jedoch nicht mehr) und ebenfalls (generell in den sog. "entwickelten" Ländern und in anderen Ländern ebenfalls ansteigend) die Produktion eines finanziellen Einkommens durch Landkultivierung oder kommerzielle Viehzucht. Landwirtschaft ist die Praxis -- das Studium dieser Disziplinen wird Agrarwissenschaft genannt.

Neben Nahrungsmitteln und Futter nimmt die Produktion von landwirtschaftlichen Erzeugnissen wie Schnittblumen, Dekoration und Baumschulen, Düngemittel, Leder, industrielle Chemikalien (Stärke, Ethanol und Plastik), Fasern (Baumwolle, Wolle, Hanf und Flachs), Kraftstoffe (Methan, Biodiesel, Biomasse) sowie zugelassene und verbotene Drogen (Biopharmaceutica, Tabak, Marihuana, Opium, Kokain). Auch die Produktion genetisch veränderter Pflanzen und Tiere nimmt weiter zu.

Ökonomische Einordnung

In den Wirtschaftswissenschaften wird die Landwirtschaft als Primärsektor bezeichnet. Die Betriebswirtschaftslehre bezieht sich in vielen Grundlagen auf die landwirtschaftliche Produktion.

Bedeutung in Deutschland

Im Jahr 2003 gab es in Deutschland ca. 388.500 landwirtschaftliche Betriebe ab 2 ha LF. Darin waren rund 1,3 Millionen Personen haupt- oder nebenberuflich beschäftigt, was 560.000 Vollzeitarbeitsplätzen entsprach.

Insgesamt wurden 17,6 Millionen ha (Hektar) Boden landwirtschaftlich genutzt (das sind xx Prozent der Gesamtfläche). Davon entfielen auf die Pflanzenproduktion rund 11,8 Millionen Hektar und auf Dauergrünland rund 5 Millionen Hektar. Im Vergleich dazu spielen Obstanlagen, Baumschulen und Weihnachtsbaumkulturen hinsichtlich des Flächenverbrauchs keine große Rolle.

Produktion

Hauptartikel: Agrargeschichte

Der systematische Anbau von Pflanzen begann vermutlich vor rund 12.000 Jahren am Ende der letzten Eiszeit. Es ist wahrscheinlich, dass die Entwicklung nahezu gleichzeitig in Amerika, China und dem mittleren Osten einsetzte. Dabei werden die Veränderung des Klimas durch das Ende der Eiszeit, das Bevölkerungswachstum und die beginnende Sesshaftigkeit als sich begünstigende Faktoren angesehen.

Im 8. Jahrhundert wurde der Ackerbau auf die Dreifelderwirtschaft umgestellt. Die bis dahin verwendeten Ochsen wurden durch Pferde ersetzt, wodurch schwere Eisenpflüge eingesetzt werden konnten.

Durch die Entdeckung Amerikas 1492 entwickelte sich ein reger, weltweiter Austausch an Agrarprodukten, der für nahezu alle Völker einschneidende Änderungen bewirkte (Columbian Exchange).

Aktuelle Diskussion

Erneuerbare Energieträger

Die landwirtschaftliche Produktion von Erneuerbaren Energieträgern kann nicht mehr leisten als den durch die Sonne gegebenen Energieeintrag. Solange die Nicht-Bilanzierung der Nutzung von fossilen Brennstoffen in unseren Wirtschaftssystemen anhält, kann jede Form der landwirtschaftlichen Produktion von regenerativen Energieträgern (unabhängig von ihrer Nachhaltigkeit) nicht mit der Nutzung der fossilen Energiegewinnung konkurrieren.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit ist in Deutschland gesetzlich festgeschrieben.

Siehe auch

Portal Land- und Forstwirtschaft, Agrarpolitik, Forstwirtschaft, Landwirt, Leibgedinge, Erzeugergemeinschaft, Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, FAO

Weblinks




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Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Landwirtschaft aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.