Laphroaig
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Einordnung: Destillerie | Schottland
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Laphroaig Distillery (sprich: la-froig, »Schöne Senke an der breiten Bucht« o.ä.), Destillerie für Whisky auf der schottischen Insel Islay.
| Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Laphroaig liegt in einer kleinen, bis heute recht naturbelassenen Bucht. Die Destillerie, ursprünglich eine Farm-Brennerei für den Eigenbedarf, wurde offiziell 1815 von den beiden Brüdern Donald & Alex Johnston gegründet. Schon ihr Vater John errichtete eine der beiden illegalen Brennereien, aus denen später Lagavulin werden sollte. Ausserdem gab es von 1837 bis 1848 auf dem heute von der Destillerie genutzten Gelände noch eine weitere Brennerei: Die alte Ardenistle Distillery. Das Wasser für die Herstellung stammte, wie noch heute, aus dem Kilbride Dam.
Der Legende nach starb Donald Johnston 1847 einen für den Liebhaber seiner Produkte wahrscheinlich idealen Tod: Er fiel unter dem Einfluss des Whiskys in ein gefülltes Fass und ertrank. Die Brennerei blieb bis 1954 in Familienbesitz. Der letzte aus dem Johnston Clan, Ian Hunter, hinterliess die Firma seiner Sekretärin Bessie Williamson. Bessie verkaufte Mitte der 60er Jahre an Long John Distillers, führte die Destille aber noch, bis sie sich 1972 zur Ruhe setzte. 1969 wurden zwei weitere Stills angeschafft. 1974 kam die letzte Brennblase hinzu, womit die Anzahl auf insgesamt sieben stieg. Als Long John 1975 in Whitebread aufging, das wiederum zu den Allied Distillers gehörte, wechselte auch Laphroaig den Eigentümer.
Produktion
Die südlichste der Islay-Brennereien verfügt über Lagerhäuser, die direkt am Meer liegen und bei hohem Wellengang vom Wasser umspült werden. Das Salzwasser, die salzige Seeluft und der Torf, der von Destillerie-eigenen Feldern auf Islay stammt und einen hohen Moos-Anteil aufweist, sollen maßgeblich für den unverwechselbaren Geschmack des Malts verantwortlich sein.
Die Anlage, in der dieser Whisky hergestellt wird, besteht aus einem mash tun (8,5 Tonnen), sechs washbacks (von insgesamt über 250.000 Litern), drei washstills (von über 30.000 Litern) und vier spiritstills (von 18.000 Liter) unter Dampfbefeuerung. Die Jahresproduktion liegt bei ca. 2 Millionen Litern (Stand 2000).
Produkte
Von der Destillerie gibt es eine Vielzahl von Abfüllungen, eine Liste mit über 100 kann im Internet im Laphroaig Archiv laphroaig.whisky-datenbank.de/) gefunden werden.
Laphroaig 10 Jahre 40% bzw. 43% vol.
- Farbe: Helleres goldenes Gelb.
- Duft: Hölzern. Etwas Birne. Spuren von milder Schokolade. Auch etwas Heu? Auf jeden Fall mit jener unverwechselbaren Note, die von vielen »medizinisch« oder »phenolisch« genannt wird, aber letztlich einfach unverwechselbar Laphroaig ist.
- Geschmack: Liegt Sekunden lang wie ein (Birnen-?) Liqueur im Mund. Dann entwickelt sich eine schärfere, pfefferige Präsenz mit rauchig-nussigen Anklängen. Schließlich ein Hauch von Moschus und Erdbeere (?). Weitere Erfahrungen nicht ausgeschlossen. Mit einem Tropfen Wasser noch rauchiger/torfiger.
- Abgang: Sehr langer, trockener mit Einbindung der vorherigen Noten. Eine sich eröffnende Süße täuscht über die folgende Austrocknung der Schleimhäute hinweg.
- Resümee: Ein eigenwilliger, charaktervoller Malt. Tiefgründig und erdverbunden. Eine Empfehlung für einen langen Abend mit einem guten Buch. Und zum Vergleich eine Flasche der unmittelbaren Nachbarbrennereien, wie Lagavulin und Ardbeg, wird auch das Vorurteil, es gäbe einen Islay-Taste, auslöschen.
- Preis: 20 bis 27 EURO für 0,7 Liter. (Literflasche oft günstiger).
Adresse
- Adresse: Port Ellen. Isle of Islay. Argyll. PA42 7DU
- Tel: +44 (0)1496-302 418. Fax: +44 (0)1496-302 496
- Web: www.laphroaig.co.ukbr>
siehe auch: Liste der schottischen Brennereien
- Suche nach Laphroaig Infos mit: Yahoo
