Lebensqualität
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Einordnung: Psychologie
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Jeder Mensch hat verschiedene Vorstellungen von dem, was Lebensqualität ausmacht. Diese Bewertung ist abhängig von Lebensalter, Lebensumständen und Erfahrungen eines Menschen. Die meisten Definitionen stellen die persönliche Zufriedenheit ins Zentrum. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die versuchen die Lebensqualität von Menschen zu messen.
| Inhaltsverzeichnis |
Die Dimensionen der Lebensqualität
Lebensqualität hat vier Dimensionen: körperlich, geistig, seelisch, materiell.
Im folgenden seien Beispiele für diese vier Dimensionen aufgelistet: Gesundheit, Einkommen, Familie, Arbeit, Freizeit, politische Situation, soziale Verhältnisse).
Lebensqualität in den Entwicklungsländern
In den Entwicklungsländern wären das zum Beispiel:
- politische Freiheiten und Bürgerrechte (z. B. Wahlrecht, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit), Einhaltung der Menschenrechte
- Schutz vor Kriminalität, Vorhandensein von Polizei, unabhängige Justiz
- ausreichende Infrastruktur (beispielsweise gut ausgebaute Straßen, öffentliches Nahverkehrsnetz, Einkaufsmöglichkeiten, Fernverkehr)
- (relativ) gesicherte und geordnete Arbeitsverhältnisse, ausreichendes Einkommen, ausreichender Urlaub
- Schutz durch Sozialversicherungen
- saubere Umwelt (beispielsweise Schutz vor Smog, geringe radioaktive Strahlung, sauberes Trinkwasser, hygienisch zubereitete Lebensmittel) und öffentliche Hygiene
- ausreichende Erholungsanlagen, z. B. Parks, Sportplätze, Kino, Theater, Oper, Museen, Zoo
- gute ärztliche Versorgung, Allgemeinmediziner, Fachärzte, Apothekendichte, verfügbare Diagnostik, vorhandene Medikamente, Behandlungsmöglichkeiten
Lebensqualität in den Industrieländern
In westlichen und in hochentwickelten Industrieländern versteht man unter Lebensqualität meist Konzepte aus den höheren Stufen der Maslow-Pyramide:
- ein (relativ) gesicherter Arbeitsplatz mit einem Einkommen, das zur Lebenshaltung sowie Reisen, Auto, Kultur ausreicht
- Versicherungsschutz (Arbeitslosen-, Renten-, Unfall-, Pflege- und Krankenversicherung), Sicherung der Altersrente, ganz allgemein soziale Sicherheit
- körperliche und geistige Gesundheit, Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten
- Dauer und Intensität von Belastung, Überarbeitung im Beruf, Überforderung (so genannter Distress), Vorhandensein von Mobbing
- häufige, ausreichende und zeitlich richtige Erholung (ungestörter nächtlicher Schlaf, Ruhepausen während der Arbeit, Freizeit, Urlaub, Reisen etc.)
- ausreichende und wachsende Kaufkraft, geringe Inflationsrate
- Interessen, Hobbies, Freizeitgestaltung müssen vorhanden sein
- genügend Zeit für Freizeitgestaltung, Hobbies und Sport
- weitgehend harmonisches Zusammenleben; Vorhandensein von Familie; gute Beziehungen zu Nachbarn, Freunden und Bekannten
Weitere, kleine, informelle Beispiele für Lebensqualität: Jeden Morgen beim Frühstück oder im Büro die Tageszeitung lesen können, mit den Enkeln im Park spazieren gehen, auf dem Balkon in der Sonne frühstücken können.
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