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Lissabon

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Lissabon
Region: Lisboa e Vale do Tejo
Unterregion: Grande Lisboa
Regierungsbezirk: Lissabon
Einwohner: 546.477 (Stand: 2001)
Höhe ü.d.M.: zwischen 6 + 226 m ü. NN
Geografische Lage: 9° 10' w. L.; 38° 43' n. Br.
Adresse der Stadtverwaltung: Câmara Municipal de Lisboa
Paços do Concelho
- Praça do Município
1100-365 Lisboa
Webseite: www.cm-lisboa.pt
Regierungsbezirk Lissabon
Fläche: 83,84 km²
Einwohner: 2,6 Millionen (2001)
Bevölkerungsdichte: 6.518,1 Einwohner/km²
Anzahl der Gemeinden: 53


Lissabon ~ (portug. Lisboa) ist die Hauptstadt Portugals und des gleichnamigen Regierungsbezirkes und liegt an einer Bucht der Flußmündung des Tejos in den Atlantik.


Lissabon ~ liegt im äußersten Südwesten von Europa an der Westküste der Iberischen Halbinsel. Die größte Stadt und wichtigster Hafen Portugals ist mit dem Regierungssitz, oberste Staats- und Regierungsbehörden und sechs Universitäten, Akademie der Wissenschaften etc... das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes.

Das Stadtgebiet von Lissabon entspricht auch dem Kreis und umfasst 83,84 km² Fläche. Im Ballungsgebiet der Stadt (sog. ÿrea Metropolitana de Lisboa) u.A. mit den Orten Oeiras, Cascais, Almada, Amadora leben jedoch mit ca. 2.683.000 (Stand 2001) Einwohnern mehr als 25% der portugiesischen Bevölkerung.

Die Baixa (dt. Unterstadt) liegt direkt am Ufer des Rio Tejo und wird vom Burgberg mit dem Castelo de São Jorge, der Alfama und dem Hügel des Bairro Alto eingerahmt. Sie ist das Geschäftsviertel und Bankenviertel von Lissabon ~.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bereits die Phönizier und die Karthager sollen den Platz Alis Ubo (dt. Liebl. Bucht) als einzigen großen Naturhafen an der iberischen Atlantikküste genutzt haben, archäologisch wurde dies bisher nicht bewiesen, hingegen Griechische Siedlungsspuren wurden gefunden. Nach Plinius der Ältere war Lissabon eine Gründung des Odysseus.

Ab 205 v.Chr. unter römische Herrschaft Olisipo, 48 v.Chr. erhält Lissabon unter Julius Cäsar die municipium civium romanorum, wurde also zu einer römischen Stadt und war als Felicitas Julia Hauptort der Provinz Lusitania.

719 wird die Stadt von Mauren besetzt. Erst 1147 gelingt die Rückeroberung unter Alfons I..

1256 verlegt König Alfons III seine Residenz von Coimbra nach Lissabon.

Im Ende des 12. Jahrhunderts wird in Lissabon der heilige Antonius von Padua geboren, der zuweilen auch Antonius von Lissabon genannt wird.

Am 9. September 1499 wird Vasco da Gama nach seiner ersten Indienreise ein triumphaler Empfang bereitet. Der in den folgenden beiden Jahrhunderten wachsende Handel mit den Kolonien in Asien und Südamerika, aber auch deren Ausbeutung, führt zu Wohlstand in Lissabon.

1569 fordert eine Pestepidemie in Lissabon und Umgebung 60.000 Menschenleben.

1. November 1755. Lissabon wird durch ein Erdbeben der Stärke 8,7 zu zwei Dritteln zerstört. Dabei kamen etwa 30.000 Menschen ums Leben. Die Erschütterungen sind dabei in ganz Europa bis nach Nordafrika zu spüren. Planmäßig wieder aufgebaut wird die Stadt von dem Markgrafen von Pombal, nach dem der zentrale Kreisverkehr am Nordende der Avenida da Liberdade entsprechend Praça Marquês de Pombal genannt wurde. Besonders typisch für diesen Wiederaufbau ist die Baixa, die Unterstadt, mit ihren rechtwinklig angelegten Straßen im Bereich um die Rua Augusta.


Während der Diktatur des Estado Novo von 1926 bis 1974 wächst die Stadt weiter, sie wird zu Lasten des restlichen Landes ausgebaut.

Im Dezember 1959 wurde die U-Bahn von Lissabon eröffnet.

Im Jahre 1966 wird eine Hängebrücke über den Tejo nach Almada fertiggestellt, die der Golden-Gate-Brücke in San Francisco gleicht. Vor der Nelkenrevolution noch nach António de Oliveira Salazar benannt, heißt sie nun Ponte 25 de Abril (dt. Brücke des 25. April). Oberhalb Almada steht mit Cristo Rei zudem eine große Christus-Statue mit ausgebreiteten Armen, die der in Rio de Janeiro ähnlich sieht.

Ende April 1974 ist Lissabon das Zentrum der Nelkenrevolution.

1988: Teile des Stadtviertels Chiado werden durch einen Brand zerstört.

1994: Lissabon ist Kulturhauptstadt Europas.

1998: Fertigstellung der insgesamt über 17km langen Autobahn-Brücke Ponte Vasco da Gama über den Tejo anlässlich der Weltausstellung EXPO '98.

Verkehr

Durch die Lage am Tejo war Lissabon lange Zeit vom Süden aus nur durch Fährverkehr direkt aus Alcochete, Montijo, Seixal und insbesondere Barreiro zu erreichen. Entsprechend früh wurden an den Flußengpunkten in Vila Franca de Xira im Norden und Almada am südlichen Tejoufer der Bucht Brücken gebaut. Die Ponte 25. de Abril (1013m Spannweite und 2287m Länge) verband erstmalig Lissabon mit Setúbal. Ab 1999 führt unterhalb der Autofahrbahn auch eine Eisenbahnverbindung. Die A2 führt dann weiter ins östliche Landesinnere bzw. nach Madrid/Spanien. Mit der Ponte Vasco da Gama gibt es seit 1998 eine direkte Autobahnverbindung (A12/IP1) über der Bucht zwischen Moscavide/Sacavém und Montijo/Alcochete, bzw. Setúbal mit seinen Industrien.

Nördlich geht mit der Autobahn A8 eine Verbindung nach Porto dem zweitwichtigsten Zentrum in Portugal und die Autobahn A1 führt

Der Internationale Flughafen Lissabon-Portela liegt 6km nördlich vom Zentrum und in der Verlängerung der Autobahn A12.

Bildung und Wissenschaft

Lissabon ist neben Coimbra die wichtigste Universitätsstadt in Portugal und hat mehrere Universitäten:

Kultur

Museen

In Lissabon gibt es zahlreiche Museen darunter:

Theater

Sport

In den Stadien Luz und José Alvalade fanden mehrere Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2004 statt.


Gemeinden

Lissabon ist in 53 Gemeinden (freguesias) aufgegliedert, die wiederum aus administrativen Gründen vier Bezirken (bairros) zugeordnet sind:


Sehenswürdigkeiten

Partnerstädte

Lissabon unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:






Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Lissabon aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.