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Mac OS X

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Mac OS X (gesprochen „Mäck Oh Es Ten“ oder deutsch „Mäck Oh Es Zehn“) ist ein modernes Betriebssystem des US-amerikanischen Computerherstellers Apple, das die Leistungsstärke und Stabilität von UNIX mit der Benutzerfreundlichkeit des bisherigen Mac OS verbinden soll, dessen Nachfolger es ist.

Inhaltsverzeichnis

Architektur

Den Grundstock von Mac OS X bildet Darwin, entstanden aus FreeBSD Version 3.4 und dem Mach-Kernel. Dieser Teil von Mac OS X ist Open Source. Durch Darwin verfügt Mac OS X über Eigenschaften wie Speicherschutz, präemptives Multitasking, Mehrbenutzerfähigkeit, erweitertes Speichermanagement und symmetrisches Multiprocessing (SMP).

Obwohl es auf UNIX basiert, kann Mac OS X wie ein gewöhnliches Einzelplatzbetriebssystem verwendet werden. Auf Wunsch fragt OS X nicht einmal nach Name und Kennwort beim Start. Bei sicherheitsrelevanten Aktionen wird allerdings trotzdem das Kennwort verlangt. Um den Benutzer vor sich selbst zu schützen, ist der Darwin-Unterbau standardmäßig vor dem Benutzer versteckt, z.B. im Finder.

Aqua


Die auffälligste Änderung gegenüber den Vorgängern ist wohl die neue Oberfläche "Aqua" (lateinisch für Wasser). Sie soll durch Lichteffekte wie Reflexionen und Schlagschatten auf diversen Oberflächenelementen wie Buttons oder Pop-Up-Menüs an Wassertropfen erinnern. Markant sind jedoch auch die „Nadelstreifen-Optik“ der Fensterhintergründe und der Fotorealismus bei Icons.

Als ein weiteres Erscheinungsbild für Fenster gibt es auch Brushed Metal („gebürstetes Metall“). Apple empfiehlt in den Human Interface Guidelines, es für Programme zu verwenden, die ein Stück Hardware wie eine digitale Kamera oder DVD-Player repräsentieren.

Komplett neue Elemente in Aqua gegenüber älteren Oberflächen sind sogenannte Sheets und Drawers: Sheets sollen das Problem lösen, dass für einen Benutzer oft nicht ersichtlich ist, zu welchem Dokument eine sich gerade öffnende Dialogbox gehört. Ein Sheet ist eine Art Dialogfenster, das direkt an die Titelzeile des betroffenen Dokuments angehängt wird, und das somit zum untrennbaren Bestandteil des betroffenen Dokuments wird. Drawers sind Schubladen, die durch einen Klick auf die entsprechende Schaltfläche in der Symbolleiste links oder rechts des Hauptfensters ausgefahren werden und Elemente enthalten, die man nicht dauerhaft zur Programmbedienung benötigt - vergleichbar mit der Seitenleiste für „Verlauf“ beim Internet Explorer unter Windows.

Auch eine Neuheit ist die Art der Darstellung der Bildschirminhalte, bei der Apple eine eigene Technologie namens Quartz verwendet. Diese Darstellung zweidimensionaler Elemente basiert auf dem PDF-Format der Firma Adobe. Die Weiterentwicklung dieser Technologie namens Quartz Extreme beschleunigt die Darstellung, indem jedes Fenster als Textur betrachtet und so nicht mehr nur vom Haupt-, sondern vom Grafikprozessor berechnet werden kann. Fenster können dadurch in Echtzeit skaliert und transformiert werden.

Kompatibilität

Für ein älteres Mac OS geschriebene Programme benötigen eine Anpassung und Neuübersetzung, um unter Mac OS X lauffähig zu sein. Zu diesem Zweck veröffentlichte Apple eine Carbon genannte Programmbibliothek, die unter Mac OS X und Mac OS 8/9 die selben Programmschnittstellen zur Verfügung stellt und es somit ermöglicht, Programme zu schreiben, die in beiden Versionen lauffähig sind.

Um ältere, nicht angepasste Programme unter Mac OS X benutzen zu können, gibt es die Classic-Umgebung. Dies ist ein als Laufzeitumgebung geladenes Mac OS 9 innerhalb von Mac OS X, in dem solche Programme normal benutzt werden können. Praktisch alle ältere Software für Mac OS kann auf diese Weise verwendet werden. Die Classic-Umgebung entspricht der Blue Box von Rhapsody.

Programmierung

Die native Programmierumgebung für Aqua-Programme heißt Cocoa und hat sich aus jener von OpenStep entwickelt. Cocoa-Programme werden meist in Objective-C geschrieben, seltener hingegen in Java, für das ebenfalls Cocoa-Bibliotheken existieren. Mit AppleScript Studio besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit, Programme in einfachem AppleScript zu schreiben und/oder mit Objective-C oder anderen Sprachen zu erweitern.

Außer Cocoa und Carbon steht eine Java- und eine BSD-Umgebung zur Verfügung. Apple liefert seit Mac OS X 10.3 auch eine X-Window-System Laufzeitumgebung mit, so dass auch viele grafische Programme aus der Unix- und Linux-Welt verwendet werden können. Daneben stehen die wichtigsten Unix-Programmiersprachen (z.B. Perl, PHP, Python, Ruby oder Tcl) und -Tools (etwa GCC oder Autoconf), zur Programmierung zur Verfügung. Einige dieser Sprachen bieten Bindings zum Zugriff auf Betriebssystem-APIs, wodurch beispielsweise Python-Programme mit nativer Benutzeroberfläche entwickelt werden können.

Zum Namen

Das markante X bei Mac OS X steht für die römische Zahl 10. Es verweist gleichzeitig auf die UNIX-Basis des Systems (wie auch bei anderen Unix-Derivaten üblich, zum Beispiel AIX, A/UX, Sinix etc.)

X gilt darüber hinaus bei Marketingleuten als ein Eye-Catcher und ist daher heute ein (Mode-)Bestandteil von vielen Marken- und Firmennamen. Daher hat auch Microsoft als Reaktion darauf beim Nachfolger von Windows 2000 die Versionsnummer in XP geändert. Dem folgte dann MS Office XP und die X-Box. Auch Macromedia kam mit der Version MX ihrer Produkte dazu.

Versionen

Siehe auch

Literatur

Weblinks



is:Mac OS X ku:Mac OS X





Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Mac OS X aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.