Macao
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Einordnung: Ort in China
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--InfoG 23:40, 7. Apr 2005 (CEST)Geographie, Wirtschaft, Politik, Kultur.
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| Amtssprachen | Chinesisch (Kantonesisch), Portugiesisch und Macao | ||||
| Chief Executive | Edmund Ho Hau-wah | ||||
| Fläche | 25,4 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 461.833 (Stand 2002) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 18.182 pro km² | ||||
| Religion | Römisch-Katholisch (ca. 85%), andere: Jesuiten, Buddhisten | ||||
| Währung | Pataca | ||||
| Nationalfeiertag | 1. Oktober Gründungstag Volksrepublik China 20. Dezember Tag der Übergabe an die VR China | ||||
| Zeitzone | UTC+8 | ||||
| Internet TLD | .mo | ||||
| Int. Vorwahl | +853 | ||||
Macao (vereinfacht: 澳门; traditionell: 澳門; Pinyin: Àomén; Portugiesisch: Macau) ist eine in der Nähe von Hongkong gelegene ehemalige portugiesische Kolonie. Im Jahr 1999 wurde sie als zweite Sonderverwaltungszone in die Volksrepublik China integriert.
Ihre geographische Lage ist 22°10' nördliche Breite und 113°33' östliche Länge.
Haupterwerbsquellen sind der Tourismus (8 Mio. Besucher im Jahr 2000) und das Glückspiel, daneben auch noch die Herstellung von Feuerwerkskörpern und Textilien. Da Glückspiel in Macao legal ist, gibt es einen regen Pendelverkehr vom benachbarten Hongkong aus. Macao ist reich an Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit.
| Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Die chinesischen Aufzeichnungen über Macao reichen zurück bis ins Jahr 1152 als Landkreis Xiangshan, wobei Macao als unbewohnt verzeichnet ist. 1277 flohen Mitglieder der südlichen Sung-Dynastie mit etwa 50.000 Anhängern vor den Mongolen nach Macao, dies ist die erste Aufzeichnung über Bewohner, die Flüchtlinge konnten sich in Macao festsetzen und verteidigen.
Als die Portugiesen 1516 in Macao landeten war es nicht viel mehr als eine Fischersiedlung am Delta des Perlflusses. 1557 erlaubten die Chinesen den Portugiesen die Errichtung einer Ansiedlung, die Souveränität verblieb jedoch bei China, lediglich eine lokale portugiesische Verwaltung wurde eingerichtet. Die Portugiesen nutzten Macao als Handelsposten und Zwischenstopp auf dem Weg von Lissabon nach Nagasaki.
Als China 1547 den direkten Handel mit Japan untersagte, lief der Handel über Macao weiter. Die Portugiesen bauten den Standort zur Hafenstadt und schließlich zum Zentrum ihrer Präsenz in Asien aus. Von Macao aus herrschte der Vizekönig (Gouverneur) von Portugal für die asiatischen Gebiete, wie es die Aufteilung der Welt zwischen Portugal und Spanien der damaligen Zeit vorsah. Der erste Portugiesische Gouverneur wurde 1680 eingesetzt, jedoch weiterhin unter chinesischer Souveränität, die Portugiesen zahlten Pacht und Steuern an China.
Im Jahr 1835 wird die Pauluskirche, das Wahrzeichen der Stadt, bei einem Taifun zerstört. Seitdem steht nur noch die Fassade und kann noch heute besichtigt werden.
Als das Hafengeschäft immer mehr an den großen Nachbarn Hongkong abwandert, wird 1847 in Macao das Glücksspiel legalisiert. Da auch in Hongkong nur Pferdewetten erlaubt sind und die Chinesen aber als allgemein dem Glücksspiel sehr angetan gelten, stellen die Kasinoeinkünfte seither einen Großteil des Bruttoinlandsproduktes.
1849 versuchten die Portugiesen erstmalig die vollständige Gewalt über Macao zu gewinnen und erklärten Macaos "Unabhängigkeit" von China. Die Chinesen duldeten dies nicht, es gab kleinere Gefechte, der Höhepunkt der Unruhen war der Tod des Gouverneurs Ferreira do Amaral.
Am 26. März 1887 erkannte die Mandschu-Regierung das portugiesische Recht auf dauerhafte Besetzung an.
Während des 2. Weltkriegs war Macao neutraler Hafen bis die Japaner 1943 ein Protektorat über Macao errichteten, die japanische Herrschaft dauerte bis 1945.
Nach der Revolution 1949 forderte die chinesische Regierung Macao zunächst zurück, konnte sich jedoch nicht durchsetzen, die Lösung wurde auf unbestimmte Zeit vertagt. 1966 kam es zu prokommunistischen Unruhen in Macao. Die Portugiesen versuchten anschließend, Macao an China zurückzugeben, dies wurde von der Chinesischen Regierung abgelehnt, wie auch ein weiterer diplomatischer Vorstoß Portugals nach der portugiesischen Revolution 1974. Die chinesische Regierung wollte das Hongkong-Problem zuerst lösen.
Nach der Aufnahme offizieller diplomatischer Beziehungen zwischen Portugal und China im Jahr 1979 wurden 1985 die Rückgabeverhandlungen aufgenommen, ein Jahr nachdem die britische Regierung der Rückgabe Hongkongs für das Jahr 1997 zugestimmt hatten. Die Verhandlungen führten 1987 zum Erfolg.
Am 20. Dezember 1999 gab Portugal die Souveränität zurück an China. Der offizielle Name Macaos ist seit der Machtübergabe: Macao Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China (: ä¸è?¯äººæ°‘共和國澳門特別行政å?€; Pinyin: ZhÅ?nghuá rénmÃn gònghéguó à omén tèbié xÃngzhèngqÅ«; Portugiesisch: Região Administrativa Especial de Macau da República Popular da China). Wie auch in Hongkong gilt in Macao das Prinzip: "Ein Land, zwei Systeme". Das sozialistische Wirtschaftssystem Chinas wird in Macao nicht angewandt, Macao genießt Autonomie, mit Ausnahme der Verteidigung und Außenpolitik, diese wird von Peking bestimmt.
In jüngster Zeit entwickelt sich Macao immer mehr zum Las Vegas Asiens. Seit Ende 2002 das Glücksspielmonopol gefallen ist, bewarben sich vornehmlich aus Las Vegas bekannte Konsortien um die Lizenz zum Bau von Kasinos.
Im Mai 2004 eröffnete die "Las Vegas Sands, Inc." das mit einer goldenen Fassade versehene "Sands Macau". Das gleiche Konsortium baut bis zum Jahr 2006 das "Venetian Macau Resort-Hotel-Casino".
Kultur
Die Bürger Macaos sind nicht damit einverstanden, dass Portugal sie an China zurückgab. Viel lieber hätten sie es gesehen, wenn Portugal sie in die Souveränität entlassen hätte. Denn im Gegensatz zu der Kultur in Hongkong ist die von Macao weniger chinesisch. Die meisten Macaoer sind katholisch und sprechen eine eigene Sprache, die eine Mischung aus Mandarin und Portugiesisch ist. Seitdem Macao an China angegliedert wurde, wird verstärkt mit Hongkong gehandelt. Die meisten eingeführten Güter stammen aus Hongkong, da Macao eine so kleine Stadt ist, dass sie keinen Platz für Fabrikanlagen hat. Das hat zur Folge, dass die Macaoer glauben, dass Hongkong Macao mit seiner Kultur überschwemmen könnte und diese vernichten könnte. Vor allem das Kantonesische gewinnt dadurch wieder größere Bedeutung.
Verkehr
Die Halbinsel Macao und die Insel Taipa sind über zwei Brücken verbunden, eine dritte Brücke soll bis Ende 2004 fertiggestellt werden.
Macao erreicht man mit den regelmäßig verkehrenden Schnellfähren von Hongkong aus. Die Überfahrt dauert ca. 60 Minuten.
Seit 1995 verfügt Macao über einen eigenen internationalen Flughafen (Macau International Airport).
Sehenswürdigkeiten
bei Nacht]]
- Fassadenruine der Pauluskirche (Ruinas de Sao Paulo)
- Macau Tower
- Casino Lisboa
Siehe auch
Weblinks
- weitere Weblinks
- Offizieller Internetauftritt MacaosCIA-The World Factbook--MacauMacao Daily NewsUniversity of Macau
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