Marschstiefel
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Einordnung: Fußbekleidung | Militärische Ausrüstung
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Marschstiefel (umgangssprachl. Knobelbecher) sind lederne Schaftstiefel.
Knobelbecher trugen zum Beispiel die Soldaten der Wehrmacht, außerdem kamen sie in der DDR bei der NVA und in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik Deutschland beim Katastrophenschutz vor.
Knobelbecher haben keine Verschnürung. Noch während des Zweiten Weltkriegs trug man häufig Fußlappen ("Fußlappenindianer") an der Stelle von Socken. Ein Fußlappen war ein Stück Tuch, das um den Fuß geschlagen und sehr sorgfältig gefaltet wurde, um Wundlaufen beim Marschieren zu vermeiden.
In der ursprünglichen Form besitzen Knobelbecher eine Ledersohle, die mit Absatzeisen gegen die Abnutzung geschützt ist. Ledersohlen sind hautfreundlicher (vergleiche Hautpilz), weil durch Transpiration freigesetzte Feuchtigkeit besser abgeführt wird. Das Metall führte aber zu Geräuschen beim Laufen und führte somit zu einem Nachteil beim Straßen- oder Häuserkampf.
Die us-amerikanischen Soldaten trugen im Zweiten Weltkrieg hauptsächlich Kampfstiefel, also Schnürstiefel mit Gummi-Kreppsohle.
Siehe auch: Fallschirmspringerstiefel
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