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Mentelin-Bibel

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Die Mentelin-Bibel ist die erste gedruckte Bibel in einer modernen Landessprache überhaupt.

Sie erschien nur zehn Jahre nach der Gutenberg-Bibel im Jahre 1466. Johannes Mentelin aus Schlettstadt (†1478) war ein ehemaliger Mitarbeiter Gutenbergs. 1447 erwarb er sich dann die Bürgerrechte als Goldschreiber in Straßburg. Mentelin achtete darauf, die Anzahl der Druckzeilen durch eine kleinere Schrifttype zu erhöhen, um die Kosten gegenüber einer Gutenberg-Bibel zu senken. Mentelins Bibel hatte nun 61 Zeilen in zwei Spalten. Er bedruckte 406 Blätter mit einem Blattformat von 43 cm Höhe zu 30 cm Breite. Die Initialen und Großbuchstaben am Satzanfang waren Rot gefärbt. Im Münchner Exemplar kann man über den stolzen Preis lesen: "1466 27 Junio war dicz buch gekaft uneingepunden um 12 gulden." Das entsprach etwa dem Wert von vier Ochsen.

Mit der Wahl des Textes hatte Mentelin weniger Glück, als mit dem Verkauf seiner Werke. Er geriet bei der Auswahl der Handschrift an einen Übersetzer, der den lateinischen Vulgatatext nicht besonders gut beherrschte. In späterer Zeit plante Luthers Hauptgegner Eck zunächst, den Mentelin-Text gegen den Luthertext zu stellen. Dieses Vorhaben verwarf er allerdings, nachdem er über 3000 Stellen identifiziert hatte, die mit dem Text der Vulgata nicht übereinstimmten.

Die Textqualität tat dem Projekt keinen Abbruch. Die Mentelin-Bibel sollte noch dreizehnmal von anderen Verlegern aufgelegt werden.






Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Mentelin-Bibel aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.