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Messerschmitt Me 262

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Messerschmitt Me 262
Beschreibung
Status Jagdflugzeug
Besatzung eins, Pilot
Abmessungen
Länge 10,60 m 34' 8"
Spannweite 12,48 m 41' 1"
Höhe 3,84 m 12' 7"
Tragfläche 21,70 m² 233 ft²
Gewicht
Leergewicht 3.800 kg 8,636 lb
Beladen
Maximale Startbeladung 6.400 kg 14,454 lb
Triebwerk
Triebwerk 2x Strahlturbinen Junkers Jumo
004B-1/-2/-3
Schubkraft 18 kN 4,091 lb
Leistung
max. Geschwindigkeit 869 km/h
in 6.000 m Höhe
540 mph
Reichweite 1.050 km 650 miles
Dienstgipfelhöhe 11.450 m 37.664 ft
Steigflugrate 1.200 m/min 3,937 ft/min

Die Me 262 war das erste einsatzfähige Militärflugzeug mit Strahltriebwerken; es wurde sowohl als Jäger (Schwalbe) und als Jagdbomber (Sturmvogel) produziert.

Das Flugzeug mit seinem revolutionärem Antrieb, dem Luftstrahltriebwerk (landläufig: "Düsenantrieb"), stellte den Höhepunkt der Luftfahrtentwicklung in Deutschland während des Zweiten Weltkriegs dar.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Entwicklung dieses Düsenflugzeuges begann im Herbst 1938 bei der Firma Messerschmitt, welche durch das Reichsluftfahrtministerium den Auftrag erhielt, ein luftstrahlgetriebenes Jagdflugzeug zu entwickeln. Das Projekt erhielt die Bezeichnung P.1056 und wurde im Juni 1939 abgeschlossen. Bis zum März 1940 wurde ein Holzmodell erstellt, das vom Reichsluftfahrtministerium begutachtet wurde und zum Auftrag über drei Prototypen führte. Das Reichsluftfahrtministerium erteilte dem Projekt die Nummer 262.
Im April 1941 waren die drei Prototypen fertig gestellt - hatten aber keine Triebwerke, da die BMW-003 Strahltriebwerke noch nicht serienreif waren. Das lag vor allem an der ablehnenden Haltung des damaligen Generalluftzeugmeisters Udet. Daher wurde in Ermangelung geeigneter Strahlentriebwerke auf ein Junkers Jumo- 210G-Kolbenmotor zurückgegriffen. Der Erstflug der Me 262 V-1 in dieser Konfiguration erfolgte am 18. April 1941. Bei einem Probeflug der V-1 mit BMW-003 Strahltriebwerken im März 1942 fiel ein Triebwerk aus aber dank des Kolbenmotors konnte die Maschine wieder sicher zurückkehren .

Am 18. Juli 1942 erfolgte in Leipheim der erste erfolgreiche Flug der Me 262 nur mit Strahltriebwerk. Zum Einsatz kam die Turbine Jumo 004 von Junkers.

1943 stimmte Adolf Hitler der Massenproduktion zu, unter der Voraussetzung, dass das Flugzeug hauptsächlich als Kampfbomber (der sog. Blitzbomber) eingesetzt werden sollte.

Die ersten Fronteinsätze erfolgten im Sommer 1944 an der Invasionsfront der Normandie. Die Aufstellung der ersten Jagd-, Kampf- und Nachtgeschwader begann im Herbst 1944.

Während des Krieges wurden insgesamt 1433 Me 262 gebaut, von denen aber nur etwa 200 - 250 gleichzeitig bei den Kampfeinheiten im Einsatz standen. Viele der produzierten Düsenjäger konnten nicht mehr an die Fronteinheiten ausgeliefert werden, viele wurden am Boden zerstört, außerdem waren meist nicht mehr als 100 Maschinen (oft auch weniger) gleichzeitig einsatzbereit. Die Gründe hierfür waren die massiven Bombenangriffe der Alliierten und der Mangel an Treibstoff und Ersatzteilen sowie das Fehlen von ausgebildeten Piloten.

Taktische Eigenschaften

Aufgrund der Eigenschaft von Strahltriebwerken, bei niedriger Geschwindigkeit im Vergleich zu Propeller-Antrieben wenig Schub, bei hoher Geschwindigkeit dagegen vergleichsweise viel Schub zu entwickeln, war die Me 262 für Kurvenkämpfe gegen die alliierten Propellerjäger ungeeignet. Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit hatte sie dagegen den Vorteil der taktischen Initiative, der gegen die Überzahl alliierter Jäger besonders nützlich war. General der Jagdflieger Adolf Galland äußerte, dass ein Me 262-Düsenjäger von größerem Wert sei als fünf Propellerjäger vom Typ Messerschmitt Bf 109.

Die grossen Bomberverbände der Alliierten, die einerseits durch starke Abwehrbewaffnung, andererseits durch Langstreckenbegleitjäger geschützt waren, wurden für die konventionelle Tagjagd zu einer nicht zu bewältigenden Herausforderung. Durch einen mit grossem Fahrtüberschuss (Geschwindigkeitsdiffernz zu den Bombern ca. 300 Km/h, zu den Begleitjägern ca. 100 Km/h) und einer noch nie dagewesenen Bewaffnung (nur wenige Treffer durch die 4 30 mm Bordkanonen genügten für die Zerstörung eines schweren Bombers) angreifenden Jäger sahen viele Piloten wieder eine Möglichkeit, ihre Aufgabe zu erfüllen. Ausserdem konnten die 24 ungelenkten Raketen ausserhalb der Reichweite der Bomberschützen in den dicht beisammen fliegenden Bomberverband abgefeuert werden, mit der hohen Wahrscheinlichkeit eines zerstörerischen Treffers.

In Hochgeschwindigkeits-Testflügen wurde durch Messerschmitt festgestellt, dass die Me 262 bei Geschwindigkeiten von über Mach 0,83 zunehmend kopflastig wurde und Mach 0,86 die oberste Grenze für einen Sturzflug waren, in dem ein Abfangen noch möglich war. Daher ist es extrem unwahrscheinlich, dass wie jüngst behauptet die Me 262 tatsächlich jemals Überschallgeschwindigkeit erreicht hat. Diese Machzahlen waren höher als die, die die meisten alliierten Jäger erreichen konnten, aber da die Me 262 im Sturz schnell beschleunigte und anders als die meisten späteren Düsenjäger nicht mit einer Luftbremse ausgestattet war, waren der taktischen Nutzung des Sturzfluges praktische Grenzen gesetzt. -> Siehe Bericht von der Annäherung an die Schallgeschwindigkeit im LuftarchivDie alliierten Jäger griffen beim Landeanflug an, diese Taktik versprach den größten Erfolg. Dieser musste ziemlich lang sein - die Me 262 war schnell, hatte (wie schon oben erwähnt) keine Luftbremse, ausgezeichnete Aerodynamik und keinen (im Bedarfsfall) bremsenden Propeller. Dazu kam die schlechte Beschleunigung der Strahltriebwerke (ein Problem, das im Prinzip bis heute weiter besteht); außerdem neigten die Jumos dazu, beim allzu abrupten Gasgeben einen Flammabriss zu erleiden (das Triebwerk ging aus und verlangte nach einem Neustart, was kurz vor der Landung recht problematisch war).
So lauerten die Mustangs und Thunderbolts in niedriger Höhe in der Nähe der Me 262-Flugplätze, um sich dann auf das relativ wehrlose Flugzeug zu stürzen. Deswegen mussten andere Jagdeinheiten mit Fw 190 oder Me 109 Kolbenjägern speziell zum Schutz dieser Flugplätze abgestellt werden .

Verbände


Versionen und Bewaffnung

Me 262 A-1a "Schwalbe" - Abfangjäger

Me 262A-1b

Me 262A-2 "Sturmvogel" - Jagdbomber

Me 262A-5 bzw A-1a/U3 - Aufklärer

Me 262B-1a - zweisitziger Trainer

Me 262B-1a/U1 - Umbau der Trainer in Nachtjäger

Me 262B-2 - endgültige Nachtjagdversion

Me 262C - projektierter schnell steigender Abfangjäger

-> Analog zur A-1a/A-1b gab es auch andere Versionen in "a"(Jumo)- und "b"(BMW)-Ausführung


Versuchsweiser Waffeneinbau

Regulär eingesetzte Zusatzbewaffnung


Literatur

Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen, Flugzeuge des zweiten Weltkrieges

Weblinks








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Messerschmitt Me 262 aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.