Methionin
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Einordnung: Chemische Verbindung
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| Strukturformel der AminosÀure | |
|---|---|
| Allgemeines | |
| Name | Methionin |
| AbkĂŒrzung | Met M |
| essentiell | ja |
| Summenformel | C5H11NO2S |
| Andere Namen | |
| Kurzbeschreibung | weiĂes Pulver |
| CAS-Nummer | 63-68-3 |
| Sicherheitshinweise | |
| - keine GefÀhrdungsklasse - | |
| R- und S-SĂ€tze | keine |
| Handhabung | keine besonderen Anforderungen |
| Lagerung | Dicht verschlossen. Trocken. +5 °C bis +30 °C. |
| MAK | Maximale Arbeitsplatzkonzentration -- ml/m3 |
| LD50 (Ratte) | -- |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Aggregatzustand | fest |
| Farbe | farblos |
| Dichte | -- g/cm3 |
| Molmasse | 149,21 g/mol |
| Schmelzpunkt | 280-285 °C |
| Siedepunkt | > 280 °C thermische Zersetzung |
| Dampfdruck | -- hPa |
| Weitere Eigenschaften | |
| Seitenkette | lipophil |
| isoelektrischer Punkt | 5,74 |
| Löslichkeit | 48 g/l (in Wasser bei 20 °C) |
| Gut löslich in | |
| Schlecht löslich in | |
| Unlöslich in | |
|
SI-Einheiten wurden wo möglich verwendet. Wenn nicht anders vermerkt wurden Normbedingungen benutzt. | |
Die AminosĂ€ure Methionin tritt in zwei spiegelbildisomeren (chiralen) Formen auf. L-Methionin ist eine fĂŒr den Menschen essentielle, proteinogene AminosĂ€ure, die nach IUPAC auch als Alpha-Amino-Gamma-methylthiobuttersĂ€ure bezeichnet wird. Insgesamt gibt es nur zwei AminosĂ€uren (beide hydrophob), welche Schwefel gebunden haben (Methionin und Cystein). Beim Methionin ist der Schwefel ĂŒber eine Thioether-Verbindung gebunden und deswegen weniger reaktiv.
Die Summenformel ist C5H11NO2S. CH3-S-CH2-CH2-CH-NH2-COOH
Der Tagesbedarf des Menschen betrÀgt etwa 1-2 Gramm.
Methionin ist wichtig als Methylgruppen-Lieferant ( CH3) fĂŒr die Biosynthese von Cholin, Kreatin, Adrenalin, Carnitin, NukleinsĂ€uren und Histidin, Taurin und des Antioxidans Glutathion.
Die stoffwechselaktive Form von Methionin ist S-Adenosyl-Methionin (SAM), das praktisch in allen Körpergeweben und -flĂŒssigkeiten vorkommt.
Methionin ist schwefelhaltig.
| Inhaltsverzeichnis |
Vorkommen
Methionin ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Man findet es vor allem in Fisch (Lachs,Garnelen), Fleisch und GemĂŒsen ( Brokkoli, grĂŒne Erbsen, Rosenkohl, Spinat), Ei, Vollkornbrot und Reis.
Synthese
Methionin wird aus Cystein und Homoserin synthetisiert. Die industrille Synthese geht heute von petrochemischen Rohstoffen aus, insbesondere Propen, Schwefel, Methan und Ammoniak. Nach gĂ€ngigen Verfahren werden so die Zwischenprodukte HCN (BlausĂ€ure), Acrolein und Methylmercaptan dargestellt, deren sukzessive VerknĂŒpfung die AminosĂ€ure ergibt.
Abbau
Nicht fĂŒr die EiweiĂsynthese benötigtes Methionin wird ĂŒber die Zystathionin-Synthetase zu Zystein abgebaut. Eine InaktivitĂ€t dieses Enzyms fĂŒhrt zu einer HomozystinĂ€mie, einer Homozystinurie sowie einer vermehrten Remethylierung von Homozystein zu Methionin.
Medizinische Anwendung
Methionin wird bei Harnweginfektionen zur Vorbeugung gegen immer wiederkehrende Infektionen eingesetzt. Durch die Einnahme von Methionin verschiebt sich der pH-Wert des Urins in den sauren Bereich, was vor bakterieller Besiedlung schĂŒtzen soll. Durch die AnsĂ€uerung des Harns wird auch die Bildung von Phosphatsteinen in der Niere verhindert.
Funktionen
Literatur
Weblinks
- weitere Weblinks
- Abbildung und chemische daten
- Abbildung
www.novamex.de/nnb/aminosÀuren/am_methio.htm
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