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Metro Budapest

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Die Budapester Metro besteht aus zwei unterschiedlichen Systemen. Die Millenniums-U-Bahn (Millenniumi Földalatti Vasút) ist nach London die zweitälteste U-Bahn in Europa. Diese erste U-Bahn-Linie (ung. Földalatti Vasút, dt. Unterirdische Eisenbahn) wurde 1896 eröffnet und gilt als die erste U-Bahn-Linie auf dem europäischen Festland. Die beiden übrigen Linien wurden nach sowjetischem Standard gebaut.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bau der ersten U-Bahn

Am 2. Mai 1896 wurde passend zur 1000-Jahr-Feier der Staatsgründung Ungarns (896) die sogenannte Millenniums-Linie (Millenniumi Földalatti Vasút) zwischen Vörösmarty tér und Széchenyi fürdő eröffnet.

Da man damals noch keine großen Erfahrung in Bau von Untergrundbauwerken hatte, wurde die Metro als Unterpflasterbahn gebaut. Das heißt, sie liegt nicht mehr als 3 Meter unter der Erde. Ähnliches gibt es auch zum Beispiel in Berlin, wo auch mehrere Linien als Unterpflasterbahn gebaut wurden.

Diese erste U-Bahn-Linie blieb 77 Jahre unverändert, bevor sie 1973 um eine Station bis zur Mexikói út verlängert wurde. Auch bis heute fährt diese Linie, als M1 bezeichnet, auf der Strecke Vörösmarty tér <> Mexikói út. Zum 100-jährigen Jubiläum 1996 wurden alle Stationen wieder hergerichtet und in den historischen Zustand versetzt.

Bau der Metro

Die übrigen Linien des Budapester U-Bahn-Netzes wurden seit 1950 nach sowjetischem Vorbild mit sowjetischer Technik gebaut und nach sowjetischem Vorbild als Metro bezeichnet. Auch die Wagen stammen aus der Sowjetunion, verwenden jedoch die europäische Normalspur (1435 mm).

Erst 1970 wurde eine zweite Linie (M2) zwischen Deák Ferenc tér und Örs vezér tere eröffnet, obwohl die Bauarbeiten bereits 1950 begonnen hatten. 1972 gab es eine Verlängerung zum Südbahnhof (Déli pályvaudvar). Diese Linie ist heute die meistgenutzte in Budapest, denn sie verbindet einerseits die beiden Stadtteile Buda und Pest und anderseits die wichtigen Bahnhöfe Déli pályaudvar (im Westen, auf Budaer Seite) und Keleti pályaudvar (im Osten, auf Pester Seite). Auch deshalb findet zur Zeit eine Grundsanierung der Linie statt. Die Arbeiten werden vor allem im Sommer verrichtet. So gibt es einen Zeitplan, bis 2007 die Linie fertig zu sanieren. Sommer 2004: Die Stationen von Örs Vezér tere bis Pillangó; Sommer 2005: Die Stationen von Népstadion bis Deák tér; Sommer 2006/2007: Die Stationen zwischen Deák tér und Déli pályaudvar. Geplant sind vor allem der Einbau von Aufzügen und moderner Technik.

Die dritte Linie (M3) ist eine Nord-Süd-Verbindung im Ostteil der Stadt (Pest). Sie wurde 1976 zwischen Deák tér und Nagyvárad tér eröffnet. Weitere Verlängerungen gab es in den 80er Jahren: 1980 nach Kőbánya-Kispest; 1981 nach Lehel tér; 1984 nach �rpád híd und 1990 nach Újpest Központ. Abgesehen von der Station Kőbánya-Kispest sind alle Bahnhöfe unterirdisch.

Linien

Nummer Kartenfarbe Strecke Eröffnung Länge Bahnhöfe
1 Gelb Vörösmarty tér <> Mexikói út 1896 5 km 11
2 Rot Déli pu. <> Örs vezér tere 1970 10 km 12
3 Blau Újpest Központ <> Kőbánya-Kispest 1976 18 km 20


Ausbau

Verlängerungen der vorhandenen drei Linien sind derzeit nicht geplant.

Jedoch finden gerade Bauarbeiten für eine neue Linie (M4) statt. Sie soll vom Kelenföldi pályaudvar (Bahnhof Kelenföld) bis zum Bosnyák tér gehen und wird für diese Strecke nur halb so lange brauchen wie jetzt die Expressbusse der Linie 7. Die bestehenden Linien 2 und 3 werden beim Kálvin tér und am Keleti pályaudvar (Ostbahnhof) gekreuzt. Die Bauarbeiten begannen 2004 und sollen 2007–2009 abgeschlossen werden.

Es bestehen auch Pläne für eine fünfte U-Bahn-Linie. Sie soll von der Westseite der Stadt über die Donauinsel durchs Zentrum verlaufen und alle bestehenden Metrolinien (M1-M4) kreuzen. Sie verbindet damit wichtige S-Bahnhöfe.

Weblinks







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