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Metz

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Dieser Artikel befasst sich mit der Stadt Metz in Frankreich. Andere Bedeutungen unter Metz (Begriffsklärung).



Metz (der alte, keltisch-lateinische Name Divodurum bedeutet "Götterburg") ist eine Industriestadt im Nordosten Frankreichs und Hauptstadt des Départements Moselle und der Region Lothringen.

Metz wird in der ersten Fußball-Liga la Ligue Nationale durch den F.C. Metz vertreten.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Metz ist der ursprüngliche Stammsitz der Karolinger, Familienmitglieder Karls des Großen wurden hier beerdigt. Die Stadt war in merowingisch fränkischer Zeit die Hauptstadt von Austrasien und wurde später deutsche Reichsstadt, blieb aber auch in dieser Zeit mehrheitlich französischsprachig. Am 10. April 1552 besetzte der französische König Heinrich II. die Stadt, deren Bürger acht Tage lang Widerstand geleistet hatten. 1871-1918 und 1940-1944 gehörte Metz zum Deutschen Reich.

Erste Besiedlungsspuren finden sich ab 3000 v. Chr., als die Region von den Kelten besiedelt war. Metz, dessen alter, keltisch-lateinischer Name Divodurum („Götterburg“) lautet, wurde in der spätrömischen Zeit nach dem dort siedelnden Keltenstamm Mediomatricum(nach der hochmittelalterlichen Form "Mettis") genannt und war eine der größten Städte Galliens, größer als Lutetia (Paris). Im Jahre 451 wurde Metz von den Truppen des Hunnenkönigs Attila zerstört.

Metz wurde später deutsche Reichsstadt, blieb aber auch in dieser Zeit mehrheitlich französischsprachig. Wie in der benachbarten freien Reichsstadt Straßburg entwickelte sich eine vom Bischof unabhängige Stadtrepublik, die von den reichsten Patrizierfamilien (die "Paraiges" in der lokalen lothringischen Sprache) geführt wurde. Sie bildeten ein Kollegium von dreizehn Vertretern, die man üblicherweise auch "les Treize" (die Dreizehn) nannte. Die Bewohner der freien Reichsstadt Metz nannten sich "citains", wobei man eindeutig das damals vorbildliche italienische Modell der autonomen Città erkennt. Metz unterhielt ja damals einen regen Kontakt mit den italienischen Handelsstädten und beherbergte zahlreiche sogenannte "lombardische Kontore", die das Geld- und Kreditgeschäft von Norditalien nach Metz brachten. Die jüdische aschkenasische Gemeinschaft von Metz gehörte zu den ältesten Frankreichs und spielte lange eine entscheidende Rolle in dem Geldverkehr zwischen Volk und Obrigkeit. Der Bischof von Metz blieb formal das Oberhaupt der freien Stadt, aber entging jedem Trubel von der rebellischen Stadt, indem er sich in seiner Residenz von Vic-sur-Seille niederließ. Bereits im 9. Jahrhundert zählte die Stadt Metz 39 Kirchen und zahlreiche Klöster und Stifte. Die ehemalige römische Basilika Saint-Pierre aux Nonnains gilt als die älteste Kirche Frankreichs. Bis zum 16. Jahrhundert ist Metz eine wahrhafte Klosterstadt: Ab dem 12. und 13. Jahrhundert kamen die Bettel- und Ritterorden hinzu, die aus Metz eine definitiv mehrheitlich geistliche Stadt machten. Die Ankunft der Franzosen ab dem 16. Jahrhundert setzte dieser Periode ein endgültiges Ende. Sie wandelten die religiöse Stadt in ein militärisches Bollwerk gen Deutschland um.

Am 10. April 1552 besetzte der französische König Heinrich II.die Stadt, deren Bürger acht Tage lang Widerstand geleistet hatten. Er nannte diesen Einzug "la chevauchée d'Austrasie" (Der Ritt nach Austrasien), denn er betrachtete diesen politischen Erfolg als Revanche dafür, dass seine karolingischen und Kapetinger Vorfahren den lothringischen Teil des Reiches verloren hatten. Eigentlich bekam Heinrich II. das Vikariat bzw. Protektorat über die sogenannten Drei Bistümer: Metz, Toul und Verdun. Obwohl die katholische Kirche Staatsreligion des französischen Königreichs war, paktierte Frankreich oft mit den deutschen protestantischen Fürsten, um dem Habsburger Erbfeind auf irgendeine Weise die europäische Vormachtstellung wegzurauben. So geschah es auch mit Metz: nur mit dem stillen Einvernehmen der protestantischen Reichsfürsten konnte der französische König in die freie Stadt Metz einziehen, mit dem Vorwand, die Stadt vor dem lothringischen Herzog zu schützen, der bekanntlich dem Kaiser zugetan war. Jeder Versuch Karls V., die Stadt Metz zurückzuerobern, misslang. Die Franzosen blieben in Metz, bis der westfälische Frieden 1648 ihnen die Drei Bistümer offiziell und endgültig vergab.

Metz wurde im 17. Jahrhundert durch Vauban befestigt und diente als Drehscheibe für alle Kampagnen Ludwigs XIV. in seiner Reunionspolitik gen Osten. Das mittelaterliche Metz geriet in Vergessenheit.

1871-1918 und 1940-1944 gehörte Metz zum Deutschen Reich. Die erste Annexion wirkte sich auf das Metzer Stadtbild stark aus und machte sich vor allem in der militärischen und zivilen Architektur bemerkbar. Heute noch unterscheidet man ohne Probleme das "deutsche" oder "preußische" von dem "französischen" Metz. Diese Dualität gehört einfach zur Geschichte der Stadt wie zum Beispiel in Straßburg. Doch im Gegensatz zu der elsässischen Hauptstadt war und ist Metz von alters her eine französischsprachige und -gesinnte Stadt. Die Verdeutschungsversuche der zwei Annexionen haben lange ihre Spuren bei der Bevölkerung hinterlassen.

Sehenswürdigkeiten

Politik

Bisherige Bürgermeister von Metz waren: Raymond Mondon 1947 bis 1970

Jean-Marie Rausch von 1971 bis heute, letzte Wiederwahl 2001

1961 fusionierte Metz mit den benachbarten Gemeinden von Borny, Magny und Vallières-lès-Metz


In Metz geborene Persönlichkeiten:

Städtepartnerschaft

Trier ist seit dem 13. Oktober 1957 Partnerstadt von Metz.

Weblinks









Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Metz aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.