Mischna
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Einordnung: Judentum
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Die Mischna (hebräisch: Wiederholung) ist die wichtigste Sammlung religionsgesetzlicher Überlieferungen des rabbinischen Judentums. Sie bildet die Basis des Talmuds.
Die Mischna wurde gegen 220 n. Chr. als schriftliches Werk abgeschlossen. Ihr Redakteur ist der rabbinische Gelehrte Yehudah HaNasi (genannt Rebbe).
In 6 Ordnungen und 63 Traktaten umfasst die Mischna die religionsgesetzlichen (halachischen) Auffassungen der rabbinischen Gelehrten über die rechte Anwendung und Auslegung der Bestimmungen der Tora.
Dieses Werk ist kein Gesetzkodex im eigentlichen Sinne. Viel mehr ist es eine geniale Synthese der damals vorherrschenden Meinungen unter den Gelehrten in der Akademie und im Gerichtshof in ihrer gesamten Breite und auch Widersprüchlichkeit. So ist ein der 6 Ordnungen vollständig dem Tempeldienst gewiedmet, der zu dem Zeitpunkt des Entstehens der Mischna bereits ein halbes Jahrhundert in den Trümern lag.
Ein weiteres wesentliches Nachteil des Werkes ist die mangelnde Begründung der in ihm zusammengeführten Gesetzen aus den heiligen Schriften der Juden. Dieses Mangel war in den volgenden Jahrhunderten das hauptsächliche Beschäftigungsfeld von Talmud und Midrasch.
Die Rabinische Übelieferungen in diesem Text nennt man Tannaim - einer Pluralform des aramäischen Worts Tanna - das seinerseits eine Variante des hebräischen Worts Schana (×©× ×”) ist. Shana - das Haupbestandteil des Worts Mishna, bedeutet buchstäblich "wiederholen [, was einem beigebracht wurde]" und wird im Sinne des "lernen" benutzt.
Das Wort Mischna kann auch einen Paragraph, d.h. die kleinste strukturierte Einheit in Mischna als Ganzen. Die Pluralform in dem Fall ist Mischnayot. So bilden die Mischnayot einen Perek (Kapitel), die Perakim (pl. von Perek) bilden ein Masechet (Traktat), die Masechtot (pl. von Masechet) bilden eine Seder (Order) und, schließlich bilden die Shas (Abkürzung für Shisha Sedarim - Die drei Order) die Mishna (bzw. den Talmud, wenn es um die Gemara geht).
Literatur
- Strack, H.L., Stemberger, G., Einleitung in Talmud und Midrasch. München 1982.
Siehe auch: Portal Judentum
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