Nationalpark Hochharz
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Einordnung: Nationalpark in Deutschland
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Der Nationalpark Hochharz ist ein Nationalpark in Deutschland und befindet sich in Sachsen-Anhalt. Der Park umfasst große Teile des östlichen Harzes, etwa zwischen Eckertalsperre im Norden und Schierke im Süden.
| Inhaltsverzeichnis |
Gründung des Nationalparks
Der 59 km² große Nationalpark auf dem Gebiet von Sachsen-Anhalt wurde 1990, 2 Tage vor der Wiedervereinigung errichtet. Er umfasst auch die Kuppe des Brockens. Die Region ist geprägt von einer fast unberührten Pflanzen- und Tierwelt, was sich vor allem auf die Lage direkt an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze zurückführen lässt: In der DDR-Zeit war der Brocken Sperrgebiet, eine touristische Nutzung fand nicht statt.
Klimatische Verhältnisse
Auf dem Brocken herrschen besondere klimatische Verhältnisse, die denen Islands gleichen. Im rauen Klima des Harzes liegt die natürliche Baumgrenze bei 1.100 Meter über NN, die Spitze des Brockens mit ihren 1142 Meter über NN ist daher baumlos. Zwischen den flechtenüberzogenen Gesteinshalden des Harzes wächst daher eine tundrenartige Heidevegetation, die mit dem immerwährenden Nebel, den niedrigen Temperatiuren und 300 Regen- und Schneetagen zurechtkommt. Aufgrund der vielen Niederschläge in den Berglagen zählt der Harz zu den wasserreichsten Regionen Deutschlands.
Aufgrund der häufigen Nebeltage, lässt sich auf dem Brocken neben Halos besonders häufig das "Brockengespenst" beobachten. Das sogenannte "Brockengespenst" ist ein optischer Effekt, bei dem Gegenstände überdimensional auf den Nebel projiziert werden.
Flora und Fauna
Die natürlichen Harzwälder bestehen nahezu ausschließlich aus Fichten und Ebereschen, erst ab einer Höhe von 700 Meter über NN dominieren Laubbäume den Wald. Die widerstandsfähige Harzfichte ist heute selten geworden, nachdem aufgrund des Erzbergbaus im Harzgebiet der Wald weitgehend abgeholzt wurde, forstete man mit schnellwüchsigen Fichtenrassen aus dem Flachland auf. Anders als die Harzfichte kommen diese jedoch weniger gut mit der Schnee- und Eisbelastung im Harz zurecht und reagieren daher auch anfälliger auf Borkenkäferbefall.
Der Harz ist Heimat der Brockenanemone, die in Deutschland nur auf der Hochfläche des Brockens wächst. Ihre Bestände sind jedoch durch den seit der Wiedervereinigung einsetzenden Tourismus besonders gefährdet.
In den noch jungen Nationalparks siedelt sich mittlerweile auch wieder der Auerhahn an; Wildkatzen sind hier heimisch und es gibt Ansiedlungsprojekte für den europäischen Luchs.
Touristische Nutzung
Die Gebiete des Westharzes in Niedersachsen werden durch einen anderen Nationalpark geschützt, den Nationalpark Harz, der erst 1994 gegründet wurde. Es ist geplant, beide Parks zusammenzuführen; die Informationstafeln weisen die beiden Parks bereits als "Nationalpark Harz" aus und ein Staatsvertrag zwischen den Ländern Niedersachsen und Sachsen-Anhalt wurde am 28. August 2004 unterzeichnet. Beide Nationalparks gemeinsam ziehen mehrere Millionen Touristen im Jahr an und gehören damit zu den am meisten besuchten Nationalparks Deutschlands.
Adresse Nationalparkverwaltung
- Nationalpark Hochharz
- Lindenallee 35
- D-38855 Wernigerode
- Tel.:03943-55020
Weblinks
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