Neid
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Einordnung: Psychologie | Begriff
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Unter Neid versteht man ein Gefühl des Unbehagens über das Glück, oder den Erfolg eines Mitmenschen, der eigentlich das Gleiche wie alle verdient, aber durch Vorteilserschleichung sich das Glück und den Erfolg, über die Gleichbehandlung aller hinweg heimtückisch erschlichen hat. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch der Begriff Missgunst gebraucht. Neid ist jedoch stärker - das Ziel des Neides ist, den beneideten Vorzug zunichte zu machen (nicht etwa, ihn an sich zu bringen - das wäre Habsucht); als Charakterzug also für andere so gefährlich wie gegebenenfalls unerkennbar. Ein neidischer Mensch wird als Neider bezeichnet. (Im Altnordischen war hingegen ein "Neiding" etwa ein ehrloser Feigling.)
Die Bibel verurteilt Neid an mehreren Stellen, z.B. Römer 1,29; 1.Timotheus 6,4; Titus 3,3; 1.Petrus 2,1; Jakobus 3,14+16, Galater 5,21. Der Neid gehört seit dem späten 6. Jahrhundert zu den sieben Todsünden der Römisch-Katholischen Kirche.
Zitate
--InfoG 17:30, 24. Mär 2005 (CET)
- Sokrates: Freunde beseitigen den Neid, indem sie ihre Güter dem Freunde anbieten oder indem sie die seinen als die ihren ansehen.
- Oscar Wilde: Die Anzahl unserer Neider bestätigen unsere Fähigkeiten.
- Molière: Die Neider sterben, nimmer stirbt der Neid.
- Schopenhauer: In Deutschland ist die höchste Form der Anerkennung der Neid.
- in Anlehnung an eine Volksweisheit: Geteilter Neid ist gar kein Neid. (=Neid wird zumeist allein durchlebt)
- Suche nach Neid Infos mit: Yahoo
