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Neue Länder

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Der Begriff neue Bundesländer bzw. neue Länder umfasst die fünf Bundesländer, die aufgrund des Ländereinführungsgesetzes vom 22. Juli 1990 auf Beschluss der Volkskammer der DDR aus den 14 Bezirken zum 14. Oktober 1990 gebildet wurden. Bereits am 3. Oktober 1990 war der Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland vollzogen worden.

Im einzelnen handelt es sich dabei um die Bundesländer:

Länder existierten in der DDR bereits bis 1952, diese wurden jedoch im Zuge der „weiteren Vervollkommnung des sozialistischen Verwaltungsaufbaus“, der in Wirklichkeit eine Abschaffung des Föderalismus und eine straffe Zentralisierung zum Ziel hatte, am 23. Juli 1952 aufgelöst und in 14 Bezirke und 217 Kreise aufgeteilt, wobei historisch gewachsene Strukturen zum Teil zerstört und der Zuschnitt der Bezirke vorwiegend nach ökonomischen Gesichtspunkten festgelegt wurde.

Zum Zeitpunkt des Beitritts zur Bundesrepublik Deutschland betrug die Bevölkerungszahl etwa 17 Millionen Menschen. Durch die allgemeine demografische Entwicklung in Deutschland und durch Abwanderung in die alten Bundesländer ging diese Anzahl auf 15 Millionen zurück.

Wegen ihrer Fünfzahl war zwischenzeitlich auch die Bezeichnung fünf neue Länder gebräuchlich. In den Jahren nach der Wiedervereinigung oder Wende wurden diese Gebiete – zum Teil scherzhaft – auch als Neufünfland (eine Anspielung auf Neufundland), Fünfneuland, FNL, Beitrittsländer, Beitrittsgebiet oder Anschlussgebiet bezeichnet. Die drei letztgenannten Begriffe umfassen normalerweise auch Ost-Berlin.

Inzwischen werden von vielen die Begriffe Neue Länder und Ex-DDR leicht abwertend empfunden, da seit der Wiedervereinigung bereits ein längerer Zeitraum vergangen ist, das Wort aber immer noch die Sonderrolle des Gebietes betont.

Wesentlich häufiger werden die fünf Länder zusammenfassend als Ostdeutschland bezeichnet – was durch gewandelten Sprachgebrauch einen fast neutralen Klang bekommen hat. Gelegentlich bezeichnet man mit Ostdeutschland – angelehnt an den inzwischen im RBB aufgegangenen ORB (Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg) – nur den Nordosten, also das Gebiet der Länder Brandenburg, Berlin und zum Teil Mecklenburg-Vorpommern.

Auch der Begriff Mitteldeutschland erfährt derzeit einen auflebenden Gebrauch – vor allem durch den Wunsch der südöstlichen, wirtschaftsstärkeren Bundesländer Sachsen und Thüringen, sich vom wirtschaftlich schwächeren Nordosten abzugrenzen. Insbesondere der Mitteldeutsche Rundfunk benutzt diese Bezeichnung, um das Sendegebiet (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) zusammenfassend zu bezeichnen. Im Wort Mitteldeutschland schwingt allerdings in Teilen der älteren Generation die Erinnerung an die früheren (vor 1945) deutschen Ostgebiete mit.

In der alten Bundesrepublik gebräuchliche Bezeichnungen für die DDR waren unter anderem: SBZ (Sowjetische Besatzungszone), Zone, Dunkeldeutschland, Drüben, Ostzone, so genannte DDR.

Siehe auch






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