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Neufundland

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Die Insel Neufundland (englisch Newfoundland) ist ein Teil der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Neufundland liegt vor der Nordostküste Nordamerikas im Atlantischen Ozean und ist der am dichtesten besiedelte Teil der Provinz Neufundland und Labrador. Von der Halbinsel Labrador ist Neufundland durch die Belle-Isle-Straße getrennt. Die Insel hat eine Fläche von 111.390 km².

Die Provinzhauptstadt St. John's befindet sich am südöstlichen Ende der Insel. Vorgelagert ist Cape Spear, das nicht nur der östlichste Punkt der Insel, sondern auch des gesamten nordamerikanischen Kontinents ist.

Geschichte

Die ersten Bewohner Labradors waren wohl die maritimen archaischen Indianer, die in der Zeitspanne zwischen 8000 bis 3500 v.Chr. in Nordamerika lebten. Ausgrabungen in L'Anse-Amour an der Südostküste Labradors sind datierbar auf ca. 7500 v.Chr. und damit die ältesten in Nordamerika. Spätestens um 4000 v.Chr. kamen diese Indianer auch an die Küste Neufundlands. Zwischen 3500 und 2500 v.Chr. hatten sich daraus wahrscheinlich die „Intermediate Indians“ entwickelt, die auch im Landesinneren lebten. In Port au Choix an der Westküste Neufundlands werden Indianerfriedhöfe aus verschiedenen Epochen seit langem ausgegraben. Um 4000 v.Chr. bis 2000 v.Chr. verdrängten / übernahmen die Prä-Dorset Eskimos die Siedlungsgebiete der archaischen Indianer. Um 2400 v.Chr. kamen dann die Dorset-Eskimos aus dem Nordosten nach Labrador und Neufundland. Allerdings verschwanden sie ungeklärter Weise um 1000 v.Chr. wieder von der Insel. Um 1400 v.Chr. kam die dritte Welle von Eskimos, die Thule, von Alaska her und kamen weiter bis nach Grönland. Ab ca. 1700 v.Chr. gab es verschiedene, bis in die moderne Zeit reichende Verbreitungen von Indianern. Die wichtigsten Gruppen sind die Beothuk und die Micmac. Die letzte Beothuk Shawnadithit starb in St.John's 1829. Die Micmac sind die letzten „native indians“ in Neufundland, in Labrador leben die Inuit, die Nachfahren der Thule-Eskimos.

Ungesichert aber wahrscheinlich sind die Geschichten, ob Brendan, ein irischer Mönch, im sechsten Jahrhundert Neufundland erreicht hat. Sicher hingegen ist, dass die Wikinger (Bjarni Herjólsson, Thorvald Eiriksson, Leif Eriksson) auf mehreren Fahrten um 1000 n.Chr. nach Neufundland und Labrador kamen. 1961 entdeckte Helge Ingstad eine Wikingersiedlung im äußersten Norden der Insel. L'Anse aux Meadows steht heute auf der UNESCO-Liste für Weltkulturerbe. Wahrscheinlich ist, dass dies das Vinland (nicht Weinland, sondern Grasland) der Wikinger ist. Es wurde schon im Jahre 1076 von Adam von Bremen beschrieben.

In 15. Jahrhundert kamen immer öfter portugiesische und spanische Fischer auf die Neufundlandbänke zum Fischen. Erst 1497 sah offiziell der erste Europäer – John Cabot (Giovanni Caboto), ein italienischer Seefahrer in Diensten des englischen Königs – das amerikanische Festland in Labrador nachdem er auf der gleichen Reise schon in Bonavista auf Neufundland gelandet war.

Siehe auch indigene Bevölkerung.

Naturparks

Im Westen der Insel Neufundland befindet sich der Gros Morne National Park. Dieser Nationalpark wurde 1973 gegründet. Im Jahr 1987 wurde er in die Liste der World Heritage Sites der UNESCO aufgenommen.

Durch den Terra Nova Park kommt man auf dem Highway No. 1 auf dem Weg von St.John's nach Gander.

Verteilt über die gesamte Insel findet man etliche Reservate zum Schutz einzigartiger Pflanzen und Tiere, wie Cape St. Mary's oder Witless Bay.

Tourismus

Durch die abgeschiedene Lage der Insel gibt es nicht sehr viel Tourismus. Pauschaltourismus gibt es hier nicht. Es kommen vor allen Dingen Jäger und Individualisten.

Allerdings haben die Neufundländer erkannt, dass dies der zukünftige Witschaftszweig (neben Öl) ist, da das Fischereiverbot in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts die Insel zum Sozialfall gemacht hat (Über 20 Prozent Arbeitslose).

Mittlerweile gibt es die ganze Palette für Adventure-Touren und Winterurlaub. Einzig Badeurlaube lassen die steinige Küste und das unbeständige Klima nicht zu.

Sonstiges

Heutzutage ist Neufundland das Land auf der Erde, in dem prozentual gesehen die meisten Einwohner Englisch sprechen. Allerdings ist es ein besonderes Englisch. Bis in die 70er und 80er Jahre des 20. Jahrhunderts gab es noch isolierte Kommunen entlang der Küste, in denen sich die Sprache der jeweiligen Siedler erhalten hat (meistens Shakespeare-Englisch, Französisch, Irisch, Portugiesisch etc.). Erst nach dem Anschluss von Neufundland an Kanada und dem damit verbundenen Ausbau der Infrastruktur kam die Moderne in diese weltabgelegenen Dörfer und langsam werden die Idiome ersetzt. Heutzutage ist Neufundland eines der Länder mit der prozentual höchsten Verbreitung des Internets!

Über die Mentalität der Newfies, wie sich die Neufundländer selbst gerne bezeichnen, gibt der Roman The Shipping News von Annie Proulx, einen kleinen Eindruck. Dieses Buch wurde mit der Auflage verfilmt, die Aufnahmen in Neufundland zu machen. Die Neufundländer dankten es, indem sie einen Küstenstrich nach dem Helden „Quoyles Land“ nannten.

Weblinks










Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Neufundland aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

Liedertexte