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Nevers

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Nevers ist eine Stadt in Zentralfrankreich. Nevers ist die Präfektur (der Verwaltungssitz) des Départements Nièvre, der früheren Provinz Burgund. Nevers liegt etwa 260 Kilometer südlich von Paris und hatte 1999 eine Einwohnerzahl von 43.082.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Name der Stadt zu gallorömischen Zeiten war Noviodunum, später wurde er in Nebirnum geändert. Mit zahlreichen archäologischen Funden lässt sich die Wichtigkeit der Siedlung schon zu damaligen Zeiten belegen. Gaius Julius Caesar ließ hier ein Nachschublager errichten. Gelagert wurden Getreide und der Militärsold, daneben waren Gefangene hier untergebracht. 52 v. Chr. begann hier der Kampf mit den revoltierenden Aeduern.

Im Frühmittelalter, im ausgehenden fünften Jahrhundert, wurde Nevers Bischofssitz. Erst mit dem 10. Jahrhundert wird ein weltliches Lehen nachgewiesen. Die Stadtbürger Nevers' erhielten urkundlich verbriefte Rechte in den Jahren 1194 und 1231 zugesprochen. Noch im 14. Jahrhundert war hier der Sitz einer Universität, die von Orléans hierher verlegt wurde, später aber wieder zurückverlegt wurde.

Geographie

Nevers liegt in einer hügeligen Gegend am Ufer der Loire, wo sie mit dem Nièvre zusammenfließt.

Sehenswertes

Enge Gässchen, die sich von den Kais durch die Stadt winden, werden von zahlreichen alten Bürgerhäusern des 14. bis zum 17. Jahrhundert umgeben.

Unter den Sakralbauten sticht die Kathedrale von St. Cyr, eigentlich ein Bau aus zwei Gebäuden mit zwei Apsissen, hervor. Die Apsis und der Transept im Westen sind Reste eines romanischen Kirchbaus, während der Mittelbau und die östliche Apsis gotischer Herkunft sind und ins 14. Jahrhundert datiert werden können. Im östlichen Teil des Gebäudes gibt es kein Transept. Das Krichenportal stammt aus dem 15. Jahrhundert; der künstlerisch verzierte, massige Turm kann ins frühe 16. Jahrhundert datiert werden.

Die Kirche von St. Etienne ist ein Vorzeigestück romanischer Bauweise in der Auvergne, Charakteristisch ist die Errichtung einer Apsis mit drei radial dazu abgehenden Kapellen. Die Kirche war eine Gründung des Klosters Cluny. Der Herzogenpalast von Nevers (der heute als Gericht und als Keramikmuseum genutzt wird) wurde im 15. und 16. Jahrhundert errichtet und ist einer der bedeutsendsten Feudalbauten in Zentralfrankreich. Jede Fassade wird mit einem kleinen Zinnengang und einem Rundturm flankiert.

Die Aussicht vom Palast auf das Loiretal ist beeindruckend. Die Porte du Croux, ein quadratischer Turm mit Ecktürmchen aus dem ausgehenden 14. Jahrhundert, ist ein Relikt der alten Befestigungsanlagen; heute enthält er eine Skulpturen- und (römische) Antikensammlung.

Ein Triumphbogen aus dem 18. Jahrhundert erinnert an den Sieg von Fontenoy und auch das hôtel de ville (Rathaus) gehören zu den Sehenswürdigkeiten.

Einrichtungen

Nevers ist noch immer Bistum. Ein Gericht erster Instanz und Handelsgerichte bestehen neben der Handelskammer. Daneben besitzt die Stadt eine Porzellanmanufaktur. Sie ist Umschlagplatz für landwirtschaftliche Erzeugnisse. Daneben bestehen Destillerien.

Besonderheiten

Nevers war der Geburtsort des Revolutionärs Pierre Gaspard Chaumette (1763-1794).

Der Formel 1-Parcours von Magny-Cours liegt in der Nähe von Nevers.

Der ehemalige Premierminister von Frankreich Pierre Bérégovoy beging am 1. Mai 1993 Selbstmord in Nevers.







Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Nevers aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

Liedertexte