Nicholas Flamel
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Nicholas Flamel (* wahrschlich 1330 in Pontoise; †um 1413 (spätestens aber 1419) war ein französischer Alchimist.
Flamel war der Sohn eines jüdischen Kopisten. Seit 1355 war er verheiratet mit der Witwe Perronelle (Pernelle). Der Legende nach erschien ihm eines Tages im Traum ein Engel, der ein Buch zeigte, dessen Inhalt nur Flamel zugänglich wäre. Das Buch, das Flamel dann tatsächlich für lediglich zwei Florint erwarb, soll auf drei Kapiteln von jeweils sieben Seiten das Geheimnis des Steins der Weisen enthüllt haben. Erst nach 21 (=3×7) Jahren jedoch, auf einer Wallfahrt nach Santiago de Compostella, identifizierte ein Mitreisender eine Abschrift des Werkes als Aesch Mezareph des Rabbis Abraham.
Am 17. Januar 1382 (einem Rosenmontag) - nach anderen Angaben war es der Februar des Jahres 1382 oder sogar erst der Januar oder Februar des Jahres 1392 - soll dann Flamel erstmals die Herstellung von Gold aus Silber gelungen sein. Den daraus entstandenen Gewinn spendete Flamel zum Großteil an Krankenhäuser und Kirchen, wo er als einzige Bedingung verlangte auf den Außenmauern, meist oberhalb des Eingangs, abgebildet zu werden. Seine Frau war meist mit dabei. Nach seiner Beisetzung, starb bald auch seine Frau und man wunderte sich später bei einer Exhumierung warum die Gräber leer waren, d.h. mit Baumstämmen gefüllt. Eine wichtige Abbildung von Flamel, ist in einem Folianten in Paris zu sehen, wo mehrere Männer gebückt in einem angelegten Garten im Erdreich nach Gold graben. Flamel wurde einige Jahrhunderte später durch diese Abbildung identifiziert; vor der Pariser Oper.
Die später legendarisch überformte Figur des Flamel tauchte immer wieder in der Literatur auf. Zuletzt fand sich Flamel in Joanne K. Rowlings Roman Harry Potter und der Stein der Weisen verarbeitet (in der Schreibweise Nicolas Flamel).
Literatur
- Helmut Gebelein, Alchemie; Kreuzlingen/München 1991, 155-159
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