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Nordirland

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Inoffizielle Flagge von Nordirland
Sprachen Englisch, Scots, Irisch
Hauptstadt Belfast
Staatsoberhaupt Elisabeth II.
Erster Minister Regionalparlament suspendiert
Fläche 13.843 km² (etwas kleiner als Schleswig-Holstein)
Bevölkerung 1.692.500 (2003) (etwa soviel wie Hamburg)
Bevölkerungsdichte 122,3 Einwohner pro km²
Währung Pfund Sterling
Zeitzone UTC, Sommerzeit: +1 UTC


Nordirland ist ein Landesteil des Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Nordirland. Es besteht aus dem größten Teil der historischen irischen Provinz Ulster im Norden der Insel Irland.

Im Verhältnis zur Republik Irland ist Nordirland dichter bevölkert und hat mehr Industrie.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Nordirland bildet die Fortsetzung des Landschaftsbildes in Nordengland und Südschottland nach Westen hin. Die Küstenlinie ist reich gegliedert. Das Klima ist - wie überall auf den Britischen Inseln - ozeanisch und wird vom Golfstrom beeinflusst.

Wichtige Städte:

Wirtschaft

Nordirland war - wie die Republik Irland - von Auswanderung geprägt; größere Investitionen wurden aufgrund der ethnischen Spaltung und der politischen Unsicherheit kaum getätigt; das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bewegte sich 1991 auf 81 % des Durchschnitts im Vereinigten Königreichs; die Arbeitslosigkeit war hoch. Seit 1997 wird mehr investiert und die Wirtschaft wächst stärker.

Verwaltung

1972 wurde das Nordirlandministerium (engl. Northern Ireland Office, Abk. NIO) in London geschaffen, das von einem Minister (engl. Secretary of State) geleitet wird. Heute (2004) ist dies Paul Murphy. Das Ministerium ist verantwortlich für die Bereiche Justiz und Gefängniswesen (engl. criminal justice und prisons), Polizei (siehe unten), die Fürsorge für Opfer von politisch motivierten Verbrechen (engl. victims) sowie - seit dem 14. Oktober 2002, an dem die Regionalregierung direkt der Zentralregierung unterstellt wurde - die Rechtsaufsicht über die Behörden in Nordirland.

Wie auch in Wales und Schottland setzt die Regierung von Tony Blair ihre Politik der Dezentralisierung (engl. devolution) auch in Nordirland um und hat eine Regionalverwaltung geschaffen. In Nordirland gibt es das Büro der Exekutive (engl. Office of the Minister and the Deputy Minister) sowie zehn Regional-Ministerien (engl. departments), nämlich für Landwirtschaft (engl. agriculture), für Kultur (engl. culture, arts and leisure), das Kultusministerium (engl. education), das Ministerium für Umweltschutz (engl. environment), für Finanzen (engl. finances and personnel), für Gesundheit (engl. health), für Wirtschaft (engl. enterprise, trade and investing), für Fortbildung (engl. employment and learning), für Regionalentwicklung (engl. regional development) sowie für Soziales (engl. social development). Der Vorteil dieser Konstruktion liegt darin, dass die Ministerien der Republik Irland ein Gegenüber nicht in London, sondern in Belfast haben und das allmähliche Zusammenwachsen Irlands so gefördert wird.

Bis 1972 war Nordirland in sechs Bezirke (engl. counties) gegliedert (durchschnittliche Einwohnerzahl: 260.000). Diese waren Antrim, Armagh, Down, Fermanagh, Londonderry und Tyrone. Seitdem gibt es 26 Landkreise (engl. districts) mit durchschnittlich 60.000 Einwohnern.

Geschichte

Die Geschichte findet man unter Geschichte Nordirlands. Auf dieser Seite finden Sie auch Informationen zur Geschichte des Nordirland-Konflikts. In einem eigenen Artikel finden sie weitergehene Informationen zum Nordirland-Konflikt.

Politik

Die politischen Parteien spiegeln bis heute die ethnische Spaltung der Provinz wider; DUP und UUP treten für die protestantisch-unionistische Seite an, SF (Sinn Fein) für die irisch-nationalistische Seite. Die Wahlen vom 26. November 2003 ergaben folgende Ergebnisse (in Prozent): DUP 26,1, UUP 23,0, Sinn Fein (SF) 24,0, SDLP 17,8.

Kirche

Anglikanische Kirche: Anders als in England besteht seit 1871 keine Staatskirche. Etwa 260.000 Menschen (15 % der Bevölkerung) rechnen sich zur anglikanischen Gemeinschaft, deren Erzbischof (Robert Eames) in Armagh residiert und auch für die etwa 70.000 Mitglieder in der Republik Irland zuständig ist.

Katholiken: Etwa 40 % der Nordiren bezeichnen sich als römisch-katholisch. Der Sitz des Primas von Irland (Sean Brady) befindet sich ebenfalls in Armagh. Auch der katholische Primas ist eine gesamtirische Institution.

Die größte protestantische Gemeinschaft bilden die Presbyterianer (Ian Paisley) mit etwa 20 %.

Daneben gibt es 3 % Methodisten.

Polizei

Die frühere RUC (engl. Royal Ulster Constabulary) heißt seit 1999 PSNI (engl. Police Service of Northern Ireland). Während sie bis 1998 fast ausschließlich aus unionistisch-protestantischen Beamten bestand, wurde sie 1999 um die Hälfte auf etwa 7000 Beamte verkleinert und soll bei Neueinstellungen zur Hälfte irisch-katholische Bewerber einstellen, um den sozialen Frieden gewährleisten zu können.

Tourismus

Nordirland ist ein sicheres Reiseland; die Grenzkontrollen zwischen Nordirland und der Republik Irland sind großenteils entfallen.

Sehenswertes Naturdenkmal ist der Giant's Causeway (dt. Damm des Riesen), rund 40.000 Basaltsäulen am Meer, geschützt durch den National Trust, etwa 20 km westlich von Ballycastle an der Nordküste von Antrim. Weitere sehenswerte Gegenden und Landschaften sind:

Wie auch in der Republik Irland gehört Golf, Angeln, Wandern und Bootstourismus zu den möglichen Urlaubsaktivitäten; es gibt Bootstouren, die die Republik Irland und Nordirland verbinden.

Kulturelle Ereignisse konzentrieren sich in Belfast und Londonderry.

Verkehrswege

Die Autobahn M1 verbindet Belfast mit Dungannon, die Autobahn M2 führt von Belfast nach Antrim, die Autobahn M3 von Belfast nach Ballymacarrett.

Eisenbahn

Nordirland hat ein relativ dünnes Bahnnetz von 340 km. Translink nutzt ausschließlich Züge mit Dieselantrieb und verbindet Belfast mit:

Literatur

Es gibt bislang (November 2004) keinen deutschsprachigen Reiseführer nur für Nordirland; Nordirland bildet daher jeweils ein Kapitel in Reiseführern über Irland oder das Vereinigte Königreich.

Weblinks








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Nordirland aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.

Liedertexte