Ostern
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Englisch - Französisch - Italienisch - Niederländisch und Schwedisch sowie Spanisch
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1 Osterdatum |
Das christliche Osterfest
Der österliche Festkreis beginnt mit dem Aschermittwoch, dem eine 40-tägige Fastenzeit folgt (siehe auch Fastnacht). Diese soll an die 40 Tage erinnern, die Jesus in der Wüste gefastet hat. Da die Sonntage vom Fasten ausgenommen sind, liegt der Aschermittwoch tatsächlich 46 Tage vor Karsamstag.
Die letzte Woche vor Ostern heißt Karwoche. Sie beginnt mit dem Palmsonntag, an dem die Christen den Einzug Jesu nach Jerusalem feiern. Am Gründonnerstag (das "Grün" kommt nicht von der Farbe, sondern von dem altdeutschen Wort greinen, was so viel wie weinen heißt) feiert das Christentum das letzte Mahl Jesu mit den Jüngern und die Einsetzung der Eucharistie / des Abendmahls. Am nächsten Tag, dem Karfreitag, wird des Todes Jesu am Kreuz gedacht, am Karsamstag ist Grabesruhe, und am dritten Tage (Ostersonntag) ist Jesus - nach der Bibel - auferstanden.
Osterdatum
Ostern gehört zu den beweglichen Festen, deren Datum jedes Jahr anders ist. Alle beweglichen christlichen Feiertage werden vom Ostersonntag aus berechnet.
Das Osterdatum wurde (Erzbischof Ambrosius folgend vermutlich auf dem Konzil im Jahre 325 in Nizäa/Nikaia) auf den ersten Sonntag festgelegt, der dem ersten Vollmond im Frühling (der sogenannten Ostergrenze) folgt. Gleichzeitig wurde der 21. März als Frühlingsanfang bestimmt.
Die Berechnung des Osterdatums ist folglich direkt an die Bestimmung der Vollmonde geknüpft. Dazu wird nicht der nach heutigem Wissenstand exakt bestimmbare astronomische Vollmond, sondern traditionell der Mondkalender herangezogen. Grundlage des Mondkalenders ist der synodische Monat, d.h. die Zeit von einem Neumond zum nächsten. Er entspricht ca. 29,53 Tagen. Da 19 (tropische) Jahre fast genau 235 synodischen Monaten entsprechen, wiederholen sich die Mondphasen also alle 19 Jahre – das ist der sogenannte Mondzyklus. Innerhalb eines kompletten Mondzyklus' lassen sich die Neumonde im Prinzip vollständig angeben. Ihre genaue Berechnung fußt auf der Goldenen Zahl (die laufende Nummer eines Jahres im Mondzyklus) sowie der Epakte (das „Alter“ des Mondes am 1. Januar in Tagen). Vollmond ist dann nach Definition des Mondkalenders immer 14 Tage später. Trotz der im Christentum verwendeten Sonnenkalender wurden Mondkalender im Hintergrund immer parallel dazu mitgeführt. Im zur Zeit des julianischen Kalenders gültigen Mondkalender konnte Ostern spätestens auf den 25. April fallen – das früheste Osterdatum ist natürlich immer der 22. März. Mit der gregorianischen Kalenderreform im Jahre 1582 musste auch der Mondkalender an die neuen Schaltjahresregeln angepasst werden. Nach dem nun gültigen Mondkalender wäre aber auch der 26. April als Osterdatum in Frage gekommen. Um den alten Gepflogenheiten aus julianischer Zeit weiterhin Rechnung tragen zu können, mussten zum oben genannten Grundsatz zur Bestimmung des Osterdatums zwei zusätzliche Regeln hinzugefügt werden:
- Fällt die Ostergrenze auf den 19. April, wird sie auf den 18. April zurückverlegt.
- Fällt die Ostergrenze auf den 18. April und ist die Goldene Zahl des Jahres größer als 11, wird die Ostergrenze auf den 17. April zurückverlegt.
Mit der zweiten Regel wurde sichergestellt, dass sich wie beim julianischen Mondkalender die Ostergrenze innerhalb eines Mondzyklus' nicht wiederholt.
Im Übrigen ergeben sich aus der Differenz zwischen astronomischem und Mondkalender-Vollmond in der Tat hin und wieder sogenannte Osterparadoxien, d.h. Jahre, in denen ein nach dem astronomischen Vollmond berechnetes Osterdatum auf einen anderen Tag fallen würde.
In der orthodoxen Kirche wird am julianischen Kalender festgehalten. Daher findet der 21. März (im 20. und 21. Jahrhundert) 13 Tage später statt als im gregorianischen Kalender. (Übrigens war das Zusammenlegen des "liturgischen" mit dem "astronomischen" Frühlingsbeginn einer der Hauptgründe für die Einführung des gregorianischen Kalenders). Daher findet das orthodoxe Osterfest manchmal eine Mondphase später statt. Außerdem berechnet die orthodoxe Kirche das Osterdatum nach einem bereits in Nicäa festgelegten Algorithmus. Die Länge eines Mondzyklus wurde damals um einige Sekunden zu lang angenommen, was sich im Laufe von 17 Jahrhunderten zu einigen Tagen addiert hat. Dies ist ein weiterer Effekt, der dazu führen kann, dass das orthodoxe Osterfest eine Woche später stattfindet als das lateinische.
Siehe auch: Kalendarisches Osterdatum, Komputistik
Ostern und Pessach
Das Fest der Auferstehung des Jesu Christi hat sich aus dem jüdischen Pessachfest weiterentwickelt und fällt daher zeitlich in die Nähe zum jüdischen Pessach- oder Passah-Fest . Es enthält daher auch heute noch Elemente des jüdischen Pessach, mit dem die jüdischen Gemeinden die Befreiung der Israeliten (den Exodus) aus der ägyptischen Gefangenschaft begehen. Das Pessachfest beginnt am Abend des ersten Frühlingsvollmonds und dauert eine Woche.
Etymologie von Ostern
In den meisten Sprachen kommt die Bezeichnung des Osterfests vom jüdischen Pessach: Auf Italienisch heißt Ostern pasqua, auf Französisch pâques, im Russischen pascha, im Schwedischen påskdagen und im Isländischen páskar.
Verwandt mit dem deutschen Ostern ist das englische Easter - die beiden Wörter dürften den selben Ursprung haben, aber in beiden Sprachen ist die Etymologie nicht endgültig geklärt. So gibt es zum Ursprung von Ostern mehrere Theorien.
- Eine Erklärung besagt: Ostern leite sich von dem Begriff althochdeutschen Ostara (Osten), Eostre oder Eoastrae ab, dem angelsächsischen Namen der teutonischen Göttin der Morgenröte, des Frühlings und der Fruchtbarkeit, der Braut des jungen Maigrafen (Freyr - Freyja. Zum Fest der Göttin Ostara würde die frische, grünende Erde und die Liebe (Morgenröte) gefeiert. Die Tage sind länger als die Nächte und der Frühling hat sich gegenüber dem Winter durchgesetzt. Zu Ostara würde auch der Schwerttanz getanzt der den Kampf des Sonnengottes mit den Wintermächten und deren Niederlage versinnbildlichen sollte. Zu Ostarun (althochdeutsch Ostern) würden wahrscheinlich als Opferbrauch Eier vergraben, Eier verschenkt und gegessen. Das heidnische Fest der Ostera wäre wie andere germanische Festtage mit christlichen Gewand ummantelt worden, um das Heidentum in den Köpfen der Menschen in Vergessenheit geraten zu lassen. Diese Theorie geht auf Beda Venerabilis (de temporum ratione 15) (8. Jh.) zurück und wurde von Jacob Grimm weitgehend übernommen und bestärkt.
- Honorius Augustodunensis (12. Jh.) leitet Ostern von von Osten ab, der Himmelsrichtung des Sonnenaufgangs als Symbol der Auferstehung. Somit leite sich von dem lateinischen alba, in albis (im Sonn von bei Sonnenaufgang, althochdeutsch zu den ostarun ab,- wohl auf dem Hintergrund von Mk 16,2.
- Nach Knobloch steht das Wort Ostern im Zusammenhang mit der christlichen Benennung der Osterwoche als albae paschales (österlich weiße Kleider der Neugetauften. Die Kurzform albae wird als Plural von alba - "Morgenröte" - verstanden und mit dem althochdeutschen Wort eostarum übersetzt.
- Nach dem Namensforscher Jürgen Udolph kennen die nordgermanischen Sprachen eine Wortfamilie, die zu Ostern passt: nämlich ausa - Wasser gießen, und austr - Begießen. Eine heidnische Form der Taufe wurde als vatni ausa - mit Wasser begießen - bezeichnet. Das Wort Ostern beziehe sich somit eher auf auf die Taufe, die das zentrale Ereignis der Osternacht ist.
Ostern als heidnisches Frühlingsfest
In vielen nichtchristlichen Religionen wird die Sonne als Lichtspenderin und göttliche Fruchtbarkeitsquelle verehrt und bei Frühlingsfesten gefeiert.
Einige Osterbräuche werden daher auf den germanischen Sonnenkult zurückgeführt. Dazu gehören Frühlings- und Osterfeuer, aber auch die Osterräder, die vermutlich über zweitausend Jahre alt sind. Selbst eine Verbindung zwischen dem nordischen Sonnengott Baldur und Christus wird manchmal hergestellt.
Die Neuheiden feiern Ostern unter dem Namen Ostara-Fest nach einer angeblichen altgermanischen Göttin Ostara, deren Symbole dem Mythos nach Hase und Ei sein sollen. Ostereier und Osterhasen (oft deswegen als heidnische Fruchtbarkeitssymbole bezeichnet) sind jedoch erst seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Osterbräuche
- Eierschibbeln
- Oierhiartn (Eierhärten)
- Osterbrunnen
- Ostereier bemalen
- Schokoladen-Ostereier verstecken, suchen und essen
- Ostereierschieben
- Ostereiertitschen
- Osterhase
- Osterfeuer
- Osternacht
- Ostermesse
- Osterwasser
Siehe auch:
- Suche nach Ostern Infos mit: Yahoo
