Otto II. (Geldern)
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Otto II. von Geldern (* um 1215; † 10. Januar 1271; genannt der Lahme) war Graf von Geldern vom 22. Oktober 1229 bis zu seinem Tode.
Otto wurde als Sohn von Graf Gerhard IV. (Geldern) geboren.
Otto II. war der am meisten vom Kaisertum abhängige deutsche Reichsfürst in den Niederrheinlanden. Er vermittelte häufig bei den vielen Fehden seiner Umgebung und wurde auch selbst durch seine Besitzverschachtelungen in Westfalen in viele Fehden hineingezogen, unter anderem mit den Grafen von Ravensberg und Tecklenburg sowie mit den Bischöfen von Münster, Osnabrück und Paderborn. Um den Einfluss in den Niederrheinlanden führte Otto II. viele Fehden mit den Grafen von Kleve und den Bischöfen von Utrecht. Seine Ansprüche auf das Salland mußte er aufgeben.
Otto erreichte als Vormund des Herzogs von Brabant und des Grafen von Holland (ab 1261/62) eine überragende Position in Niederlothringen. Er gewann die Hoheit über viele Herrschaften wie Groenlo, Bredevoort und Lichtenvoorde. Zeitweise war er Schirmvogt von Köln.
Er war bedeutender Städtegründer ("Zutphener Stadtrecht"): unter anderem Geldern (1229), Goch (um 1230), Roermond (1231), Harderwijk (1231), Grave (1232), Emmerich (1233), Arnheim (1233), Doesburg (1237) und Wageningen (1263). Damit wurde Geldern zu einem Land der Städte. Auch bildeten sich dort in diesem Zusammenhang wirksame Organe für die überörtlichen Wirtschafts- und Verkehrsfunktionen aus. Die Flusszölle, wichtig war hier insbesondere der Rhein, als bedeutende landesherrlichen Einnahmequellen wurden planmäßig erweitert.
Sein Sohn war Rainald I. (Geldern).
Otto II. liegt im Kloster Graefenthal begraben.
Literatur
Ralf G. Jahn in: Johannes Stinner und Karl-Heinz Tekath (Hrsg.): Gelre - Geldern - Gelderland. Geschichte und Kultur des Herzogtums Geldern., Geldern 2001
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