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Otto IV. (HRR)

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Otto IV. von Braunschweig (* 1175 oder 1176 in Argetan, Normandie; † 16. Mai 1218) war Deutscher König (1198-1218) und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1209-1218).

Otto IV. war der Sohn des Welfen Heinrichs des Löwen und Mathilde, Tochter Heinrichs II. von England.

1196 erhielt Otto von seinem Onkel Richard Löwenherz die Grafschaft Poitou im Westen Frankreichs und damit den Titel eines Herzogs von Aquitanien. Er wuchs am englischen Königshof Richards I. auf und bewährte sich im Krieg gegen Frankreich als Heerführer. Er wurde am 9. Juni 1198 in Thüringen zum deutschen König gewählt und am 12. Juli 1198 in Aachen vom Kölner Erzbischof Adolf I. von Altena gekrönt, hauptsächlich als Gegenpart zu den Staufern (und dem bereits gewählten, aber noch nicht gekrönten staufischen König Philipp von Schwaben). Im folgenden Deutschen Thronstreit drohte Otto gegen Philipp zu unterliegen, konnte sich aber nach der Ermordung Philipps 1208 durchsetzen. Am 4. Oktober 1209 wude er von Papst Innozenz III. zum Kaiser gekrönt. Nach dem Versuch, Sizilien in das Reich einzugliedern, wird er 1209 unter Kirchenbann gestellt. Am 22. Juli 1212 heiratete er die 14-jährige Beatrix, Tochter Philipps von Schwaben, die jedoch drei Wochen später starb (11. August 1212). Im Mai 1214 heiratet er noch einmal, diesmal Maria von Brabant, die Tochter Heinrichs I. von Brabant, mit der er schon 1198 verlobt war. 1214 wird Otto IV. mit Richard vom französischen König Philipp II. August in der Schlacht bei Bouvines geschlagen. Der Staufer Friedrich II. wird 1215 zum Gegenkönig gewählt.

Otto IV. von Braunschweig starb am 16. Mai 1218 auf der Harzburg und liegt im Dom St. Blasius in Braunschweig begraben.

Literatur


Vorgänger:
Philipp von Schwaben
Herrscher des Heiligen Römischen Reichs Nachfolger:
Friedrich II.








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