Oulton Park
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Einordnung: Motorsport | England
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Oulton Park ist sowohl die Bezeichnung eines Landschaftsparks in Tarporley/Cheshire, England, als auch die Bezeichnung fĂŒr eines der renommiertesten Einladungsrennen auf britischem Boden.
| Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
UrsprĂŒnglich beherbergte die idyllisch gelegene Parklandschaft die herrschaftlichen Anlagen von "Oulton Hall", welches 1926 bis auf die Grundmauern abbrannte.
WĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges beherbergte das GelĂ€nde eines der Hauptquartiere der US-Army. General George S. Patton traf hier die Vorbereitungen fĂŒr die Landung in die Normandie und ein prominenter Soldat, der amtierende Schwergewichtschampion Joe Louis, gab ein paar Trainingsrunden zur Schau.
Nach dem Krieg lag das GelĂ€nde zunĂ€chst brach, bis der Mid-Cheshire Car-Club den Plan fĂŒr eine Rennstrecke entwickelte, die sich an den natĂŒrlichen Gegebenheiten der lieblichen Landschaft orientierte. Als bei dem ersten Rennwochenende 1953 eine fĂŒr damalige VerhĂ€ltnisse gigantische Zuschauermenge von 40.000 Menschen auf die Anlage strömte, war die Zukunft Oulton Parks als Rennstrecke gesichert.
Danach wurden nicht nur nationale sondern auch internationale Wettbewerbe in allen möglichen Motorsportklassen ausgetragen. Das prominenteste Rennen sollte alsbald das so genannte "Gold Cup Event" werden, welches in seinen frĂŒheren Tagen regelmĂ€Ăig renomierte Formel-1-Teams und Fahrer anzog, da die Strecke als anspruchsvoll und malerisch galt.
Der prominenteste und zugleich erste Sieger des Gold Cups war Stirling Moss, der seinen ersten von fĂŒnf Siegen ausgerechnet in einem Maserati 250F 1954 erringen konnte, der just zuvor aus dem Werk angeliefert worden war. Seinen letzten Triumph 1961 feierte er ebenfalls mit einer RaritĂ€t, dem allradangetriebenen Ferguson - im ĂŒbrigen auch der einzige Sieg eines derartigen Konzepts nach Formel-1-Reglement.
Als die Formel-1-Monoposti seit Mitte der 1970er-Jahre immer stĂ€rker von den alten StraĂenkursen aus SicherheitserwĂ€gungen verbannt wurden, ging die Bedeutung des Gold Cups etwas zurĂŒck.
Heutiger Zustand
Heute ist der Gold Cup in erster Linie ein Rennen fĂŒr historische Rennwagen, das alljĂ€hrlich hunderte von Teilnehmern in allen Klassen anlockt. Im August 2004 wurde das Event zum 50-jĂ€hrigen JubilĂ€um mit zwei Renntagen und insgesamt 17 RennlĂ€ufen mit einem groĂen Festakt gestaltet, zu dem leider der Ehrengast, Sir Stirling Moss, nicht wie gewohnt am Voilant eines Wagens teilnehmen konnte, da er durch eine Bandscheibenoperation an den Rollstuhl gefesselt war und daheim bleiben musste. Als Ausgleich war mit Jack Brabham ein dreimaliger Weltmeister und mit Roy Salvadori ein weiterer britischer Ăberlebender des wilden ersten Jahrzehnts der höchsten Motorsport-Klasse zugegen, der einst nach einem schlimmen Unfall, den Mike Hawthorn 1956 verursacht hatte, die berĂŒhmte Worte auf die Frage nach Mikes Befinden ausrief, "Er ist tot!".
Die 4,46 km lange Rennstrecke beherbergt auĂerdem eine Dependance der Formel-Audi-Rennfahrerschule des ehemaligen Formel-1-Piloten Jonathan Palmer. Neben den schon erwĂ€hnten historischen Rennwagen werden hier auch regelmĂ€Ăig LĂ€ufe der Superbike-Klasse, der britischen TourenwagentrophĂ€e (BTTC) und der nationalen Formel 3 abgehalten.
Adresse
Oulton Park Circuit
Little Budworth,
Tarporley,
Cheshire CW6 9BW
Tel: (01829) 760301
Fax: (01829) 760378
Weblinks
- weitere Weblinks
- Bericht zum JubilÀum mit diversen Bildern
- Homepage Oulton ParksVergleich mit anderen Rennstrecken
- Suche nach Oulton Park Infos mit: Yahoo
