Paläozoikum
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Einordnung: Zeitalter
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Das Paläozoikum, auch Erdaltertum, ist eine von vier Ären in der geologischen Zeitskala. Es umfasst den Zeitraum von circa 550 Millionen Jahren bis zu 250 Millionen Jahren. Auf das Paläozoikum folgt das Mesozoikum, vorher war das Proterozoikum.
Eingeteilt wird das Paläozoikum in folgende Perioden:
- Perm (286 - 245 Ma)
- Karbon (360 - 286 Ma)
- Devon (408,5 - 360 Ma)
- Silur (435,5 - 408,5 Ma)
- Ordovizium (490 - 435,5 Ma)
- Kambrium (545 - 490 Ma)
Leben im Paläozoikum
Das Paläozoikum begann mit dem Auftreten kleiner, hartschaliger Fossilien, der so genannten small shelly fauna an der Basis des Kambrium, in der Stufe des Tommotium. Im Kambrium entwickelten sich dann fast alle auch heute noch existierenden Stämme des Tierreichs.
Das Leben in den Ozeanen blühte, unterbrochen von kleineren Massenaussterben, bis zum Ende des Devon. Erst aus oberdevonischen Schichten sind die ersten Amphibien überliefert, die zumindest teilweise an Land lebten. Pflanzen vollzogen den Sprung auf das Land vermutlich schon im späten Ordovizium.
Im Karbon und Perm waren die Kontinente bereits von einer vielfältigen Fauna bewohnt. Die größten Formen dieser Zeit stellten die Therapsiden, säugetierähnliche Reptilien.
Am Ende des Paläozoikums, im oberen Perm kam es dann zu einem der größten Massenaussterben der geologischen Geschichte. Über einen Zeitraum von größenordnungsmäßig zehn Millionen Jahren starben zwischen 75 und 90 Prozent aller damals existierenden Arten. Die später im Mesozoikum so erfolgreichen Ammonoideen entgingen äußerst knapp der Auslöschung, nur zwei oder drei Arten überlebten die Krise im Perm bis in die nachfolgende Trias.
Geologische Befunde sprechen für eine Verschlechterung des Klimas als mögliche Ursache der Katastrophe. Die Polregionen waren im Perm von Kontinenten bedeckt, auf denen sich große Inlandeismassen bildeten. Das geographische Verbreitungsgebiet vieler tropischer, wärmeliebender Arten war auf die Tethys beschränkt, ein Meeresgolf, der von Osten in den Superkontinent Pangäa hineinragte.
Hinweis: Kritik an dieser Einteilung der geologischen Zeitalter (und damit auch des Paläozoikums) und alternative Deutungen der (Be-)Funde siehe unter Kreationismus beziehungsweise Schöpfungslehre
Literatur
- Steven M. Stanley, 1998: Wendemarken des Lebens, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, ISBN 3827404754
Weblinks
- weitere Weblinks
Das paleomap-project auf www.scotese.com bietet plattentektonische Rekonstruktionen der Kontinentanordnung im Paläozoikum:
- Kambrium: www.scotese.com/newpage12.htm
- Ordovizium: www.scotese.com/newpage1.htm
- Silur: www.scotese.com/newpage2.htm
- Devon: www.scotese.com/newpage3.htm
- Karbon: www.scotese.com/late.htm
- Perm: www.scotese.com/newpage5.htm
- Suche nach Paläozoikum Infos mit: Yahoo
