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Panama-Kanal

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Der Panamakanal durchschneidet die Landenge von Panama und verbindet den Atlantik mit dem Pazifik.

Inhaltsverzeichnis

Technik

Der Kanal ist 81,6 km lang. Mit drei Schleusenanlagen wird der Höhenunterschied von 26 m überwunden. Der Pazifik ist im Bereich des Kanals aber nur 24 cm höher als der Atlantik. Der Höhenunterschied von 26 m liegt an einem Hügel, der überwunden werden muss. Die Durchfahrtszeit beträgt mit Lotsen rund 8-10 Stunden. Eine zügige und sichere Durchfahrt durch die Schleusenanlagen wird durch beidseitig angebrachte Zahnradbahnen gewährleistet. Die Schiffe werden von jeweils drei Zahnradlokomotiven ("Mulis" genannt), rechts und links des Kanals, durch die Schleusen geschleppt bzw. gegen die Strömungen in der Schleusenkammer beim Wasserein- und -auslass stabilisiert. Die Konstruktion dieser Zahnradbahn erfolgte durch den schweizer Ingenieur Nikolaus Riggenbach, der Zahnstangen im System Riggenbach verwendete. Der Kanal ist nur für Schiffe mit einem maximalen Tiefgang von 12 m passierbar. Für rund 60% aller Handelsschiffe ist er somit unpassierbar. Umgekehrt gibt es zahlreiche Containerschiffe, die extra so konstruiert wurden, dass sie hinsichtlich Länge, Breite und Tiefgang gerade noch durch den Kanal oder genauer seine Schleusen passen; diese Schiffsklasse wird Panamax genannt. Der Aus- oder Neubau der Schleusen wird seit einigen Jahren diskutiert. Die Amerikaner behielten die Hoheit über den Kanal und einen Landstreifen entlang des Kanals (Kanalzone). 1977 beschloss der amerikanische Präsident Jimmy Carter, den Kanal bis zum Jahr 2000 an Panama zurückzugeben, was auch geschah. Eine geographische Besonderheit des Panamakanals ist, dass die Einfahrt von Westen des amerikanischen Kontinents her, also vom Pazifik kommend, weiter im Osten liegt als die Einfahrt von der Ostseite Amerikas her.

Vorgeschichte

Vor dem Bau des Kanals war die schnellste Seeverbindung von der Ostküste zur Westküste Amerikas, die 8000 km lange und gefährliche Umschiffung des Kap Hoorns. 1513 überquerten - auf der Flucht vor dem Galgen und auf der Suche nach dem sagenumwobenen Perlen- und Goldland im Westen Südamerikas - der spanische Vasco Nunez de Balboa mit einer Gruppe von Anhängern und Booten die Landenge. Nach Goldfunden in Kalifornien wurde 1848 eine Lizenz für eine Eisenbahnverbindung vergeben. 1849 - 1853 nutzten Goldgräber auch eine Fluss-Land-Route durch das Isthmusgebiet von Panama. Nach dem finanziellen Erfolg des Suezkanals (1869 eröffnet) in Ägypten glaubte man in Frankreich, dass ein Kanal, der Atlantik und Pazifik miteinander verbindet, ebenso einfach zu bauen wäre. 1878 beschloss der französische geologische Kongress in Paris den Bau des 73 km langen schleusenlosen Kanals. Der Aushub sollte 120 Mio. Kubikmeter nicht übersteigen. Mit der kolumbianischen Regierung wurde ein Vertrag abgeschlossen. Eine Aktiengesellschaft wurde zur Finanzierung gegründet und der Erbauer des Suez-Kanals Ferdinand de Lesseps wurde mit der Planung beauftragt. Allerdings hatte dieser 1838 die Pläne des Suezkanals von A. Negrelli käuflich erworden. Am 1. Januar 1880 wurde mit dem Kanalbau begonnen. In den folgenden 8 Jahren starben 22.000 Arbeiter (7,5 pro Tag) in der Sumpflandschaft an Gelbfieber und Malaria. Auf Anraten französischer Ärzte wurde 1883 beim Bau des Kanals angeordnet, zum Schutz vor Malaria die Pfosten der Betten der Arbeiter in Wassereimer zu stellen. Die Eimer wurden allerdings zu Brutstätten der Malaria-Mücken, die Krankheit breitere sich rasend schnell aus, der Bau musste nicht zuletzt auch deshalb abgebrochen werden. Rund um die Baustelle standen Kreuze; Leichen wurden in Essigfässern nach Europa verkauft, um nicht noch mehr Kreuze aufstellen zu müssen. 287 Millionen US-Dollar wurden investiert. Wegen Planungsmängeln, falschen geologischen Untersuchungen, schlechter Organisation, Bestechung, unzähligen technischen Schwierigkeiten und Pannen gaben die Franzosen schließlich aus finanziellen und politischen Überlegungen auf. Das ehrgeizige Projekt endete in einem Desaster. Es war etwas völlig anderes, einen Kanal durch eine trockene, flache Wüste zu bauen als quer durch den Dschungel.

Die Planungen des Panama-Kanals konkurrierten mit Planungen zum Nicaragua-Kanal. Dieser wurde jedoch nicht realisert.


Der Bau

Der amerikanische Präsident Theodore Roosevelt war der Ansicht, dass die USA in der Lage wären, den Bau zu vollenden. Die USA kaufte 1901 den zu 1/6 fertig gestellten Kanal für 40 Mio. Dollar. Der erste Erfolg bestand darin, dass sie Panama von Kolumbien abspalten konnten. Die USA zettelte eine Revolution an und ließ Panama die Unabhängigkeit ausrufen. Weiter bekämpfte eineinhalb Jahre lang der Armeearzt Colonel William C. Gorgas mit Hilfe seines Teams und 120 Tonnen Insektiziden die Heerscharen von Moskitos. Am 15. August 1914 wurde der Panamakanal eröffnet. Er war das bis dahin größte und teuerste Bauwerk überhaupt.


Siehe auch

Nicaragua, Panama, Suez-Kanal


Weblinks










Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Panama-Kanal aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.