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Panavia Tornado

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Der Tornado (Typbezeichnung PA 200) ist ein Kampfjet, ein militärisch genutztes Flugzeug.


am Flughafen Niederrhein]]
Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Seit 1967 projektierten Kanada, Belgien, Großbritannien, Italien und die Bundesrepublik Deutschland ein Kampfflugzeug als Nachfolger des Starfighters, der McDonnell Douglas F-4 und anderer Modelle. Hauptforderungen waren hohe Traglast, Überschallflug, Tiefstflug- und Allwetterfähigkeit.

Die drei letztgenannten Staaten schlossen einen Vertrag über die Lieferung von 809 Exemplaren. Später wurde die deutsche Bestellung von 700 auf 324 Stück reduziert, der Preis des Waffensystems war während der Entwicklung um 800 Prozent auf etwa 60 Mio DM gestiegen. Der Jagdbomber hatte seinen Erstflug 1974, seit 1982 erfolgte die Auslieferung an die Einheiten.

Die Herstellung oblag einem Konsortium aus British Aerospace, Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) / DASA (Deutschland) und Aeritalia / Alenia (Italien), die hierzu 1969 die Panavia Aircraft GmbH mit Sitz in München gegründet hatten. Insgesamt wurden 977 Exemplare hergestellt.

Technische Daten

Die Besatzung besteht aus Pilot und Waffen-System-Offizier (WSO).

Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Mach 2,2 in 11.000 Metern Höhe. In Bodennähe erreicht der zweistrahlige Schulterdecker mit Schwenkflügeln eine Geschwindigkeit von Mach 1,1. In Start- und Landestellung haben die Flügel eine Pfeilung von 25 Grad, in der Stellung für hohe Geschwindigkeit 67 Grad. Der Aktionsradius liegt bei 1.200 Kilometern, die Überführungsreichweite bei 4.830 Kilometer.

Besonderes Merkmal des Tornado ist seine Fähigkeit zu extremem Tiefflug in Baumwipfelhöhe. Der Terrainfolgeradar ermöglicht 60 m Flughöhe.

Bewaffnung

Ein Tornado kann eine Waffenlast von maximal 8.200 Kilogramm tragen und ist ein Mehrzweckkampfflugzeug. Er besitzt zwei 27mm Mauser-Maschinenkanonen mit je 180 Schuss. Als Zusatzbewaffnung kann der Tornado verschiedene Raketen und Bombenlasten tragen. Dazu gehören:

Zusätzlich kann der Tornado mit einem MW-1 Munitionsbehälter ausgestattet werden, der es erlaubt, z. B. Landebahnen mit Minen zu belegen.

Primäre Funktion

Der Tornado wird als Bomber (IDS, ECR), Aufklärer (Reconnaissance, kurz: Recce) und Abfangjäger (ADV) eingesetzt. In der Öffentlichkeit ist der Tornado bekannt als Aufklärungsflugzeug zur Unterstützung der Polizei bei der Suche nach vermissten Personen.

Einsatzgebiete

Tornados sind in der Regel bei NATO-Geschwadern der Luftwaffe und der Marine stationiert.

Neben der deutschen Luftwaffe (357 bestellte Exemplare) wird die Maschine noch von der britischen Royal Air Force (398 Exemplare), der italienischen Luftwaffe (99 Exemplare), sowie von Saudi Arabien (120 Exemplare) eingesetzt. In der Luftwaffe wird der Tornado bis voraussichtlich 2015 in Dienst bleiben.


Tornadotypen der Deutschen Luftwaffe

Der Tornado wurde von der deutschen Luftwaffe, sowohl im Bosnien-Konflikt, als auch im Kosovo-Krieg, zu Aufklärungszwecken sowie für die Bekämpfung feindlicher Radarstellungen eingesetzt.

Tornadotypen der Royal Air Force

Während des zweiten Golfkrieges, Operation Desert Storm wurden die Tornado der britischen Luftwaffe unter anderem in der ersten Angriffswelle gegen die irakischen Flugplätze (Tallil, Al Asad, Mudaysis, Al Taquaddum) eingesetzt. Auch während des Kosovokrieges wurden zwei Geschwader mit Tornados eingesetzt. Der bisher größte Tornadoeinsatz erfolgte während des Irakkrieges 2003 . Hierbei wurde ein Flugzeug versehentlich von einer amerikanischen Patriot Rakete abgeschossen.

Panavia Tornado F.Mk 3 Air Defence Variant

Die Ausdehnung des britischen Verteidigungsbereichs erfordert eine beträchtliche Zahl an Langstreckenabfangjägern, deren Schlagkraft von luftgestützten Frühwarnsystemen verstärkt wird. Bereits früh in der Entwicklung der Tornado IDS war abzusehen, dass diese Maschine relativ einfach zu einem Abfangjäger umgebaut werden konnte, um die McDonnell Douglas F-4 abzulösen. Der erste Prototyp des Tornado ADV flog im Oktober 1979 und debütierte 1986 im Einsatz.

Der Wunsch nach einer halb eingelassenen Vorrichtung für die Hauptbewaffnung mit Sky Flash Missiles führte zu einem verlängerten Rumpf, mit dem zusätzlichen Vorteil der größeren Tankkapazität und feinerer Linien für reduzierte Ultraschallverzerrung. Gleichzeitig wurde die Nase verändert zum Einbau des schwierigen, aber potentiell exzellenten Foxhunter Radar mit Neuerungen in Displays und Elektronik.

Die ersten von 180 Flugzeugen traten als Tornado F.Mk 2 mit Turbo-Union RB 199 Mk 103 Triebwerken in Dienst und wurden später zur Tornado F.Mk 2A aufgerüstet. Die Endversion ist die F.Mk 3.

Technische Daten Tornado F.Mk 3

Siehe auch

Weblinks









Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Panavia Tornado aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.