Parfüm
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Einordnung: Kosmetik
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Englisch - Französisch - Italienisch - Niederländisch und Schwedisch sowie Spanisch
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Ein Parfüm (franz. parfum, Duft aus griech.: para (hier:) = gegen und lat. fumus = Dampf) ist ein meist flüssiger Duftstoff, der in der Kosmetik und Lebensmittelindustrie angewendet wird. Zugleich ist ein Parfüm innerhalb einer Duftlinie das Produkt mit den höchst konzentrierten Duftstoffen, somit am teuersten, besonders intensiv und daher nur sparsam zu verwenden.
Grundbestandteile eines Parfüms sind hauptsächlich ätherische Öle von Pflanzen, oder heutzutage überwiegend künstlich hergestellte Duftstoffe und ca. 80% Alkohol als Trägersubstanz. Amber, Eichenmoos, Gardenie, Ingwer, Jasmin, Kumarin, Lavendel, Magnolie, Mandel, Minze, Moschus, Patchouli, Rosmarin, Rosenöl, Sandelholz, Vanille, Vetiver-Gras, Wacholder, Weihrauch, Ylang-Ylang, Zeder, Zimt und frische Zitrusessenzen wie Neroli und Bergamotte sind beliebte natürliche Essenzen.
Die meisten Duftstoffe können heute günstiger und massenhafter synthetisch hergestellt werden. Insgesamt sind heute etwa 2.000 Riechstoffe bekannt, etwa 30 bis 80 verschiedene Stoffe werden für eine Parfümkomposition gemischt. 26 Parfüminhaltsstoffe können dabei besonders für Allergiker gefährlich sein. Die Deklaration geschieht EU-weit nach dem INCI-System. Verdünnungen von Parfüms werden als Duftwasser verkauft. Abgeschwächte verdünnte Varianten sind Eau de Parfume, Eau de Toilette (EdT) und Deodorant. Ein Parfüm kann durch unterschiedliche Anteile der Grundbestandteile sehr viele verschiedene Duftnoten annehmen. Parfüme können sehr lange gelagert werden, am besten in einem dunklen und kühlen Raum.
Einige Bezeichnungen solcher Düfte sind:
- blumig-feminin
- maskulin
- fruchtig
- zitrusfrisch
- sportlich
- elegant
Das Parfüm als Wohlgeruch wird sowohl von Frauen als auch von Männern hauptsächlich dazu verwendet, die eigene Persönlichkeit und den eigenen Geschmack/Stil zu unterstreichen. Dabei entwickelt sich jede Duftnote auf der Haut verschiedener Menschen unterschiedlich. Daher ist es wenig sinnvoll, Düfte nach dem Eindruck auf einem Teststreifen oder auf der eigenen Haut zu verschenken. Düfte sollten auf gut durchbluteten Stellen aufgesprüht werden, wie an den Handpulsen und hinter den Ohren. Dabei sollte man es mit der privaten Parfümwolke auch nicht übertreiben, da dies auf andere Menschen insbesondere in der Arbeitswelt sehr störend wirken kann. In den USA gibt es schon eine Bewegung für eine duftfreie Arbeitsatmosphäre, die gegen intensive Parfümduftwolken als Belästigung vorgeht. Für viele bekannte Modehersteller sind die Lizenzen für Düfte und Kosmetika eine sehr wichtige Einnahmequelle.
Daneben finden Parfüms in vielen Produkten eine Verwendung. Hauptbereich sind Produkte für die Körperpflege, aber auch Lebens- und Genussmittel (z.B. Süßigkeiten und Zigaretten) können parfümiert sein, um ein bestimmtes Geruchs-/ Geschmackserlebnis zu erzeugen. Mittlerweile werden gar ganze Geschäftsräume parfümiert, um bestimmte Sinneseindrücke zu unterstützen.
Als Hauptstadt des Parfüms gilt die französische Stadt Grasse im Département Alpes-Maritimes.
Im Roman "Das Parfum" von Patrick Süskind wird die Welt der Düfte eindrucksvoll geschildert.
Um den Abverkauf von Parfüm zu steigern und damit sich die Kunden vor dem Kauf mit den unterschiedlichen Düften vertraut machen können, werden Testflakons zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Kleine 5 ml Flakons werden für Sammler angeboten, siehe Foto. Die grossen und kleinen Flakons (Dummies) für Dekorationszwecke werden Facticen genannt.
Wichtige Parfümproduzenten
- Cosmopolitan Cosmetics
- Givaudan
- Guerlain
- International Flavors & Fragrances Inc.
- Symrise
- Firmenich
- Parfumes Coty
- L'Oreal
- Mäurer & Wirtz Tabac Original u.a.
Manufakturen:
- Creed
- Czech & Speak
- Floris
- Penhaligons
- Truefitt & Hill
- Trumpers
- Annick Goutal
Berühmte Parfümeure
- Ernest Beaux, u.a. Chanel No. 5 (1921)
- Serge Lutens, arbeitete 1980-2000 für Shiseido, jetzt selbstständig mit eigener Marke
- Edmond Roudnitska, schuf u.a. für Dior Miss Dior (1947), "Eau d'Hermès" (1951)
- Michel Roudnitska (Sohn von Edmond), u.a. für DelRae (San Francisco)
- Beschreibung weiterer zeitgenössischer Parfümeure == Ausbildung und Organisationen ==
International bekannte Ausbildungsstätte für Parfümeure ist die ISIPKA (Institut Supérieur International du Parfum de la Cosmétique et de l'Aromatique Alimentaire) in Versaille .
Der bekannteste Branchenverband ist die US-orientierte Fragrance Association, die auch alljährlich den "Parfüm-Oscar" FiFi-Award in mehreren Kategorien vergibt.
Wichtige Parfüm- und Duftwassermarken
meist handelt es sich um Lizenzen bekannter Mode- und Schmuckhersteller oder Prominenter:
- Chanel
- Guerlain (z.B. Shalimar, Mitsouko)
- Christian Dior (z.B. Diorissimo, Diorella)
- Estée Lauder (Herrenlinie Aramis)
- Creed
- Kenzo
- Givenchy
- Dolce & Gabbana
- Nino Cerruti
- Gabriela Sabatini
- Priscilla Presley
- Isabella Rossellini
- Jil Sander
- Bvlgari
- Hugo Boss
- Giorgio Armani
- Ralph Lauren
- Tommy Hilfiger
- Calvin Klein
- Yves Saint Laurent
- Lalique
- Lancome
- Joop
- Issey Miyake
- Kölnisch Wasser (4711)
- Suche nach Parfüm Infos mit: Yahoo
