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Paul Nevermann

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Paul Nevermann (* 5. Februar 1902 in Klein-Flottbek bei Altona, † 22. März 1979 in Puerto de la Cruz auf Teneriffa) war ein deutscher Politiker (SPD).

Er war von 1961 bis 1965 Erster Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und Beruf

Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Nevermann von 1917 bis 1921 eine Lehre zum Schlosser und Maschinenbauer. Bis zu seiner Arbeitslosigkeit 1923 war er in diesem Beruf auch tätig. Er besuchte dann den Arbeiter-Abiturientenkurs des Hamburger Senats und bestand 1926 das Abitur. Anschließend studierte er Rechtswissenschaft in Hamburg und Innsbruck. 1930 erfolgte seine Promotion zum Dr. jur. und 1931 beendete er sein Studium endgültig mit der Großen juristischen Staatsprüfung. Er war dann als Assessor im Staatsdienst tätig, wurde aber schon 1933 wieder entlassen, da er sich weigerte, der NSDAP beizutreten. Er war dann stattdessen als Rechtsanwalt in Hamburg tätig. Ihm wurde aber 1935 das Verbot erteilt, in Hochverratsprozessen als Verteidiger aufzutreten.

Im Zusammenhang mit dem Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 wurde er vorübergehend verhaftet und in ein Konzentrationslager eingeliefert.

Familie

Paul Nevermann war geschieden und hatte zwei Kinder. Seine Tochter Anke Fuchs wurde später Bundesministerin im Kabinett von Helmut Schmidt, der unter Nevermann Innensenator gewesen war.

Partei

Nevermann wurde schon 1918 Mitglied der Sozialistischen Arbeiterjugend und trat dann 1920 auch in die SPD ein. Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 war er Mitglied im SPD-Landesvorstand in Hamburg und von 1966 bis 1970 auch Landesvorsitzender der Hamburger SPD.

Abgeordneter

Von 1946 bis 1974 war er Mitglied der Hamburgische Bürgerschaft. Von 1953 bis 1957 war er hier Vorsitzender der SPD-Fraktion und damit auch Oppositionsführer.

Öffentliche Ämter

Am 6. November 1945 wurde er zum Senator für die Sozialbehörde im von Rudolf Petersen (CDU) geführten Senat ernannt. Nach der Bürgerschaftswahl 1946 wurde er am 15. November 1946 zum Senator für Bau- und Wohnungswesen in den nun von Max Brauer (SPD) geleiteten Senat gewählt, ab dem 28. Februar 1950 war er gleichzeitig Zweiter Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Bei der Bürgerschaftswahl 1953 verlor die SPD ihre Mehrheit und Nevermann schied daraufhin am 2. Dezember 1953 aus dem Senat aus.

Nach der Bürgerschaftswahl 1957 kam eine Koalition aus SPD und FDP zustande und Nevermann wurde im wieder von Max Brauer geführten Senat am 21. Dezember 1957 erneut zum Senator für Bau- und Wohnungswesen gewählt.

Nachdem Max Brauer aus der Politik ausscheiden wollte, erfolgte dann am 1. Januar 1961 die Wahl von Paul Nevermann zum Ersten Bürgermeister und Präsidenten des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg. In seine Amtszeit fällt die Hamburger Sturmflutkatastrophe von 1962, bei deren Bewältigung es auch vor allem dem damaligen Innensenator Helmut Schmidt gelang, sich zu profilieren.

Dass seine bereits von ihm getrennt lebende Ehefrau sich geweigert hatte, bei einem Besuch der britischen Königin Elisabeth II. Repräsentations"pflichten" zu übernehmen, wuchs sich zu seinem politischen Skandal aus, der schließlich am 9. Juni 1965 zu Nevermanns Rücktritt führte.

Gesellschaftliche Ämter

Er war von 1967 bis 1979 Präsident des Deutschen Mieterbundes.








Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Paul Nevermann aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.