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Penzberg

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Wappen Karte
liegt noch
nicht vor
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Fläche: 25,73 km²
Einwohner: 15.928 (31.12.2002)
Bevölkerungsdichte: 619 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82377
Geografische Lage: 47° 45' n. Br.
11° 23' ö. L.
Höhe: 595 m ü. NN
Kfz-Kennzeichen: WM
Amtlicher Gemeindeschlüssel: 09 1 90 141
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathaus
82377 Penzberg
Offizielle Website: www.penzberg.de---- bgcolor="#FFFFFF" E-Mail-Adresse: info@penzberg.de
Politik
Bürgermeister: Hans Mummert


Penzberg ist eine Stadt ca. 50 km südlich von München gelegen im Landkreis Weilheim-Schongau in Oberbayern. Die Stadt ist aufgrund des Kohlenbergbaus entstanden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Penzberg wurde 1275 erstmals urkundlich erwähnt. Bergbau in dem Gebiet Penzbergs gab es bereits 1557. Penzberg gehörte vor 1803 zum Kloster Benediktbeuern. 1818 entstand die politische Gemeinde St. Johannisrain mit Penzberg als Ortsteil. Der eigentliche Stadtkern entstand im Jahre 1873 als Bergarbeitersiedlung. Im Jahr 1911 wurde der alte Gemeindename St. Johannisrain dann in Penzberg geändert. Im Jahr 1919 erhielt Penzberg die Stadtrechte. Im Jahr 1966 wurde das Bergwerk geschlossen.

Penzberger Mordnacht


Am Morgen des 28. April 1945 meldete der Reichssender München, dass der Krieg für Bayern beendet sei, da die Regierungsgewalt durch die Beseitigung der Nazimachthaber auf die "Freiheitsaktion Bayern" übergegangen ist. Die von den Nazis abgesetzten Bürgermeister wurden aufgefordert, ihr Amt wieder anzutreten, bis das bayerische Volk sich eine eigene Verfassung gegeben habe.

Daraufhin ging Penzbergs ehemaliger Bürgermeister Hans Rummer mit Franz Biersack und Sebastian Reithofer zum Bergwerk um zu verhindern, dass die Existenzgrundlage Penzbergs der Strategie der "Verbrannten Erde" zum Opfer fällt. Er konnte erreichen, dass die Grube mitsamt den eingefahrenen Bergmännern nicht gesprengt wurde.

Anschließend eilte er zu den Lagern der sowjetischen und französischen Kriegsgefangenen und teilte ihnen das Ende des Krieges mit.

Im Rathaus setzte er dann den Nazibürgermeister Vonwerden ab. Auf dessen Frage, mit welchem Recht er ihn absetze, antwortete Bürgermeister Rummer: "Mit welchem Recht wurde ich von euch Faschisten 1933 abgesetzt und mit meinen Kameraden ins KZ Dachau verschleppt?

Nach der Übernahme des Amtes begannen unter Rummers Vorsitz Beratungen. Es wurde festgelegt eine Truppe von vierzig Mann aufzustellen, die als 'Polizei aus dem Volk' den Schutz übernehmen sollte.

Während der Beratung erschien ein Nazioffizier und erkundigte sich nach den neuesten Geschehnissen in Penzberg. Rummer teilte ihm mit, daß die demokratischen Parteien von 1933, bestehend aus SPD, KPD und BVP , die Macht wieder Übernommen hätten. Der faschistische Offizier erstattete daraufhin seinem Kommandeur, Oberstleutnant Ohm, Bericht. Dieser befahl die sofortige Festnahme der an dieser Aktion Beteiligten, um den früheren Zustand wieder herzustellen.

Einige Zeit später rief Reithofer Bürgermeister Rummer an und teilte ihm mit, dass das Rathaus von Wachen umstellt sei, um niemanden mehr hinein- oder hinauszulassen. Kurz darauf wurden Hans Rummer und seine Kameraden Ludwig März, Rupert Höck, Johann Dreher und Paul Badlehner von Nazisoldaten verhaftet. Anschließend fuhr Ohm nach München und erhielt von Gauleiter Giesler die Vollmacht, nach eigenem Ermessen Todesurteile zu verhängen. Zur Unterstützung des "Werferregiments" versprach Giesler eine SS-Werwolfkompanie nach Penzberg zu schicken, die sich mit dem Kennwwort 'Hans' melden sollte.

Nach der Rückkehr Ohms aus München stellte er sofort ein Exekutionskommando zusammen und ordnete die Erschießung der verhafteten Demokraten an. Die Begründung lautete auf "Hoch- und Landesverrat und Zersetzung der Wehrkraft".

Gegen achtzehn Uhr wurden Hans Rummer und seine Kameraden in der Nähe des Sportplatzes an der Bichler Straße erschossen.

Bald darauf traf der Werwolfführer Zöberlein mit einer ca. hundert Mann starken Truppe in Penzberg ein. Er erkundigte sich, welche Leute sonst noch am Aufstand beteiligt gewesen wären oder als "unzuverlässig" bekannt seien. Die mit den örtlichen Verhältnissen vertrauten Zila, Selbertinger, Weißenbach, Rebhahn und Kopp nannten die Namen ihnen bekannter Antifaschisten. Daraufhin bestimmten Vonwerden, Bauernfeind, Zöberlein und Rebhahn wahllos wer gehenkt werden soll. In der Zwischenzeit verteilten die auf der Straße verbliebenen Werwolfmörder Zettel mit folgendem Text:


"Warnung an alle Verräter und Liebesdiener des Feinde! Der Oberbayerische Werwolf warnt vorsorglich alle diejenigen, die dem Feinde Vorschub leisten wollen oder Deutsche und deren Angehörige bedrohen oder schikanieren, die Adolf Hitler die Treue hielten. Wir warnen! Verräter und Verbrecher am Volke büßen mit dem Leben und ihrer ganzen Sippe. Dorfgemeinschaften die sich versündigen am Leben der Unseren oder die weiße Fahne zeigen, werden ein vernichtendes Haberfeldtreiben erleben, früher oder später. Unsere Rache ist tödlich! Der Werwolf"

Unter Führung der Penzberger Peter, Marksteiner, Drexel und Gilcher wurden die auf der schwarzen Liste Aufgeführten aus ihren Häusern geholt und wurden im Stadtzentrum aufgehängt. Jeder der Erhängten, unter ihnen zwei Frauen, trug ein von den Mördern angefertigtes Schild mit der Aufschrift "Werwolf Oberbayern"

Als der Werwolfhaufen am nächsten Morgen die Stadt verließ, bot sich den Penzbergern ein grausiges Bild. Sechzehn Menschen hatten für ihr aufrechtes, mutiges Eintreten gegen faschistischen Zerstörungswahn ihr Leben lassen müssen.

Die Stadt Penzberg gedenkt der Opfer

Im Penzberger Stadtmuseum, Karlstraße 61, ist eine Dauerausstellung über die Ereignisse der Mordnacht eingerichtet.

Die Stadt Penzberg gedenkt jedes Jahr am 28. April mit einer Gedenkfeier den Opfern der Penzberger Mordnacht. Alle fünf Jahre, letztmals im Jahr 2000, führt die Stadt eine größere Gedenkveranstaltung durch.

Die 16 Opfer der Penzberger Mordnacht wurden posthum zu Ehrenbürgern der Stadt Penzberg ernannt. Die Ehrenbürgerwürde wird im April 2005, zum 60. Jahrestag der Mordnacht den Opern des Nazi-Terrors verliehen. Peter Brunner (Autor des Buches zur Penzberger Mordnacht "Der Judas-Tag") brachte den Antrag in den Penzberger Stadtrat ein.

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Info Hinweis: Dieser Artikel basiert auf dem Ursprungsartikel Penzberg aus der Wiki pedia und er steht unter der GNU-Lizenz link fuer freie Dokumentation, eine Autoren-Liste ist ebenfalls verfuegbar.