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Peter der Einsiedler

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Peter der Einsiedler (* um 1050 in Amiens, † 1115 in Lüttich) war ein französischer Prediger zur Zeit des Ersten Kreuzzugs.

Er unternahm 1093 eine Pilgerreise nach Jerusalem, das er jedoch nicht erreichte. Nachdem Papst Urban II. 1095 zur Befreiung Jerusalems aufgerufen hatte, wurde Peter zum Initiator und Anführer des sogenannten Volkskreuzzugs, an dem sich Tausende begeisterter jedoch militärisch unerfahrener Abenteurer beteiligten.

Auf dem Weg nach Jerusalem begingen die fanatisierten Massen mehrere Plünderungen und Gemetzel in jüdischen Vierteln u.a. in Mainz, Worms, Speyer und Prag. Nachdem der Zug im Oktober 1096 Kleinasien erreicht hatte, rächte sich die militärische Unfähigkeit aller Beteiligten, als es zur Konfrontation mit den Seldschuken kam, und der Zug vollständig aufgerieben wurde.

Peter schloss sich nun den nachkommenden normannischen und französischen Rittern, die des Ersten Kreuzzugs an. Mit diesen erreichte er auch Jerusalem, spielte jedoch keine Führungsrolle mehr. Nach Beendigung des Kreuzzugs kehrte er nach Frankreich zurück und gründete das Kloster Neufmoutier bei Lüttich, wo er am 8. Juli 1115 starb.








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